Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Ski: Slalom der Frauen Shiffrin durchbricht Fluch – Rast holt Silber

Mikaela Shiffrin ist beim Olympia-Slalom in Cortina das Mass aller Dinge. Camille Rast holt beim starken Schweizer Ergebnis Silber.

Das Podest

  • Gold: Mikaela Shiffrin (USA) 1:39,10 Minuten
  • Silber: Camille Rast (SUI) +1,50 Sekunden
  • Bronze: Anna Swenn Larsson (SWE) +1,71 Sekunden

Am Ende hätte sie sich nur selber schlagen können: Favoritin Mikaela Shiffrin hat erstmals seit 2014 wieder Olympiagold in ihrer Paradedisziplin Slalom geholt. Den Grundstein zum Erfolg legte die Dominatorin, die im 9. Slalom des Winters zum 8. Mal zuoberst stand, bereits nach dem 1. Lauf. Mit einem Vorsprung von 82 Hundertsteln war Shiffrin in Cortina in den 2. Durchgang gegangen und verteidigte ihre Pole Position souverän. Mit 1,50 Sekunden Reserve im Ziel zeigte sie eine Machtdemonstration.

Für die 30-jährige US-Amerikanerin war das 3. Gold an Winterspielen eine Wiedergutmachung mit Olympia. 2018 in Pyeongchang war sie – neben Riesenslalom-Gold und Silber in der Kombination – im Slalom undankbare Vierte geworden, vier Jahre später in Peking hatte sie mit dem Out im Slalom, Riesenslalom und in der Kombi ein komplettes Debakel erlebt.

Rast rettet Ehre der Schweizer Skirennfahrerinnen

Hinter Shiffrins Machtdemonstration war Camille Rast «The Best of the Rest». In der allerletzten Möglichkeit sorgte Rast doch noch für eine Medaille für die Schweizer Skirennfahrerinnen an diesen Spielen. Nach dem 1. Durchgang war sie noch auf dem 4. Zwischenrang gelegen.

Die Slalom-Weltmeisterin hatte im Vorfeld kein gutes Haar an der mehrheitlich flachen Piste gelassen und von einem «Junioren-Rennen» geredet. Und dennoch klappte es am Ende mit einer Medaille.

Die weiteren Schweizerinnen

  • 4. Wendy Holdener +1,93 Sekunden
  • 7. Mélanie Meillard +2,15 Sekunden
  • Ausgeschieden: Eliane Christen

Neben Rasts Silbermedaille durften sich die Schweizerinnen über ein tolles Teamergebnis freuen. Auch wenn es dabei eine bittere Note gab: Wendy Holdeners Poker, den Riesenslalom zugunsten der Vorbereitung für den Slalom auszulassen, wurde nicht mit einer Medaille belohnt. Es wurde der undankbare 4. Platz, zu Bronze fehlten ihr 22 Hundertstel.

Mélanie Meillard ging als Halbzeit-14. mit einem Vorsprung von 83 Hundertstel auf die Langzeit-Leaderin Paula Moltzan (USA) in den 2. Lauf. Auch wenn dieser bis im Ziel immer kleiner wurde, durfte sie zwischenzeitlich auf dem Leaderinnen-Thron Platz nehmen. Damit verbesserte sie sich um ein paar Plätze und holte gar ein Diplom.

Wie Rast mag es Eliane Christen mehr, wenn die Piste steil ist. Nachdem die 27-jährige Urnerin nach dem 1. Lauf auf dem 22. Rang gelegen hatte, fädelte sie im 2. Durchgang ein.

Peking-Championne ohne Exploit

Vor vier Jahren hatte Petra Vlhova in Peking Slalom-Gold geholt, nun feierte sie an Olympia nach rund zweijähriger Verletzungspause ihr Comeback. Nachdem die Slowakin im Slalom der Team-Kombination ausgeschieden war, waren im Spezialslalom alle Augen auf die Siegerin von 2022 gerichtet. Doch der 30-jährigen Rückkehrerin gelang auch da kein Exploit. Als zeitgleich 29. nach dem 1. Lauf eröffnete sie den 2. Durchgang. Am Ende wurde sie 20.

Einen Riesensprung nach vorne machte hingegen Shiffrins Landsfrau Moltzan, die von Meillard vom zwischenzeitlichen Thron gestossen wurde. Die Bronzegewinnerin der Team-Kombination zeigte im 2. Durchgang einen Traumlauf und verbesserte sich nach dem verpatzten 1. Lauf somit vom 28. auf den 8. Rang.

Für eine kuriose Szene sorgte die Halbzeit-Zweite Lena Dürr. Die Deutsche fädelte im 2. Lauf beim 1. Tor ein – eine Seltenheit.

Milano Cortina 2026

SRF zwei, Sportlive, 18.02.2026, 13:30 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel