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Weltcup Frauen Vonn schlägt in «Lake Lindsey» wieder zu

Lindsey Vonn hat in der Abfahrt von Lake Louise ihren 16. Weltcup-Sieg im kanadischen Skiort gefeiert. Lara Gut und Fabienne Suter werden zeitgleich Sechste.

Das Podest

  • 1. Lindsey Vonn
  • 2. Cornelia Hütter + 0,58 Sekunden
  • 3. Ramona Siebenhofer + 1,07
Legende: Video «Lindsey Vonns Schrecksekunde» abspielen. Laufzeit 0:20 Minuten.
Vom 04.12.2015.

Lindsey Vonn und Lake Louise – das passt trotz durchzogener Vorbereitung auch 2015 perfekt. Die Amerikanerin, die wegen einer Knöchelfraktur nur einen Trainingstag in der Abfahrt hinter sich hat, heimste im kanadischen Skiort ihren sage und schreibe 16. Weltcup-Sieg ein – den 13. in der Abfahrt. Die 31-Jährige legte 58 Hundertstel und mehr zwischen sich und die Konkurrenz, obwohl sie nach einem Verschneider das Ausscheiden nur knapp verhindern konnte. Damit ist die Rekordhalterin bei 68 Weltcup-Siegen angelangt.

Hinter Vonn freute sich Cornelia Hütter im ersten Speed-Rennen des Winters über Rang 2. Die 23-jährige Österreicherin, die das 1. Training dominiert hatte, fuhr im Weltcup zum zweiten Mal nach Val d'Isère 2013 auf das Podest. Den 3. Platz sicherte sich überraschend Hütters Landsfrau Ramona Siebenhofer, die erstmals in ihrer Karriere in die Top 3 fuhr. In der Abfahrt war die 24-Jährige zuvor noch nie unter den ersten 15 klassiert gewesen.

Die Schweizerinnen

  • 6. Lara Gut + 1,40 Sekunden
  • zeitgleich Fabienne Suter
  • 20. Corinne Suter + 2,42
  • 29. Denise Feierabend + 3,24

Lara Gut verpasste bei windigen Bedingungen zwar ihren 2. Podestplatz des Winters, doch die Tessinerin konnte sich als Sechste über ihr bestes Abfahrtsergebnis überhaupt in Lake Louise freuen (zuvor Rang 8 2011). Zeitgleich mit Gut belegte Fabienne Suter mit 1,40 Sekunden Rückstand den guten 6. Rang.

Legende: Video «Corinne Suter auf dem Weg zum Karriere-Bestresultat» abspielen. Laufzeit 2:10 Minuten.
Vom 04.12.2015.

Corinne Suter fuhr erst zum 3. Mal in die Punkte und realisierte das beste Weltcup-Resultat ihrer noch jungen Karriere. Die 21-jährige Schwyzerin büsste 2,42 Sekunden auf Vonns Marke ein und belegte Rang 20. Erfreulich war zudem, dass Technik-Spezialistin Denise Feierabend als 29. zum zweiten Mal in der Abfahrt punktete. Mirena Küng (33.), Priska Nufer (38.) und Joana Hählen (out) verpassten die Top 30.

Die Überraschungs-Frau

Neben dem Namen Siebenhofer rieb man sich auch ob der Viertplatzierten im Klassement die Augen: Margot Bailet. Die aus Nizza stammende Französin war im Weltcup vorher wie Siebenhofer erst zweimal in die Top 10 gefahren, allerdings beide Male nicht in einer Abfahrt. In Lake Louise verpasste sie die Podestpremiere um knappe 9 Hundertstel.

Die Stimmen zum Rennen

  • Lindsey Vonn: «Ich hatte keinen perfekten Lauf, und ich bin auch nicht unschlagbar. Die jungen Mädels kommen stark, aber zum Glück habe ich es wieder mal geschafft.»
  • Lara Gut: «Es war etwas eine Lotterie. Wind und Sonne wechselten sich immer wieder ab. Es wäre mehr möglich gewesen, doch immerhin bin ich Sechste.»
  • Fabienne Suter: «Es wäre tatsächlich mehr drin gelegen. Doch das macht die Lust auf die zweite Abfahrt nur grösser.»

Das weitere Programm

In Lake Louise geht es Schlag auf Schlag weiter: Bereits am Samstag steht die zweite Abfahrt des Winters an (ab 20:40 Uhr auf SRF zwei). Am Sonntag folgt dann der erste Super-G der Saison.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 4.12.2015, 20:40 Uhr

7 Kommentare

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  • Kommentar von Daniele, Obergösgen
    Danke Lindsay Vonn das Du gepatzt hast, sonst wäre es für die Konkurrenz noch Peinlicher geworden. Die beiden Sutter & Gut haben gute aber keine überragenden Leistungen gebracht. Der Rest war einfach nur Schwach, Das Feierabend so gelobt wird, fehlt mir das Verständnis, bei 53 Gestarteten und nur gerade 50. Klassierten, darf man unkte voraussetzen! Wenn man sieht das Österreich schon wieder 2 Junge auf dem Podest hat, eine weiter unter den ersten zehn, dann Frage ich mich, wie trainieren unsere?
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    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Wie waren jetzt die Prognosen für die Schweizer/Innen? Keine wird man diese Saison unter den Top 30 finden? Nun haben es schon gestern 4 Fahrer/Innen in die Top 10 geschafft! Gratulation auch an die Mädels für Rang 6! Die Vonn würde ich gerne einmal mit hoher Startnummer fahren sehen. Dito bei den Männern Svindal, Hirscher & Co. Wäre dann vermutlich wie bei einem Ü-Ei. Rennen voller Überraschungen!:-)
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    2. Antwort von Beat Reuteler, Bützberg
      Daniele, vermutlich fehlt Ihnen das Verständnis für den Skisport generell, denn wenn Sie ernsthaft denken dass bei einer Slalomspezialistin in der Abfahrt "Punkte vorausgesetzt" werden können, sagt das viel aus. Ich freue mich einfach an den Resultaten, natürlich besonders an den Top 10 Fahrten. Es gibt keine Peinlichkeiten, auch wenn Fr. Vonn mit 2s oder mehr Vorsprung gewonnen hätte. Wer weiss was es braucht um bei so einem Rennen überhaupt starten zu können, weiss auch das.
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    3. Antwort von Daniele, Obergösgen
      Beat Reuteler, Feierabend ist schon lange keine Slalomspezialistin mehr. Sie fährt schon seit 2 Jahren regelmässig Apfarten, da auf hinsicht auf die Kombis. Herr Waeden, Hirscher & Svindal haben Ihre Startnummer nicht geschenkt bekommen, de muss man sich Erarbeiten. Immer dies Entschuldigungen wegen der Startnummern, die sind einfach lächerlich, man muss einfach sich Eingestehen das wir den Anschluss Verpasst haben, wenn Sie es nicht Glauben wollen, dann sehen Sie sich das Nationenklassament an.
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    4. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Werter Herr Daniele: Anschluss verpasst? Wenn Sie das so sehen wollen, sind Sie nicht nur auf einem Auge blind! Und gewinnen ist auch immer noch ein wenig Glückssache. Wenn Jansrud & Svindal es nicht aufs Podest schaffen, werden sie meistens wie gestern weit nach hinten gespült. Da sind unsere Athleten betreffend ihrer Leistungen konstanter. Zuwar reichte es noch nicht aufs Podest, aber das kommt ganz sicher noch! Und nicht vergessen: Küngs Knie ist noch nicht ausgeheilt & Feuz fehlt noch.
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    5. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Und: Richtig Daniele, gute Startnummern müssen sich Athleten/Innen erarbeiten. Aber leider nicht jede Saison wieder neu. Da sollten eben alle, welche sich für den WC qualifizieren wieder bei Null anfangen müssen. Meine, wir würden viel mehr Überraschungen erleben, die Rennen wären so wieder viel offener & würden nicht für ein paar Jahre immer von denselben dominiert.
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  • Kommentar von Thomas Schweizer, Schweiz
    Geldmässig haben es keine der Sportlerinnen nötig - Ist Alles bezahlt Bei diesem Betreuungsstab kann man nur gute Resultate erwarten.
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