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Reaktionen nach 2. Medaille Suter: «Habe die Emotionen besser im Griff»

Corinne Suter liefert an der WM in Are nach Super-G-Bronze prompt die Bestätigung. Schwierig war der Weg dorthin, einfacher ist dafür der Trubel.

Corinne Suter hatte eine grosse Sorge vor der WM-Abfahrt in Are. «Ich hoffte, dass mir der Super-G nicht zu viel Energie raubte. Denn Rennen und Nachprogramm waren doch mit sehr, sehr vielen Emotionen verbunden», blendet sie zurück.

Ohne je auf einem Weltcup-Podest gestanden zu haben, war für die 24-Jährige vor 5 Tagen der Stern aufgegangen: Sie raste im ersten Speedbewerb an diesen Titelkämpfen zu Bronze. Am Areskutan, ihrer neuen Wohlfühloase, legte Suter nun imponierend nach. Sie errang in der Königsdisziplin hinter Ilka Stuhec (Slo) und vor Lindsey Vonn (USA) ihre 2. Medaille. «Zwischen diesen beiden wundervollen Athletinnen auf dem Podest zu stehen, das war für mich bis vor kurzem ein Traum.» Einer, der rasch Realität geworden ist.

Dabei erwischte Suter, die mit der Startnummer 19 ins Rennen gegangen war, keine perfekte Fahrt. Vor allem im Mittelteil schlichen sich Fehler ein, erreichte sie nicht den gewünschten Top-Speed, und versteckte sich die Sonne allmählich hinter den Wolken. Ihr Gedanke unterwegs: «Es wird knapp!» Um so glücklicher war sie im Ziel, als Zwischenrang 2 aufleuchtete. Ihr war klar, dass sie kaum mehr bedrängt werden würde.

Am Start versuchte ich mich zurückzunehmen, obwohl man trotzdem unweigerlich einiges mitbekommt.
Autor: Corinne Suter

Suter gelang es, sich optimal einzustellen für das Rennen, in dem sie von Anfang an die grösseren Ambitionen gehegt hatte. Sie spürte zwar grosse Müdigkeit in den Tagen zuvor, gönnte sich darum am Samstag einen Ruhetag. «Und am Start versuchte ich mich zurückzunehmen, obwohl man trotzdem unweigerlich einiges mitbekommt.»

Die Prioritäten sind geklärt

Das klingt nicht nur nach neuem Selbstverständnis, sondern auch nach dazugewonnener Routine. Abgeklärter, deutlich gefasster wirkte die Schwyzerin auch hinterher. «Mir geht's besser als nach dem Super-G», bestätigte sie und schob nach, «aber die Freude ist dennoch unbeschreiblich.»

Zusammengefasst bedeutet das: «Ich habe die Emotionen besser im Griff. Zudem kann ich jetzt besser abschätzen, was auf mich zukommt.» Es heisst aber auch, wie die Athletin verriet, «dass ich nach wie vor lieber Ski fahre, als dass ich diesem Rummel ausgesetzt bin oder als Favoritin gehandelt werde». Auch daran wird sich Suter gewöhnen müssen. Denn sie hat bei den letzten 3 Auftritten auf der Piste einen Steigerungslauf von den Rängen 4 – 3 – 2 hinter sich.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 10.02.2019 11:50 Uhr

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