Das Glück war Svindal im Wetter-Chaos am Lauberhorn hold

Im 10. Anlauf hat es endlich geklappt: Aksel Svindal gewinnt die Lauberhorn-Abfahrt. Der Norweger profitierte allerdings vom Wetter-Glück. Der Nebel machte vielen Konkurrenten einen Strich durch die Rechnung. Carlo Janka fuhr in die Top 10.

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Aksel Svindals Sieg-Premiere am Lauberhorn

4:09 min, aus sportaktuell vom 16.1.2016

Das Podest

  • 1. Aksel Svindal (No) 1:48,79
  • 2. Hannes Reichelt (Ö) +0,19
  • 3. Klaus Kröll (Ö) +1,52

Saison-Dominator vor Titelverteidiger vor Champion 2011: Das Lauberhorn-Podest ist kein Zufalls-Podest. Dennoch muss relativiert werden. Die ersten Fahrer profitierten von deutlich besseren (Sicht-)Verhältnissen. Nach 21 Athleten musste das vom Kombi-Start oberhalb des Hundschopfs gestartete Rennen wegen Nebel für 20 Minuten unterbrochen werden. Nach der Nummer 25 folgte gar eine über halbstündige Pause.

Einer der grossen Leidtragenden war Mitfavorit und Kombi-Gewinner Kjetil Jansrud. Mit Nummer 22 war er chancenlos und fuhr mit grossem Rückstand auf Rang 12. Selbst Reichelt (Startnummer 19) meinte: «Die Sicht war teils grenzwertig». Nach der Nummer 25 folgte die nächste lange Pause. Erst als der 30. Fahrer das Starthaus verlassen hatte, konnte die Abfahrt gewertet werden.

Die Schweizer

  • 8. Carlo Janka +1,79
  • 11. Beat Feuz + 1,98
  • 20. Marc Gisin +2,89
  • 28. Nils Mani +3,25
  • 46. Ralph Weber +4,92

Die Schweizer schnitten im Rahmen ihrer Möglichkeiten ab. Janka (Nummer 13) verlor wie auch Feuz (Nummer 12) ganz oben schon Zeit auf Svindal. In «Langentreien» kamen entscheidende Zehntel dazu. Auf Platz 3 fehlten dem Obersaxer indes nur 27 Hundertstel.

Feuz darf mit seinem Rennen zufrieden sein. Bei seinem Comeback zeigte er eine solide Fahrt ohne grosse Fehler. Er hielt den Rückstand auf Svindal unter 2 Sekunden. Für Gisin lag nicht mehr drin. Mit Startnummer 24 hatte er keine Aussichten auf einen Top-10-Platz.

Svindal versöhnt sich mit Wengen

Vor 13 Jahren bestritt Svindal erstmals in Wengen ein Weltcuprennen (einen Slalom); ausser 2008 und 2015 war er immer im Berner Oberland am Start. In dieser Zeit fuhr er 9 Mal die Abfahrt – ein 3. Platz war das höchste der Gefühle.

«Es war heute nicht ganz fair»

2:04 min, vom 16.1.2016

Im 10. Anlauf kam nun endlich die Erlösung: Svindal liess sich als 2. Norweger nach Lasse Kjus 1999 in die Siegerliste am Lauberhorn eintragen. Dass er einer der Profiteure des Wetter-Chaos' war, trübte seine Freude jedoch ein wenig. Doch auch bei gleichbleibenden Verhältnissen hätte der Sieger wohl Svindal geheissen. «Mir ist von oben bis unten eine gute Fahrt gelungen», sagte der 33-Jährige.

Das weitere Programm

Nach den Allroundern (Freitag) und den Speed-Spezialisten (Samstag) sind am Sonntag in Wengen die Techniker an der Reihe. Auf dem Programm steht der traditionelle Slalom am Lauberhorn (10:25/13:20 Uhr live SRF zwei). Danach zieht der Fahrer-Tross nach Kitzbühel weiter.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 16.1.16, 11:45 Uhr