Zum Inhalt springen

Header

Video
Zusammenfassung Abfahrt Frauen
Aus Sport-Clip vom 16.03.2022.
abspielen. Laufzeit 1 Minute 19 Sekunden.
Inhalt

Abfahrt am Weltcupfinale Hählen wird bei Shiffrin-Sieg Zweite – Schweizerinnen top

Joana Hählen fährt beim Saisonfinale ihr Karriere-Bestresultat heraus. Mikaela Shiffrin holt sich überraschend den Sieg.

Das Podest

  • 1. Mikaela Shiffrin (USA) 1:27,00
  • 2. Joana Hählen (SUI) +0,10 Sekunden
  • 2. Christine Scheyer (AUT) +0,10

«Ich möchte eigentlich, dass die Saison noch weitergeht», meinte Joana Hählen noch nach dem letzten Training – nach dem letzten Abfahrtsrennen der Saison ist auch klar, wieso: Die 30-Jährige ist fantastisch in Form. Beim Saisonfinale in Courchevel/Méribel mobilisierte sie noch einmal alle Kräfte und zauberte eine Traumfahrt in den Schnee.

Lange winkte gar der 1. Weltcupsieg für die Bernerin, doch die Gesamtweltcup-Führende Mikaela Shiffrin fing Hählen noch ab: Trotz der relativ hohen Startnummer 21 und gezeichneter Strecke fuhr die nie um eine Überraschung verlegene Amerikanerin Bestzeit. Zuvor hatte sie in dieser Saison in der Abfahrt erst einmal Weltcup-Punkte geholt (26.).

Für Hählen, die ihren Podestplatz mit der zeitgleichen Christine Scheyer teilt, ist es das beste Ergebnis im Weltcup überhaupt. Zuvor hatte die routinierte Athletin bereits je einen 3. Platz im Super G (Rosa Khutor) und in der Abfahrt (Bansko) zu Buche stehen. Shiffrin baut derweil ihren Vorsprung auf Petra Vlhova (Platz 16) im Kampf um die grosse Kugel auf 156 Punkte aus.

Die weiteren Schweizerinnen

  • 4. Michelle Gisin +0,14
  • 5. Lara Gut-Behrami +0,16
  • 9. Priska Nufer +0,43
  • 19. Corinne Suter +0,98
  • 23. Jasmine Flury +1,87

Die Schweizerinnen zeigten zum Abfahrts-Abschluss eine überzeugende Teamleistung – und hatten dabei noch Pech mit den Hundertsteln. Michelle Gisin, die auf dem ersten Streckenabschnitt eine Schrecksekunde mit beinahe überkreuzenden Ski überstehen musste, fehlten 0,04 Sekunden aufs Podest, bei Gut-Behrami waren es deren 0,06. Die Tessinerin hatte mit Startnummer 18 und einem überzeugenden Schlussspurt das Feld noch einmal durcheinandergewirbelt.

Auch Priska Nufer schaffte den Sprung in die Top 10. Die Siegerin der letzten Abfahrt von Crans-Montana lag bis zur letzten Zwischenzeit auf Podestkurs, liess auf dem letzten Gleiterstück aber noch 3 Zehntel liegen und wurde im eng beisammen liegenden Fahrerinnen-Feld durchgereicht.

Für einmal gar nicht auf Touren kam Corinne Suter. Die Olympiasiegerin fand nicht ihre Lieblingsbedingungen vor und musste nach einer durchzogenen Fahrt mit Platz 19 und einem grossen Rückstand vorliebnehmen.

Die Kugel-Gewinnerin

Der «Kampf» um die Kristallkugel in der Abfahrt war schnell entschieden: Weil Sofia Goggias letzte verbliebene Konkurrentin Suter mit Startnummer 3 im Ziel bereits neben den geforderten Top 2 lag, hatte die Italienerin den Triumph auf sicher. Als Zwölfte zerriss Goggia dann selber ebenfalls keine Stricke, musste die 5-fache Saisonsiegerin aber auch nicht mehr. Für die 29-jährige Speed-Queen ist es die 3. kleine Kugel nach 2018 und 2021.

So geht es weiter

Nach dem Abfahrtsauftakt sind die Speed-Spezialistinnen bereits am Donnerstag beim Super-G wieder gefragt. Am Freitag treten die Frauen gemeinsam mit den Männern zum Team-Event an. Am Samstag (Slalom) und Sonntag (Riesenslalom) folgt der Abschluss in Courchevel/Méribel (sämtliche Rennen live bei SRF).


SRF zwei, sportlive, 16.03.22, 11:20 Uhr;

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

10 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Urs Braunschweiger  (Ursusbrown)
    Vielleicht weil ich als 4. im Ziel bin, wenn 3 schneller waren als ich. Da tut es nichts zur Sache, dass 2 zeitgleich und darum ex equo als 2. oder auch als 1. klassiert werden. Zählen muss man halt können…
  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Kann mir jemand erklären, warum bei einer Zeitgleichen Platzierung, der eigentlich nächste einfach einen Rang nach hinten spediert wird? Gisin ist von der Zeit her, und um die geht es doch im Skirennsport, eigentlich dritte und nicht vierte!
    Nur schon das Podest heute sah ja jämmerlich aus mit dieser "Schlagseite."
    1. Antwort von Manolo Pinösch  (ManoloP)
      Weil 3 Fahrerinnen eine bessere Zeit fuhren. Ihrer Überlegung nach, wäre, angenommen 49 Athletinnen kommen Zeitgleich ins Ziel, die 50ste auf dem zweiten Rang, obwohl 49 Fahrerinnen schneller waren... ;)
    2. Antwort von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
      "Nur schon das Podest heute sah ja jämmerlich aus mit dieser "Schlagseite."" Häh??????
  • Kommentar von Dorothee Meili  (DoX.98)
    Was für ein grossartiges, unerwartetes Schluss-Resultat. Shiffrin auf eins und dann die zwei und vier und fünf! Vielen Dank und herzliche Gratulation an alle!