- Das Schweizer Eishockey-Nationalteam unterliegt Finnland in seinem abschliessenden Gruppenspiel an Olympia 1:3.
- Kurz vor dem Spiel muss Kapitänin Lara Stalder aufgrund eines Kopftreffers im Warm-up Forfait geben.
- Damit beenden die Schweizerinnen die Gruppenphase auf dem 5. und letzten Platz – der Viertelfinal-Gegner ist noch offen.
Bereits kurz vor Spielstart gab's eine Hiobsbotschaft für die Schweizerinnen. Die Schweizer Kapitänin Lara Stalder wurde beim Aufwärmen von einem Puck am Kopf getroffen und musste für dieses letzte Gruppenspiel Forfait geben. Nati-Trainer Colin Muller war dazu gezwungen, umzustellen: An Stalders Stelle spielte Laura Zimmermann gegen Finnland in der 1. Sturmreihe auf dem rechten Flügel.
Dies machte sich im Startdrittel bemerkbar: Beide Nationen hatten mit einer Torflaute zu kämpfen. Während die Finninnen gar noch auf ihren ersten Treffer überhaupt in diesem Olympia-Turnier warten mussten (0:2 gegen Tschechien und 0:5 gegen die USA), blieb die Nati zuletzt sowohl gegen Kanada (0:4) als auch gegen die US-Amerikanerinnen (0:5) ohne Torerfolg.
Strafenflut im Mitteldrittel
Da brauchte es die erste Strafe des Spiels, um diesen Bann zu brechen. Das Tor fiel aber zuungunsten der Schweizerinnen. Finnland nutzte das Powerplay nach einem Crosscheck von Annic Büchi zum Start des Mitteldrittels. Viivi Vainikka netzte hinter Saskia Maurer ein, die im Gegensatz zum Duell mit den USA anstelle von Andrea Brändli wieder zwischen den Pfosten stand.
Wenig später musste auch Star-Stürmerin Alina Müller in die Kühlbox. Diesmal überstand die Nati zwar die Unterzahl-Situation in der Arena Milano Rho, das zweite Gegentor war allerdings kurz danach die logische Folge der finnischen Dominanz (30.). Als dann rund sechs Minuten später auch Lara Christen vom Eis geschickt wurde, befürchtete man den kompletten Zerfall der Nati – die aber das Gegenteil bewies. In Unterzahl brachte die bisher glücklos agierende Müller die Schweiz wieder heran (37.).
Eine Freude, die schnell wieder getrübt wurde. Nur 35 Sekunden nach dem Anschlusstreffer kassierte die Nati das 1:3. Dies, während die Strafe Christens noch andauerte. Das Tor war gleichbedeutend mit dem Endergebnis. Ohne ihre Anführerin Stalder blieb die Nati vorne zu wenig zwingend, hatte zudem gegen die Bronzemedaillen-Gewinnerinnen von 2022 aber auch mehrfach Glück mit Schüssen gegen das Gehäuse.
So geht's weiter
Durch die Niederlage ist klar, dass die Nati die Gruppe A, in der sich alle Teams für die Viertelfinals qualifizieren, auf dem 5. und letzten Rang abschliesst. Damit trifft das Team von Colin Muller am Freitag oder Samstag auf die viertplatzierte Nation ihrer Gruppe: entweder Tschechien oder Finnland. Für die Finninnen geht's aufgrund eines Norovirus-Befalls im Team in Vorfeld von Olympia zuerst noch zum Nachholspiel gegen Kanada.