Sauber: Viele Fragezeichen und ein neuer Hoffnungsträger

Nach einem schwierigen und turbulenten Jahr startet der Sauber-Rennstall am kommenden Sonntag in seine 22. Formel-1-Saison. Vor dem Auftakt in Melbourne (Au) gibt es beim Schweizer Team noch viele Fragezeichen.

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Das Sauber-Team vor seiner 22. Formel-1-Saison

2:34 min, aus sportpanorama vom 9.3.2014

Finanzielle Schwierigkeiten, russische Investoren und Betreibungen bestimmten im letzten Jahr die Schlagzeilen über das Sauber-Team. Gleichzeitig vermochte der Schweizer Rennstall auch sportlich nicht zu überzeugen. In der Konstrukteurswertung resultierte mit 57 Punkten nur der 7. Platz.

Immerhin vermochte sich Sauber nach einem schwachen Start zu steigern. In der zweiten Jahreshälfte fuhr Nico Hülkenberg regelmässig in die Punkte. Der Deutsche sorgte beim GP von Korea mit Platz 4 zudem für das Highlight.

Zuverlässiger Bolide

Der Aufwärtstrend soll auch in der neuen Saison weitergehen. Allerdings gibt es bei Sauber in Anbetracht der umfassenden Änderungen bei den Autos und den Regeln noch viele Fragezeichen. «Prognosen sind derzeit noch nicht möglich. Die Zuverlässigkeit ist schon ziemlich gut, bei der Performance müssen wir jedoch noch zulegen», erklärt Team-Chefin Monisha Kaltenborn.

Eine solche bringt Sauber nicht nur Punkte ein, gleichzeitig hat sie gerade auch in finanzieller Hinsicht grossen Einfluss: «Die Performance entscheidet letztlich über die Einnahmen», so Kaltenborn. Angesichts der Probleme, die Sauber hatte, ist dieser Aspekt also noch entscheidender.

Die Erfahrung von Sutil

Nach dem Abgang von Hülkenberg ruhen in der kommenden Saison die grössten Hoffnungen auf Neuverpflichtung Adrian Sutil, der zusammen mit dem Mexikaner Esteban Gutierrez das Fahrer-Duo bildet. «Sutil bringt sehr viel Erfahrung mit. Das wird bei so einschneidenden Änderungen sehr wertvoll sein», sagt Kaltenborn.

Der Deutsche freut sich auf die nächste Saison, betont aber: «Wir haben noch sehr viel zu tun. Ich erwarte dann von Rennen zu Rennen grosse Fortschritte.» Seine persönlichen Ziele will Sutil nicht konkret nennen, wichtig sei jedoch vor allem, «dass es immer nach vorne geht».