Die Serie von Mercedes in der Formel 1 ist gerissen: McLaren-Pilot Lando Norris ist in Budapest zur Pole Position gerast. Der britische Weltmeister setzte sich bei der Zeitenjagd für den GP von Ungarn am Sonntag mit seinem letzten Versuch und einer Zeit von 1:17,207 Minuten knapp vor seinem Landsmann Lewis Hamilton im Ferrari (+0,012 Sekunden) und dessen Teamkollegen Charles Leclerc (+0,238) durch. Im 11. Hauptrennen der Saison steht damit erstmals kein Silberpfeil auf dem ersten Startplatz.
Auch die Stimmung von Hamilton verdüsterte sich später noch weiter: Die Stewards untersuchten nämlich einen Vorfall des Engländers mit McLaren-Mann Oscar Piastri am Ende der Qualifikation und entschieden dann auf «unnötige Behinderung» durch Hamilton, wodurch dieser drei Ränge bis auf Position fünf strafversetzt wurde. Hinter Pole-Mann Norris startet nun Hamiltons Ferrari-Teamkollege Leclerc von Rang zwei, WM-Spitzenreiter Antonelli im Mercedes ist Dritter vor Piastri.
Abgesehen von Hamiltons Pech, das zum Glück für Mercedes wurde, kamen die Silberpfeile auf dem Hungaroring nicht richtig in Fahrt: Antonellis Teamkollege George Russell, der auf seiner letzten Runde ausrollte, wurde hinter dem vierfachen Weltmeister Max Verstappen (Red Bull), der sich kurz vor dem Ende drehte, lediglich Siebter.
Audi auf dem aufsteigenden Ast
Dahinter bestätigte Nico Hülkenberg den positiven Eindruck des Audis auf dem Hungaroring und geht von Platz 10 aus ins Rennen. Die Hoffnungen auf die ersten Punkte des Jahres steigen. Gabriel Bortoleto, der zweite Audi-Fahrer, startet von Startplatz 14 aus. Die Top 10 verpasste der Brasilianer im Q2 um eine gute halbe Sekunde.