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Ski alpin allgemein Im Nachwuchs überragend, im Weltcup mittelmässig – weshalb?

In Lillehammer und Sotschi hat der Schweizer Ski-Nachwuchs überragend abgeschnitten. Aber nicht viele Talente schafften zuletzt den Durchbruch im Weltcup. Nachwuchs-Chef Beat Tschuor betreibt Ursachenforschung.

Legende: Audio Wie kommt der Schweizer Nachwuchs an die Spitze? abspielen. Laufzeit 02:49 Minuten.
02:49 min

An den Olympischen Jugendspielen in Lillehammer sowie an der Junioren-WM in Sotschi gehörte der Schweizer Ski-Nachwuchs zur absoluten Weltspitze:

  • In Norwegen holten die Skifahrer drei goldene Medaillen, eine silberne sowie zwei bronzene Auszeichnungen.
  • In Russland stellte die Schweiz die erfolgreichste Delegation: Der Nachwuchs von Swiss-Ski gewann dreimal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze.
Beat Tschuor.
Legende: Nachwuchs-Chef Beat Tschuor. Keystone

Trotz hervorragender Resultate im Nachwuchsbereich gelang es dem Schweizer Verband in der Vergangenheit nicht oft, Talente auch im Weltcup an die Spitze heranzuführen. Dagegen konnten sich bei Nationen wie Österreich oder Norwegen viele Talente auch auf höchster Stufe durchsetzen. Weshalb gelingt das der Schweiz nicht? Beat Tschuor, Nachwuchs-Chef von Swiss-Ski, hat die folgenden Gründe ausgemacht:

  • Es braucht mehr harte, eisige und permanente Pisten: «Da haben wir Aufholbedarf, international gesehen ist das ein Manko.»
  • Es braucht mehr Geduld: «Wir müssen cleverer werden.»
  • Es braucht mehr Sorgfalt und Aufklärung bezüglich Verletzungen: «Der Körper ist das Gut.»

Wo Tschuor bei den Strukturen ansetzen würde und was die Eltern damit zu tun haben, erfahren Sie im obenstehenden Beitrag.

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 8.3.2016, 18:45 Uhr

TV-Hinweis

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In der «sportlounge» vom 14. März diskutieren Slalomweltcup-Gewinnerin Corinne Schmidhauser, Swiss-Ski-Direktor Markus Wolf und SRF-Ski-Experte Michael Bont über die Zukunft der Skination Schweiz.

16 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden, Kt. Zürich
    "Der Körper ist das Gut" & allerhöchstes Gut ist die Gesundheit. Das "beisst" sich aber mit der Forderung nach härteren & eisigeren Pisten, wo das Risiko, dass Athleten sich bei Stürzen oder durch Schläge schwerer verletzen viel höher ist. Rennen auf weicheren Pisten wären zwar für Zuschauer weniger spektakulär & weniger schnell, dafür sicherer für die Sportler.
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  • Kommentar von Kurt Oswald, Luzern
    Ich sehe andere Probleme. Zum einen hatte das Schweizer Nationalteam Pech mit Verletzungen (Beltrametti, Albrecht, Berthod, Gini usw.) Diese Athleten hätten Swissski eigentlich tragen sollen die letzten Jahre. Dadurch kamen die Jungen viel mehr unter druck. Gut zu sehen am Beispiel Reto Schmidiger oder Christian Spescha. Die wurden komplett verheizt. Hinzu kommt noch die ewige Konkurrenz zwischen den Walliser und Bündern, die sich gegenseitig keinen Rappen gönnen und sich ausbremsen...
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    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Etwas Konkurrenz im eigenen Team zu haben schadet nie. Bestes Beispiel dafür die Norweger sind. Aber dass es bei Swiss-Ski ein ewiger Konkurrenzkampf zwischen den Wallisern & Bündern gibt, sie sich gegenseitig ausbremsen, stimmt nun wirklich nicht. Zudem sind Skiläufer Einzelkämpfer & dass sie als Team wunderbar funktioneren, zeigen die jeweiligen Team-Events auf, wo die Schweizer sehr erfolgreich sind.
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  • Kommentar von Beat Reuteler, Bützberg
    Hr. Tschuor weiss wahrscheinlich noch etwas mehr als er hier in der Presse verrät. Aber es lässt sich nicht verdrängen dass die Ausbeute von Verbänden mit teilweise wesentlich schmalerer Basis höher ist. Ob Norwegen so viel mehr permanente und eisige Pisten hat scheint zumindest fraglich.
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