Vinzenz Geiger spricht Klartext: «Ohne Olympische Spiele hat die Sportart keine Zukunft.» Für den 28-jährigen deutschen Nordisch-Kombinierer (9. und 10. im Einzel) ist die Sprintstaffel vom Donnerstag – sofern er aufgeboten wird – die vielleicht allerletzte Chance auf eine Olympiamedaille.
Deutschland, Norwegen und Österreich stellen die favorisierten Teams – und diese mangelnde Nationen-Vielfalt ist eines der Probleme der Nordischen Kombination. Nicht einmal die Wintersportnation Schweiz hat in Milano Cortina einen Kombinierer am Start.
Men only
Das zweite grosse Problem: Als einzige Wintersportart ist die Kombi bei Olympia bislang den Männern vorbehalten. Ein Antrag der FIS zur Aufnahme von Frauen-Wettkämpfen ist vom IOC abgelehnt worden. Begründung: zu tiefes Niveau, mangelnde Leistungsdichte.
Stattdessen steht die Sportart nun komplett auf dem Prüfstand. FIS-Renndirektor Lasse Ottesen ist für die Spiele 2030 und 2034 zwar zuversichtlich, das IOC will dennoch bis Juni über die Olympia-Zukunft der Kombination entscheiden.