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Internationale Kracher von Are Zwei gelungene Abschiede überstrahlten (fast) alles

Mit Aksel Svindal und Lindsey Vonn traten an der WM vor zwei Jahren zwei grosse Namen von der Ski-Bühne ab – nicht die einzigen Geschichten mit Hollywood-Charakter.

Aksel Svindal.
Legende: Letztes Rennen, letztes Ausrufezeichen Aksel Svindal. Keystone

Svindals silberne Dernière

Die WM-Abfahrt vor zwei Jahren in Are war ein norwegischer Freudentag. Kjetil Jansrud und Aksel Svindal feierten in der «Königsdisziplin» einen Doppelsieg, wobei die silberne Medaille von Svindal fast heller strahlte als die goldene von Jansrud.

Der damals 36-Jährige bestritt mit der Abfahrt sein allerletztes Rennen der Karriere. Den Sieg verpasste er hinter Landsmann Jansrud um mickrige 2 Hundertstelsekunden – und strahlte dennoch wie ein Sieger. Insgesamt hat Svindal in seiner Karriere 9 WM-Medaillen eingefahren.

Vonns bronzener Schlusspunkt

Neben Svindal ging in Schweden auch die Karriere von Lindsey Vonn zu Ende. Und auch die US-Amerikanerin brachte das Kunststück fertig, ihr letztes Rennen mit dem Gewinn einer Medaille zu krönen. Die Vorzeichen vor der Abfahrt waren dabei alles andere als gut:

  • Aufgrund von Verletzungen und Problemen mit ihrem lädierten Knie bestritt Vonn in der WM-Saison 2018/19 nur gerade 3 Rennen.
  • 5 Tage vor der WM-Abfahrt flog die Olympiasiegerin von 2010 im Super-G spektakulär von der Piste. Angesichts der Bilder musste man Schlimmes befürchten, Vonn blieb jedoch unverletzt.

Am Ende klappte es mit dem ruhmreichen Abgang: In der Abfahrt schnappte sich die ohnehin schon hochdekorierte US-Amerikanerin hinter Ilka Stuhec und Corinne Suter Bronze – und feierte ihre 8. WM-Medaille zusammen mit Rekord-Weltcupsieger Ingemar Stenmark ausgelassen im Zielraum.

Swenn-Larssons Schweden-Märchen

Ausgelassen jubeln durften auch die Schweden. Bis zur ersten (und einzigen Medaille) musste sich die Gastgeber-Nation aber lange gedulden. Erst im zweitletzten Rennen erlöste Anna Swenn-Larsson «Tre Kronor» mit Silber im Slalom. Die damals 27-Jährige war zuvor erst zweimal auf einem Weltcup-Podest gestanden.

Österreich vor Österreich und Österreich

Gleich im grossen Stil räumten die Österreicher im Slalom ab. Mit einem 1. Lauf nahe an der Perfektion legte Marcel Hirscher den Grundstein zur erfolgreichen Titelverteidigung. Michael Matt und Marco Schwarz rundeten den perfekten ÖSV-Tag mit dem Gewinn von Silber und Bronze ab.

Für Hirscher, der sich im Riesenslalom noch seinem Rivalen Henrik Kristoffersen hatte geschlagen geben müssen, war es die insgesamt 7. WM-Goldmedaille. Zusammen mit den 4 silbernen ist der langjährige Dominator der erfolgreichste Alpin-Skifahrer der WM-Geschichte.

Video
Schweizer patzen im WM-Slalom – Hirscher historisch
Aus sportaktuell vom 17.02.2019.
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Oldie Clarey schlägt zu

Nicht zum erfolgreichsten, aber zum ältesten WM-Medaillengewinner krönte sich Johan Clarey. Im Alter von 38 Jahren und 29 Tagen fuhr der französische Speedspezialist im Super-G zu Silber – sein erstes WM-Edelmetall überhaupt. Und dieses hatte sich so gar nicht abgezeichnet. «Beim ersten Super-G der Saison startete ich mit der Nummer 55, ich hatte diese Disziplin fast schon aufgegeben», erzählte Clarey nach seinem Coup.

SRF zwei, «sportpanorama», 31.01.21, 19:00 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Andrea Esslinger  (weiterdenken)
    Der Norweger heisst Aksel Lund Svindal, auch wenn SRF, und nur SRF, das schon während der letzten Jahre seiner aktiven Zeit konsequent leugnete.
  • Kommentar von Johnny Hess  (JohnnyHess)
    Das war so toll dass Aksel Lund Svindal seine Karriere mit der Silbermedaille krönen konnte.
  • Kommentar von Michael Stähli  (Mich)
    Zwei ganz grosde ihres Sports die mit einem märchen aufhören durften. Beide haben für den Skirennsport gelebt und ihm alles untergeordnet. Ich erinnere mich daran dass Svindals Ärzte ihm nach seiner letzten Verletzung gesagt haben er riskiere nie wieder laufen zu können wenn er nochmals Skis anzieht. Und dennoch nahm er das Risiko in Kauf.
    Diese Athleten nehmen bewusst viele Gefahren in Kauf und das nicht des Geldes wegen oder ähnlichem sondern weil sie ihren Sport lieben.