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St. Moritz 2017 Aerni erobert sensationell Kombi-Gold, Caviezel holt Bronze!

Luca Aerni hat in der Alpinen WM-Kombination allen Favoriten die Stirn geboten und sich mit einer grandiosen Aufholjagd zum Weltmeister gekrönt. Mauro Caviezel machte mit Bronze den Schweizer Freudentag perfekt.

Das Podest

  • 1. Luca Aerni (Sz)
  • 2. Marcel Hirscher (Ö) +0,01
  • 3. Mauro Caviezel (Sz) +0,06

Der Weltmeister in der Alpinen Kombination 2017 heisst Luca Aerni! Der Berner fand im Slalom die perfekte Linie und schaffte eine schier unglaubliche Aufholjagd: Nach der Abfahrt 30. startete Aerni als Erster in den Slalom und liess alle anderen hinter sich. Mauro Caviezel sorgte als Dritter für eine weitere Schweizer Medaille, Favorit Marcel Hirscher wurde Zweiter.

Vorbote Hirscher

Als Aerni in der Leaderbox Platz genommen hatte, dauerte es etwa 3 Minuten ehe feststand: Ihm war hier Grosses gelungen. Denn zu diesem Zeitpunkt kam Hirscher ins Ziel – und klassierte sich um eine winzige Hundertstelsekunde hinter Aerni. Spätestens als auch Alexis Pinturault an der Zeit des Berners scheiterte, kündigte sich die Sensation definitiv an.

Die weiteren Schweizer

  • 6. Justin Murisier (+0,49)
  • 7. Carlo Janka (+0,68)
Legende: Video Murisier glänzt in der Kombi-Abfahrt abspielen. Laufzeit 2:05 Minuten.
Vom 13.02.2017.

Mit einer fulminanten Abfahrt war Justin Murisier, der nur rund eine Sekunde auf den Halbzeitführenden Romed Baumann einbüsste, zum Geheimfavoriten gerast. Doch auch er konnte nicht mit der sensationellen Fahrt Aernis mithalten.
Mauro Caviezel (14. nach der Abfahrt) zeigte einen hervorragenden Slalom und katapultierte sich auf Rang 3. Carlo Janka verlor im technischen Teil der Kombination etwas Zeit auf die Besten, wurde aber guter 7.

Die Enttäuschung

Nichts mit der Entscheidung zu tun hatte Topfavorit Pinturault. Der Franzose verlor in der Abfahrt als 20. zwar lediglich 1,46 Sekunden auf die Bestzeit, konnte jedoch im Slalom nicht seine gewohnte Leistung abrufen. Schliesslich landete er auf dem 10. Platz. Pinturault beklagte die schnell nachlassende Piste: «Ich war im Ziel schon überrascht über meinen Rückstand. Ich habe kaum Fehler gemacht, aber bei diesen Bedingungen war nicht mehr möglich.»

Gold zum Dritten

Aerni eroberte damit nach Wendy Holdener und Beat Feuz bereits die dritte Goldmedaille für das Swiss-Ski-Team. Im Weltcup war der 23-Jährige bislang nicht über zwei 5. Ränge im Slalom hinausgekommen. Nun gelang Aerni der grosse Exploit zum exakt richtigen Zeitpunkt.

Das weitere WM-Programm

  • Team-Event am Dienstag
  • Riesenslalom Frauen am Donnerstag
  • Riesenslalom Männer am Freitag

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 13.2.2017, 09:00 Uhr

37 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden (E. W.)
    Jep, das passte! Hervorragend gemacht! Immer an unser Ski Team geglaubt, fühl ich mich diese Tage grad auch einwenig goldig, einwenig silbrig & einwenig bronce!:-) Herzliche Gratulation ans ganze Team! 2 auf dem Podest, alle vier Fahrer in den Top 10, ist halt, wo Schweiz draufsteht, auch Schweiz drin! "Freunde herrscht!"
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
    Auch wenn ich das sehr begrüsst habe das Aerni heute startet, muss ich sagen das ich Positiv von seiner Leistung überrascht wurde. Da haben unser Medaillen Hoffnungsträger Ihre Leistungen nicht 100% abrufen können und dan springen die beiden andern so toll ein. Ich zieh den Hut.
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Das war eben Teamwork! Mit Hirscher auf dem 2. Rang, wäre Caviezel, hätten sich Yule oder Janka einen Podestplatz geholt vom Podest gerutscht. Mit Hirscher auf dem 3. Rang, wäre das weniger schlimm gewesen.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Jetzt mit der Goldmedaille im Rücken könnte Aerni beim kommenden Slalom befreiter auffahren und sein grosses technisches Können mit 2 guten Läufen demonstrieren. Die Kurssetzung dürfte allerdings anspruchsvoller und mit mehr Tücken versehen sein.Aerni hat Selbstvertrauen getankt und wäre zu einer tollen Show fähig, wenn das Mentale passt.
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