Gian-Franco Kasper: «FIFA denkt, sie seien Götter»

Gian-Franco Kasper, der Präsident des internationalen Skiverbands FIS, hat sich am Rande der Ski-WM in Vail/Beaver Creek über die FIFA beschwert. Den 71-jährigen Engadiner ärgern die Alleingänge des Welt-Fussballverbands.

Gian-Franco Kasper schaut skeptisch. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Übt Kritik Gian-Franco Kasper ist über Sepp Blatters Pläne nicht amüsiert. EQ Images

Gian-Franco Kasper nahm im Interview mit der DPA kein Blatt vor den Mund. Der FIS-Präsident kritisierte, dass der Wintersport für Präsident Joseph Blatter und die FIFA «nicht existent» sein.

Damit spielte Kasper auf die Überlegungen der FIFA an, die nach Katar vergebene WM 2022 in den Winter zu verlegen. Einwände gegen diese Idee blieben vom Fussball ungehört. «Die FIFA hat noch nie auf jemanden gehört», klagte Kasper.

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1:10 min, aus Tagesschau am Mittag vom 16.5.2014

Kollision mit Olympia droht

Verlegt die FIFA ihre WM in 7 Jahren tatsächlich in den Februar, wäre diese zeitgleich mit den Olympischen Winterspielen. Das sei der FIFA egal, wie Kasper sagte. Auf einen Brief im Namen aller Wintersportverbände an Herrn Blatter habe er keine Reaktion erhalten.

«Bei der FIFA denken sie, dass sie Götter sind, und sie handeln auch dementsprechend. Die kümmern sich um gar nichts», so Kasper. Das Problem sei jedoch nicht Blatter als Person, sondern generell die Macht des Fussballs.