Swiss-Ski will bei Selektionen ein Auge zudrücken

Aufgrund der ausbleibenden Resultate im Weltcup sieht sich Swiss-Ski gezwungen, bei der Selektion für die WM in Schladming nicht die harte Linie zu fahren. Insbesondere junge Talente dürfen auf einen Startplatz hoffen.

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Bildlegende: Slalom-Hoffnung Ramon Zenhäusern war in Adelboden und Wengen bester Schweizer - darf er zur WM? Keystone

Mit Didier Défago, Carlo Janka, Patrick Küng und Markus Vogel haben nur gerade 4 Fahrer die Kriterien von Swiss-Ski (1 Platzierung in Top 7 oder 2 in Top 15) für eine WM-Selektion erfüllt. Nun hat Präsident Urs Lehmann erklärt, Nachsicht walten zu lassen.

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Hujara tauscht Kostelic aus

FIS-Renndirektor Günter Hujara hat Ante Kostelic, den Vater von Ivica, kurzerhand als Kurssetzer ausgetauscht. Dieser habe für den Slalom vom Sonntag einen unfahrbaren Kurs gesetzt. Kostelic wurde durch den für den italienischen Verband arbeitenden Franzosen Jacques Théolier ersetzt.

Ziel des Verbandes ist es, in allen Disziplinen das Start-Kontingent von 4 Athleten zu nutzen. «Wir haben Leute mit Potenzial, auch wenn sich einige von ihnen im einem Leistungsloch befinden», begründete Lehmann das Abrücken von den Selektionskriterien.

Zenhäusern, Aerni und Caviezel dürfen hoffen

«Es gilt alle Chancen zu nutzen, und wenn diese auch nur ein Prozent betragen», so Lehmann. Hoffnungen auf eine Selektion dürfen sich nach den Worten des Präsidenten vor allem junge Talente machen. Lehmann nannte explizit Ramon Zenhäusern, Luca Aerni und Gino Caviezel als mögliche WM-Teilnehmer.

Swiss-Ski wird die Liste der Selektionierten am kommenden Mittwoch bekanntgeben.