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Weltcup Männer Beat Feuz: «Die Leute haben mich nicht vergessen»

Vor zwei Jahren feierte Beat Feuz in Wengen den grössten Sieg seiner Karriere. Nun kehrt der Berner nach langer Leidenszeit ans Lauberhorn zurück und warnt vor übertriebenen Erwartungen.

Legende: Video Beat Feuz zurück in Wengen («sportaktuell», 14.01.2014) abspielen. Laufzeit 02:28 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 14.01.2014.

Beat Feuz gelang mit seinem Sieg am Lauberhorn im Januar 2012 der grosse Durchbruch. Endlich war das verletzungsanfällige Super-Talent zum Siegfahrer geworden, Feuz schien nahtlos in die grossen Fussstapfen eines Didier Cuche zu treten.

Legende: Video 2012: Die Siegesfahrt von Beat Feuz abspielen. Laufzeit 03:28 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 14.01.2012.

Doch die Verletzungshexe meldete sich zurück. Feuz hatte erneut mit Knieproblemen zu kämpfen und musste auf die gesamte Weltcup-Saison 2012/2013 verzichten. Nach Knieoperation und einer langen Therapie kehrte er in der aktuellen Saison in den Weltcup-Zirkus zurück.

«Diese Form habe ich noch nicht»

Feuz ist jedoch noch nicht der Feuz von 2012 - sein Comeback verläuft nur zögerlich, auch wenn er im Dezember in der Abfahrt von Beaver Creek bereits wieder einen 6. Rang herausfuhr.

In Wengen warnt Feuz denn auch vor übertriebenen Erwartungen: «Man darf nicht mit einem Resultat wie 2012 rechnen, denn diese Form habe ich noch nicht», sagt er. Sein Ziel sei es vorerst, den Rennrhythmus wieder zu finden und mit Blick auf die Zukunft die Reaktionen seines Knies kennenzulernen. «Mit einem 15. Rang wäre ich zufrieden. Am Start oben werde ich mir aber sicher ein höheres Ziel setzen», erklärt Feuz lachend.

Nach den Rennen von Gröden legte Feuz über den Jahreswechsel zuletzt eine Wettkampfpause ein, liess die Abfahrt von Bormio aus: «Ich habe nach Gröden eine Pause benötigt. Es war zwar nichts Schlimmes, aber ich verspürte wieder Schmerzen nach den vielen Sprüngen dort. Ich konnte anschliessend ein paar Tage gut trainieren und hoffe nun, für Wengen wieder fit zu sein», so Feuz.

Mit Instinkt und Gespür

Geholfen hat Feuz in diesen schwierigen Zeiten sein immenses Talent. Sein Instinkt und sein Gefühl für den Schnee erlauben es ihm, trotz vergleichsweise wenigen Trainingstagen auf Schnee mit der Konkurrenz mitzuhalten: «Das ist überlebenswichtig für mich. Ohne diese Fähigkeiten wäre ich im Weltcup nirgendwo», sagt der Schangnauer.

Unverändert ist seine Popularität am Fuss von Eiger, Mönch und Jungfrau: «Es wollen immer noch viele Leute etwas von mir, obwohl ich ein Jahr weg war und gar nicht zu den Favoriten gehöre. Es ist schön zu spüren, dass die Leute mich nicht vergessen haben.»

6 Kommentare

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  • Kommentar von W. E, H
    In der Formel 1 wird nach Trainings-Zeiten gestartet. So werden die Karten bei jedem Rennen neu gemischt. Könnte doch auch im Ski- Alpin-Sport eingeführt werden. Bei 2 Trainingsfahrten gilt die bessere Zeit. Vielleicht gäbe es dann wieder viel mehr Überraschungen & die Rennen würden wieder spannender. Auf alle Fälle wünsche ich B. Feuz, dass das Knie hält & ihm und seinen Kollegen viel Glück und gutes Gelingen für die Rennen in Wengen! Hopp Schwiizer!!!!!!
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    1. Antwort von Tom, Sursee
      Hatten wir schon. Mit der Folge, dass alle gepokert haben in der Hoffnung eine tiefe Nummer zu erhalten. Und wie soll das in den Disziplinen Super-G, Riesenslalom und Slalom funktionieren?
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    2. Antwort von W. E, H
      Verstehe ich jetzt nicht? Man müsste doch im Training einfach gut fahren, um eine tiefere Startnummer zu haben. Und wie rasch sich Pisten-Verhältnisse bis zum Rennen verändern können, wissen wir ja. Und die Athleten können es auch nicht schon im voraus wissen. So betrachtet spielt nur das Wetter Poker!:-) Für die Fahrer gilt nur, schon im Training Gas geben & gut fahren! Für Slalom & RS würde es natürlich nur für den 1. Lauf gelten. Der 2. Lauf dann nach Resultat wie es jetzt üblich ist.
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    3. Antwort von Tom, Sursee
      Die Regelung galt um das Jahr 2000 während einiger Saisons. Der Trainingsschnellste startete mit der Nr. 30, der 30. des Trainings mit der 1 und ab Trainginsplatz 31 mit der Nummer des jeweiligen Ranges. Konsequenz: Jeder wollte im Training 30. werden. In den Disziplinen Super-G, Riesenslalom und Slalom ist die Regel ganz einfach nicht anwendbar, weil es überhaupt keine Trainings gibt. Man muss sich die Startnummer in der Weltrangliste erarbeiten.
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  • Kommentar von tina, bern
    viel glück beat! hoffe du kriegst eine frühe Startnummer und dein Knie macht alles gut mit.
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    1. Antwort von Tom, Sursee
      Als 12. der WC-Startliste wird Feuz eine Startnummer zwischen 8 und 15 kriegen. Ebenso Küng (14. in der WCSL), Defago 1-7 oder 23-30 (21. in der WCSL). Alle anderen Schweizer starten nicht in den ersten 30.
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