Ericsson: Mehr Punkte dank neuem Elan und neuem Motor

Marcus Ericsson hat in den letzten drei Rennen immer gepunktet. Der Sauber-Pilot profitierte dabei nicht nur von den Neuerungen an den Ferrari-Motoren.

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Das Duell Ericsson vs. Hülkenberg

3:25 min, vom 7.9.2015

Erstmals standen dem Sauber-Team die Modifikationen an den Ferrari-Motoren vor 2 Wochen beim GP von Belgien zur Verfügung. Der Benzinmotor hatte dort zwar bereits mehr geleistet, dafür waren die Hybrid-Funktionen noch nicht effizient genug. In Spa, auf der längsten Strecke im Kalender, ging den Sauber-Boliden deshalb immer wieder der Saft aus.

In Monza war die Runde nun kürzer und das Hybrid-Problem gelöst. Im Rennen jagte Marcus Ericsson Nico Hülkenberg im Force India. Ein völlig neues Gefühl für die Sauber-Crew. 20 Runden lang war der Schwede am Heck des Deutschen, doch am Force India, dem Auto mit dem grössten Top-Speed im Feld, kam er nicht vorbei.

«Nur» 2 statt 6 Punkte

Platz 7 wäre Ericssons Bestleistung gewesen. Doch es wurde nur Platz 9. Denn kurz vor Rennende musste sich der 25-Jährige noch von Daniel Ricciardo überholen lassen. 4 Runde vor Schluss war der Australier noch 4,8 Sekunden hinter dem Australier gelegen.

Ericsson erzählt, was wir am TV nicht zu sehen bekamen: «In der zweitletzten Kurvenkombination, der Variante Ascari, griff Ricciardo an. Ich wehrte mich, doch er hatte auf seinen ‹Softs› viel mehr Grip. Meine Hinterreifen waren ziemlich am Ende. In der letzen Kurve, der Parabolica, versuchte ich noch zu kontern, doch beim Beschleunigen drehten meine Räder durch. Ich kam nicht vom Fleck. Schade!»

«  Hey, das geht auch noch eine halbe Sekunde schneller!  »

Beat Zehnder
Teammanager Sauber

Ärgerlich, nur 2 statt 6 Punkte. Dennoch:Ericsson hat sich bei Sauber erstaunlich entwickelt. Teammanager Beat Zehnder erklärt: «Marcus war immer ein Langsamstarter ins Rennwochenende. Oft musste ihm das Team sagen: ‹Hey, es geht auch noch eine halbe Sekunde schneller!› Dann fuhr er eine halbe Sekunde schneller.»

Mittlerweile weiss Ericsson, wie er das Limit bereits in den Trainings voll ausreizen kann. Das Ergebnis: Ericsson hat die letzten vier Qualifying-Duelle gegen Felipe Nasr gewonnen. Ausserdem hat er in den vergangenen 3 Rennen gepunktet. Das haben ausser ihm nur zwei geschafft: Daniil Kwjat und Lewis Hamilton.

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Hamilton gewinnt – Ericsson in den Punkten

4:45 min, aus sportpanorama vom 6.9.2015

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 06.09.2015, 13:30 Uhr