Österreich jammert: «ÖSV-Abfahrer unterirdisch»

Während die Norweger in Val d'Isère nicht mehr aus dem Feiern raus kommen, herrscht beim ÖSV-Team bereits Katerstimmung. Im österreichischen Blätterwald hagelt es Kritik.

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Bildlegende: Katerstimmung Ein Blick in die österreichischen Online-Medien. Screenshot SRF

Für die norwegischen Athleten hat der Speed-Winter mit Kjetil Jansruds Doppelschlag perfekt begonnen. Während Max Franz Österreich mit Platz 10 im Super-G am Freitag noch in den vorderen Ranglistenpositionen vertreten hatte, setzte es für Team Austria in der Abfahrt tags darauf mit dem fünftschlechtesten ÖSV-Abfahrtsergebnis aller Zeiten eine Schmach ab.

«  Das ist einfach nicht würdig. »

ÖSV-Sportdirektor Hans Pum

Mit Abfahrts-Olympiasieger Matthias Mayer als 17. sorgte notabene derjenige Athlet für das beste Ergebnis, der seit dem Bruch zweier Brustwirbel vor einem Jahr erst das zweite Rennen bestritten hatte. Die österreichischen Tageszeitungen hielten im Anschluss nicht mit Kritik zurück. Die Schlagzeilen:

  • Kronenzeitung: «Nächste Ohrfeige! ÖSV-Abfahrer bei Jansrud-Erfolg unterirdisch»
  • Österreich: «Mega-Debakel für ÖSV - Norweger siegen erneut»
  • Der Standard: «Nächstes ÖSV-Debakel in der Abfahrt»
  • Kleine Zeitung: «Jansrud zum zweiten und die nächste Watsch'n»
  • Kurier: «Abfahrts-Enttäuschung für ÖSV-Herren»

Doch nicht nur das Urteil der Medien fiel harsch aus, sondern auch das der Experten. ORF-Experte Hans Knauss fragte: «Wo ist die Freude hin, das Selbstvertrauen? Es geht unserern Fahrern auch technisch alles zu schnell.» ÖSV-Sportdirektor Hans Pum schimpfte: «Das heute tut einfach weh, mir tut es leid für die Skifans. Das ist einfach nicht würdig.»

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Jansrud gewinnt auch die Abfahrt

3:28 min, aus sportaktuell vom 3.12.2016

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 03.12.16, 10:40 Uhr