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WM-Parallelrennen der Männer Meillard und die Chance, umgehend nachzudoppeln

Grosse Abwesende, eine delikate Quali und heisse Schweizer Eisen bei der Premiere. Ausblick auf das WM-Parallelrennen.

Loic Meillard
Legende: Profitiert er von der Abwesenheit einiger grosser Namen? Loïc Meillard, hier bei seinem Triumph im Parallel-Riesenslalom von Chamonix. Keystone

Am Dienstag steht bei der Ski-WM in Cortina d'Ampezzo eine Premiere auf dem Programm. Erstmals werden in einem Parallelrennen Einzel-Titel und Medaillen vergeben.

Kaum vorhanden sind jedoch Referenzwerte aus Parallelrennen in dieser Saison. Die bisher einzigen Weltcup-Rennen nach neuem Modus mit dem Riesenslalom ähnlichen Kursen fanden Ende November in Lech-Zürs am Arlberg statt. Um den Favoritenkreis beim WM-Rennen einzugrenzen, muss man auf die Resultate aus dem Riesenslalom-Weltcup zurückgreifen.

Parallelrennen live am Dienstag

Am Dienstag geht es sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen bei den Parallelrennen um die Medaillenentscheidung. Bei SRF sind Sie live mit dabei. Verfolgen Sie die Qualifikation (ab 08:55 Uhr) als auch die Finals (ab 13:50 Uhr) auf SRF zwei und in der SRF Sport App.

Der grosse Favoritenkreis

  • Loïc Meillard (SUI)
  • Filip Zubcic (CRO)
  • Alexander Schmid (GER)
  • Marco Odermatt (SUI)
  • Justin Murisier (SUI)
  • Gino Caviezel (SUI)

Swiss Ski hat für den Parallel-Event einige heisse Eisen im Feuer. Loïc Meillard wird die Arrivierten sicherlich ins Schwitzen bringen. Der frischgebackene WM-Bronze-Gewinner, der in Lech-Zürs nicht am Start stand, überzeugte im Riesenslalom mit seiner Konstanz: In 6 Rennen war Meillard 5 Mal in den Top 6, in Adelboden fuhr er als 3. gar auf das Podest. Zudem entschied er den Parallel-Riesenslalom in Chamonix vor Jahresfrist für sich.

Video
Meillard glänzt in der Kombi mit Bronze
Aus Sport-Clip vom 15.02.2021.
abspielen

Für die grossen Überraschungen an dieser WM sorgten bislang die deutschen Athleten. Mit 3 Silbermedaillen in den ersten 4 Rennen war es der beste Start des Verbands in eine Ski-WM seit mehr als 40 Jahren. Mit Alexander Schmid haben die Deutschen einen Fahrer in ihrem Team, den man aufgrund seines 3. Platzes in Lech-Zürs durchaus zum erweiterten Favoritenkreis beim Parallelrennen zählen kann.

Jedoch fehlten beim einzigen Parallel-Event der Saison Meillard, Marco Odermatt und Gino Caviezel coronabedingt. Jedem aus dem Schweizer Trio ist ein Exploit zuzutrauen. Auch Filip Zubcic muss man als einen der aktuell besten Riesenslalom-Fahrer auf der Rechnung haben.

Die grossen Abwesenden

  • Alexis Pinturault (FRA)
  • Henrik Kristoffersen (NOR)

Auch beim WM-Parallelrennen der Männer dürfte Alexis Pinturault eigentlich zu den Favoriten zählen. Eigentlich, denn: Der Franzose, der den Nachtevent in Lech-Zürs für sich entscheiden konnte, verzichtet auf die Teilnahme. Kein Wunder beim Mammutprogramm des Allrounders.

Mit Henrik Kristoffersen fehlt ein weiterer Anwärter auf Edelmetall: Beim Parallelrennen im Vorarlberg wurde Kristoffersen Zweiter. Sein Name tauchte jedoch weder auf der Liste der Startnummern-Auslosung am Montagabend noch auf der Startliste auf. Der Norweger konzentriert sich auf die klassischen Wettbewerbe im Riesenslalom und Slalom.

Der Modus

Das Format sieht vorerst eine Qualifikation vor, in der alle Teilnehmer einen Lauf absolvieren. Die schnellsten 8 auf dem jeweiligen Kurs dürfen am Nachmittag im Final teilnehmen, bei dem nur die besten 16 Athleten zugelassen. Die Duelle ab den Achtelfinals bis zum Final werden mit je einer Fahrt auf beiden Kursen entschieden.

SRF zwei, sportlive, 15.02.21, 15:10 Uhr;

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Anita Lötscher  (LOEA)
    Ich bin ein Ski Fan, verfolge fast alle Rennen und mag den WM Titel dem Besten gönnen ob Schweizer oder einem Rennfahrer einer anderen Nation! So aber nicht! Solche unwürdigen WM Rennen habe ich noch nie gesehen! Stupide Regeln! Unmögliche Läufe. Wie kann sowas passieren! Warum wird nichts dagegen unternommen! So viele unfaire Rennen an einem einzigen Anlass. Das ist Versagen der Organisation! Das ist inakzeptabel!
  • Kommentar von Bruno Hofer  (Bernbruno2020)
    Unnötiger FIS Schwachsinn diese Rennen. Die RennfahrerInnen sollten geschlossen diese Rennen boykottieren. Sie werden von senilen Leuten im OK verarscht. Fairness für die Skifahrer kommt vor OK Selbstbefriedigung. Diese OK sollte noch heute zurücktreten, die verstehen das Fairplay nicht. Sie wollen nur verdienen auf Kosten der Athleten und das braucht es niergends auch nicht im Skizirkus.
  • Kommentar von Max Blatter  (maxblatter)
    15.02.2021, 14:58:
    NEIN, NEIN, NEIN, NEIN! Wenn der blaue Kurs derart langsam ist, dass zwingend diejenige ausscheidet, die beim Re-Run auf dem blauen Kurs unterwegs ist, dann gibt's nur eins: ALLE NATIONEN ZEIGEN SICH SOLIDARISCH UND VERLANGEN DIE ANNULIERUNG DES RENNENS!
    Wenn dies keinen Erfolg hat, dann REISEN ALLE GESCHLOSSEN AB!

    Ich bin jedenfalls mit gutem Beispiel vorangegangen, habe mein TV-Gerät erbost abgeschaltet und widme mich jetzt "z'leid" wieder der Arbeit. GRRRR!!