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Matterhorn-Abfahrt: Die Kritiker sind noch nicht verstummt
Aus Sportpanorama vom 24.10.2021.
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Leidet die Glaubwürdigkeit? Eine Abfahrt Anfang November: Matterhorn-Rennen sorgt für Kritik

Eine Abfahrt im November oberhalb von Zermatt soll die Speedsaison künftig eröffnen. Nicht alle sind vom Projekt begeistert.

Künftig soll die Saison der Speedfahrerinnen und Speedfahrer schon Anfang November mit einer länderübergreifenden Abfahrt am Fusse des Matterhorns beginnen. Obwohl die definitive Streckenführung und die Länge des Rennens noch nicht feststehen, sorgt das Projekt schon jetzt für Diskussionen.

Zu den prominentesten Kritikern der geplanten Abfahrt gehört Felix Neureuther. Der ehemalige deutsche Skirennfahrer, der mittlerweile als Experte für die ARD tätig ist, äussert grosse Bedenken am Rennen: «Der Skisport hat die grosse Aufgabe, seine Glaubwürdigkeit zu bewahren. Mit einer Abfahrt anfangs November auf einem Gletscher und zu einem Zeitpunkt, wo die Gletscher schmelzen, macht man sich angreifbar.»

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Neureuther: «Mit solchen Projekten macht man sich angreifbar»
Aus Sport-Clip vom 25.10.2021.
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OK-Präsident Franz Julen sieht derweil die Nachhaltigkeit als grosse Stärke des Projekts. 95 Prozent der Pistenfläche bestehe bereits, zwei Drittel der Strecke sei auf dem Gletscher, den man nicht bewässern muss. «Für uns ist das eines der nachhaltigsten Skirennen, die es überhaupt gibt.»

Braucht der Skisport Innovationen?

Mit einem Start auf fast 4000 Meter über Meer und einer grenzüberschreitenden (Schweiz-Italien) Strecke würde die Abfahrt in neue Dimensionen vorstossen. Das sei auch dringend nötig, denn in den letzten Jahren hat sich im Skisport gemäss Julen nicht viel getan. «Das Projekt bringt neue innovative Ideen, auf die der Skisport dringend angewiesen ist.»

Neuerungen dieser Art, wie etwa auch Parallelrennen, beäugt Neureuther jedoch kritisch. Die geschichtsträchtigen Abfahrten von Wengen und Kitzbühel seien die erfolgreichsten Rennen im Weltcupkalender. «Der Skisport würde sich einen Gefallen tun, wenn er sich auf die traditionellen Formate beschränkt.»

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Neureuter: «Extreme Neuerungen tun dem Sport nicht gut»
Aus Sport-Clip vom 25.10.2021.
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Die ersten Rennen oberhalb von Zermatt sollen im nächsten Jahr stattfinden. 2023 wird der Weltcup ein erstes Mal am Fusse des Matterhorns Halt machen. Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern sind je eine Abfahrt und ein Super-G geplant.

SRF zwei, sportpanorama, 24.10.2021, 18:00 Uhr;

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26 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Gebauer  (Mäde)
    Die Skirennfahrer/innen verbringen die ganze Skivorbereitung auf dem Gletscher. Dort herrschen im November, schönes Wetter vorausgesetzt, beste Bedingungen. Es ist keine Beschneiung nötig, wie in allen anderen Welt Cup Orten. Probleme sehe ich beim Wind. Die Strecke ist im oberen Teil stark windanfällig. Zudem sind die Athlet/innen auf dieser Höhe konditionell enorm gefordert. Der Ski Weltcup kann nicht alleine von Kitzbühel und Wengen leben, er braucht dringend Innovation.
    1. Antwort von Marc Nager  (Manager)
      Ja genau, und gerade diese Skivorbereitung würde dann für mind. einen Monat ausfallen & die Profis müssten nach Übersee ausweichen. Beschneiung ist auch auf dem Gletscher nötig (siehe Sölden), oder meinen Sie, es wird auf Eis gefahren? Der Skiweltcup lebt nicht nur von Kitzbühel & Wengen, sondern von jeder einzelnen Station & das Letzte, was der Skisport braucht, ist Innovation, sondern eine Rückdimensionierung. Sog. Fortschritt ist meist tatsächlich Rückschritt. Unsinn schreiben kann jede/r…
  • Kommentar von Felix Burch  (Fritzli)
    Felix Neureuther,und all die gut Klima Befürworter im Skizirkus,sollten mal darüber nachdenken, wie ökologisch dass Sie unterwegs sind.Um die ganze Welt jetten,mit dem Auto die Luft verpesten usw.Immer auf heile Welt,auch im Swiss Ski Team gibt es solche Weltverbesserer. Die Umweltschützer,immer nur heulen,aber zwei Autos in der Garage.Mehr als 90% der Piste sind in Zermatt/Cervinia verbanden.Hört einfach auf zu kritisieren. Amen.
    1. Antwort von Marc Nager  (Manager)
      Wenn Sie die geringste Ahnung hätten, wie auch sogenannt “vorhandene” Skipisten von oben bis unten mit Kunstschnee beschneit werden, würden Sie hier nicht solchen Unsinn verbreiten. JEDES Skirennen findet seit Jahrzehnten auf Kunstschnee statt & es gibt jetzt schon viel mehr Orte, die Weltcups durchführen könnten, als es überhaupt Rennen gibt. Dann braucht es also noch eins mehr?Grössenwahn im Fussball reicht nicht? Auch im Ski nötig? So ein Schwachsinn! Weniger ist heutzutage meistens mehr.
  • Kommentar von Stefan Gisler  (GiJaBra)
    Völlig überflüssig, wie auch Skirennen im Oktober oder November. Dem Julen geht es nur ums Geld und Zermatt. Die kriegen den Hals nicht voll genug und möchten hier nur mehr Hotelbetten auslasten in der flauen Zeit. Haben, wollten 50 Jahre keine Rennen, ware zu schick dafür nun gibt schon genug Rennen diese braucht es nicht auch noch.
    1. Antwort von Hans Fürer  (Hans F.)
      Ich teile diese Ansicht voll und ganz. Gewisse Leute finden für rein kommerzielle Ideen immer wieder gutklingende Ausreden.