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Formel 1 Sauber stoppt De Silvestros Fahrprogramm

Kurz vor dem GP Japan herrscht bei Sauber nicht nur wegen der sportlichen Krise Unruhe: Das Schweizer Formel-1-Team legt die Unterstützung von Testfahrerin Simone De Silvestro auf Eis.

Simona De Silvestro mit ernster Miene.
Legende: Kein Grund zur Freude Das Fahrprogramm von Simona De Silvestro wird gestrichen. IMAGO

Ursprünglich war geplant, dass Simona De Silvestro im Freitagstraining zum GP von Amerika am 2. November die Superlizenz machen könne. Damit hätte weiterhin die Möglichkeit bestanden, dass die 26-Jährige nächste Saison in einem Formel-1-Cockpit sitzt. Doch daraus wird nichts: Der Hinwiler Rennstall unterstützt De Silvestro nicht mehr.

Differenzen mit dem Management

Unstimmigkeiten zwischen dem Team und De Silvestros Management sollen dazu geführt haben. Von Sauber war keine Stellungnahme zu erhalten. Gegenüber autosport erklärte ein Sauber-Sprecher, dass das Fahrprogramm aus finanziellen Gründen ihrerseits nicht fortgesetzt werden könne. Nun würden Möglichkeiten geprüft, wie man die Rennfahrerin weiter unterstützen könne.

De Silvestro, die ihre Karriere in Amerika in der Atlantic Championship und in der IndyCar-Series lanciert hat, absolvierte 2014 2 Testfahrten in einem älteren Sauber-Rennwagen, um die Voraussetzungen für die Superlizenz zu schaffen.

Schweres Terrain für Frauen

De Silvestro wurden die grössten Chancen eingeräumt, es in die Formel 1 zu schaffen. Doch nach dem Abbruch ihres Fahrerprogramms bleibt die Italienerin Giovanna Amati vorläufig die letzte Frau, die 1992 für Brabham bei 3 GPs vergeblich versuchte, sich für ein Rennen zu qualifizieren. Die einzige Frau, die bislang in der F1 gepunktet hatte, war Landsfrau Maria Lombardi im Jahr 1976. 2014 hatte die Britin Susie Wolff für Williams in freien Trainings im Cockpit gesessen.

Sendebezug: Radio SRF 4 News, Abendbulletin, 01.10.14, 17:17 Uhr

9 Kommentare

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  • Kommentar von Heinrich Heller, 8315 Lindau
    Peter Sauber hat in seiner Karriere einen Fehler gemacht: er hat die Team-Leitung einer indisch-österreichischen Juristin anvertraut. Resultat: katastrophale Informations-und Personalpolitik! Bitte an Hr. Stäubli: konfrontieren Sie bitte diese Dame bei nächster Gelegenheit mit dieser von allen Fans geteilten Ansicht! Lebt sie wohl auf einem anderen Planeten? Ein schlimmes Ende für das einst so sympatische Sauber-Team ist leider immer wahrscheinlicher
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  • Kommentar von M.Meier, Zürich
    F1 ist eine obsolete Müllindustrie. Es braucht heute keine Umweltverschmutzung mit Autorennsport mehr damit wir in Serienfahrzeugen Innovationen bekommen. Ich hoffe, dass die Sauber Firma ihr tolles Know-how in nachhaltige Tächnologien integrieren kann und ein Dasein außerhalb des inzwischen sinnlosen Rennsportes findet.
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  • Kommentar von Daniel Schiebler, Aarau
    Nach all den Jahren, bitte löst endlich das Sauber-Null-Punkte Team auf. Ich werfe jetzt alle meine Fanklamotten in den Müll. Die Sympathie ist weg.
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    1. Antwort von Raffi, away
      2012 hatte Sauber ein sehr schnelles Auto. Ohne gesichertes Budget geht natürlich nichts. Ausser gute Fahrer wie Hülkenberg, die gehen. Zu einem besseren Team nämlich. Bei Sauber kann nur jemand fahren der Geld mitbringt. Und bei der Nascar im Oval zu fahren ist halt schon nicht das gleiche. Diese Dame bringt Sauber auch nichts. Keine Kohle nix fahren.
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    2. Antwort von Björn Christen, Bern
      @Raffi - Simona De Silvestro hat nichts mit NASCAR am Hut, und bei den IndyCars gibt es viele Rennen, die nicht auf Ovalen ausgetragen werden. Genau bei diesen Rennen war Simona stark. Simona in einem konkurrenzfähigen F1-Auto, wäre absolut bei der Musik.
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