Svindal fährt in einer anderen Liga

Nach den beiden Siegen in der Abfahrt und im Super-G von Lake Louise gewinnt Aksel Svindal auch die Abfahrt von Beaver Creek. Auf der «Birds of Prey» kann ihm einzig sein Landsmann Kjetil Jansrud das Wasser reichen. Bester Schweizer ist Carlo Janka auf Platz 5.

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Zusammenfassung Abfahrt in Beaver Creek

3:37 min, aus sportaktuell vom 4.12.2015

Das Podest

  • 1. Aksel Svindal
  • 2. Kjetil Jansrud, +0,30 Sekunden
  • 3. Guillermo Fayed, +0,70

Unschlagbar: Svindal gelingt die perfekte Fahrt

1:54 min, vom 4.12.2015

Aksel Svindals Rennen war eine einzige Demonstration. Dem Norweger gelang die perfekte Fahrt. Alle, die vor ihm gestartet waren, liess er alt aussehen.

Der Einzige, der einigermassen mit dem Doppelsieger von Lake Louise mithalten konnte, war sein Landsmann Kjetil Jansrud. Jener Jansrud, der letztes Jahr (in Svindals Abwesenheit) ebenfalls die ersten drei Speedrennen gewonnen hat.

An 3. Stelle, aber schon mit 0,70 Sekunden Rückstand auf den Sieger, folgte der Franzose Guillermo Fayed. Hatte man im mittleren Teil der Strecke noch das Gefühl, dass der 30-Jährige nicht mehr um die Podestplätze mitreden könne, drehte er im unteren Teil auf.

Die Schweizer

  • 5. Carlo Janka, +0,97 Sekunden
  • 9. Patrick Küng, +1,25
  • 32. Fernando Schmed, +2,53
  • 33. Sandro Viletta, +2,55
  • ausgeschieden: Nils Mani, Marc Gisin

Jankas solide Fahrt

1:40 min, vom 4.12.2015

Sowohl Carlo Janka als auch Patrick Küng zeigten eine solide Fahrt. Beide wurden in ihrer Saisonvorbereitung von Verletzungen zurückgeworfen.

Janka kam ohne gröbere Fehler ins Ziel, übernahm zwischenzeitlich sogar die Führung. Allerdings war nach dem Bündner gleich Überflieger Svindal an der Reihe. Der Norweger sorgte dafür, dass Janka nicht sehr lange in der Leaderbox stehen durfte.

Svindals 5. Sieg in Beaver Creek

Für Svindal war es der 28. Weltcupsieg. In Beaver Creek feierte er seinen 5. Erfolg (3x Abfahrt, 1x Super-G, 1x Superkombination). An der WM letzten Winter gab er in Beaver Creek ein überraschend frühes Comeback, nur 4 Monate nach einem Achillessehnenriss. Zwar holte er keine WM-Medaille, doch er fuhr zwei Mal auf Platz sechs.

Die Stimmen

  • Patrick Küng: «Angesichts der Ausgangslage bin ich zufrieden mit dem unteren Teil. Den oberen Teil bin ich schlecht gefahren.»
  • Carlo Janka über die norwegische Dominanz: «Wenn man der Beste des restlichen Feldes ist, schafft man es vielleicht knapp noch aufs Podest.»
  • Aksel Svindal: «Ich habe diesen perfekten Saisonbeginn geschafft, weil ich mich gut vorbereitet habe, über exzellentes Material verfüge und mit der Nummer 1 in der Abfahrt trainiere.» (Anm. d. Red.: Er meint Jansrud, Disziplinensieger 2014/15)

Das weitere Programm

Am Samstag steht in Beaver Creek der Super-G (18.55, SRF zwei) auf dem Programm, bevor am Sonntag auch im Riesenslalom (20.15, SRF 2) um Weltcup-Punkte gekämpft wird.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 4.12.15, 18.45 Uhr.