- Die Schweizer Curlerinnen um Skip Silvana Tirinzoni verlieren den olympischen Final gegen Schweden in Cortina mit 5:6.
- Damit muss sich die Schweiz auch im 11. (!) Olympia-Duell den Schwedinnen beugen. Es bleibt Silber.
- Als mehrfache Welt- und Europameisterinnen gewinnen Tirinzoni und Alina Pätz auch ihre erste Medaille bei Winterspielen.
Da servierte der sonst so stilsichere schwedische Skip Anna Hasselborg der Schweiz das Zweierhaus auf dem Silbertablett. Während sich die Pyeongchang-Olympiasiegerin sichtlich aufregte, schickte sich Alina Pätz an, im 8. End für die Schweiz auf 5:4 zu stellen und erstmals in Führung zu gehen.
Doch der letzte Stein von Pätz räumte nicht wie gewünscht auf, die Schwedinnen stahlen gar einen Stein und lagen plötzlich 5:3 vorne.
Schweden auf den letzten Drücker
Die Schweiz mit Skip Silvana Tirinzoni, Pätz, Carole Howald und Selina Witschonke kam zwar im vorletzten End nochmals zum 5:5-Ausgleich, doch Schweden ging mit Vorteil ins 10. End. Den letzten Stein nutzte Hasselborg, um diesen im praktisch leeren Haus «shot» zu platzieren und den entscheidenden Punkt zum 6:5 zu schreiben.
Damit geht die fast schon unheimliche Serie weiter: Die Schweizer Curlerinnen verlieren das bereits 11. Duell mit Schweden an Olympischen Winterspielen. Wie schon 2002 (gegen Grossbritannien) und 2006 (gegen Schweden) bleibt der Schweiz im Final aber Silber.
Vor allem für die ambitionierten mehrfachen Welt- und Europameisterinnen Tirinzoni und Pätz ist das verpasste Gold im ersten Moment eine Enttäuschung. Allerdings reist das gesamte Team auch mit der ersten olympischen Medaille im Gepäck aus Cortina ab – und darf die Winterspiele 2026 als Erfolg verbuchen.
Schweiz erst im 6. End im Spiel
Die erfahrenen Schwedinnen hatten überzeugend los- und bereits im 1. End mit 2:0 vorgelegt. Nach 2 Nuller-Ends bot sich Pätz im 4. Durchgang die Chance auf den Ausgleich. Doch das angestrebte Zweierhaus wurde verpasst, die Schweizerinnen verkürzten nur auf 1:2 und gaben gleichzeitig das Recht des letzten Steins ab.
Im 6. End gelang es Tirinzoni und Co. nach einer schwedischen Unsicherheit endlich, 2 Steine zum 3:3 zu schreiben – die Partie war nach knapp 2 Stunden wieder offen.