«Velkommen i Norwengen!»

Norwegen siegt und siegt. Svindal hat mit seinem Abfahrts-Triumph dafür gesorgt, dass Wengen fest in norwegischer Hand bleibt. Und die Skandinavier könnten am Sonntag noch einen drauflegen.

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Kröll und Co. loben Lauberhorn-Sieger Svindal

6:30 min, vom 16.1.2016

17 lange Jahre musste Norwegen auf einen Sieg in der Lauberhorn-Abfahrt warten. Aksel Svindal sorgte für den erst 2. norwegischen Triumph im Klassiker. Der Saison-Dominator war nach den Rennen jedoch hin- und hergerissen, sein Sieg hatte einen faden Beigeschmack:

  • Svindal triumphierte «nur» auf der verkürzten und nicht auf der Original-Strecke.
  • Der Nebel sorgte nicht nur für mehrere Unterbrüche, sondern auch für unfaire Verhältnisse. Mitfavorit Kjetil Jansrud hatte mit der Startnummer 22 keine Chance mehr auf eine Top-Zeit.
«  Heute war es kein faires Rennen. »

«Man muss den Respekt gegenüber den anderen Fahrern bewahren. Es ist besser, wenn nach dem Rennen niemand sagen kann, dass es nicht fair war. Doch heute war es kein faires Rennen.»

Auch wenn ihm von «oben bis unten» ein gutes Rennen gelungen ist, wusste der 33-Jährige seinen 31. Weltcup-Sieg nicht richtig einzuordnen: «Das Gefühl ist nicht so gut. Aber auch nicht so schlecht.»

«  Nicht der perfekte Tag, um zu gewinnen. »

Aber am Ende zählt dann aber doch nur der Sieg:

  • Zum 31. Mal stand Svindal zuoberst auf einem Weltcup-Podest. Zum 12. Mal triumphierte er in einer Abfahrt, damit hat er mit dem Neuenburger Didier Cuche gleichgezogen.
  • Svindal sorgte für den 12. Saisonsieg für das Team aus Skandinavien in diesem Winter – mehr gab es in einer Weltcup-Saison noch nie für Norwegen.

Svindal konnte sich über den Sieg schliesslich dennoch freuen: «Es war nicht der perfekte Tag um zu gewinnen, aber es ist dennoch ein schönes Gefühl.»

Folgt der Wengen-Hattrick?

Wengen ist in diesem Jahr fest in norwegischer Hand. Nach dem Doppelsieg in der Super-Kombi vom Freitag und Svindals Triumph in der Königsdisziplin haben die «attacking vikings» auch im Slalom ein heisses Eisen im Feuer.

Henrik Kristoffersen, der dreifache Saisonsieger, könnte den totalen norwegischen Triumph im Berner Oberland perfekt machen. Dann heisst es definitiv: «Willkommen in Norwengen!»

Sendebezug: laufende Berichterstattung Berner Oberländer Skiwochen