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Beni Giger über die gewöhnungsbedürftige Arbeit auf der Olympiapiste
abspielen. Laufzeit 02:52 Minuten.
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Zu Besuch am Olympia-Skihang Bizarr und eigenwillig: Peking rüstet sich für TV-Produktion

Mit dem Pistenfunk voraus – und im Abstand von 30 Metern trotten 50 Chinesen hinterher. So erlebte SRF-Ski-Regisseur Beni Giger die Arbeit im Vorfeld der Winterspiele.

«Ich kann nicht garantieren, ob dann wirklich alles stimmen wird», so fasst Beni Giger die herausfordernden Planungsbedingungen zusammen, die am Berg im Skizentrum von Yanqing geherrscht haben. Der langjährige SRF-Ski-Regisseur berichtet von «mega, mega hektischen» Arbeiten – und hat gleichwohl ein Schmunzeln dafür übrig.

Wegen Corona wurde die Olympia-Renn-Hauptprobe für die Alpinen gestrichen. Wichtige Anhaltspunkte fehlen so, um die total 11 Ski-Events bei den Winterspielen zwischen dem 6. und 19. Februar 2022 ins richtige Licht rücken zu können.

Das Credo: Auf Distanz gehen

Kürzlich brach Giger an den Schauplatz im Nordwesten von Peking auf, um entlang der Piste die Kamera-Positionen zu definieren. Seit 16 Jahren ist der Toggenburger bei Olympia im Rahmen der Produktion von alpinen Skirennen für die TV-Bilder verantwortlich. So abenteuerlich wie in China erlebte er seine Tätigkeit noch nie.

«Mit einem Funk ausgerüstet, liessen sie mich alleine auf die Piste. Im Abstand von 30 Metern folgten 50 Chinesen. Während ich schon wieder eine Position weiter war, führte die Crew meine Anweisungen aus und fragte wo nötig nach», schilderte Giger den Ablauf. So wurden die rund 150 Positionen ausgemessen und markiert.

Der Eindruck: Wie auf dem Mond

Gewöhnungsbedürftig – weil immer unter höchsten Vorsichtsmassnahmen – war auch, dass bei der Anreise nach Yanqing die Autostrecke exklusiv für die FIS-Delegation gesperrt worden war. Und alles, was die Gäste vor Ort berührten, wurde hinterher schleunigst desinfiziert.

Giger, der zusammen mit Pistenarchitekt Bernhard Russi und dem FIS-Verantwortlichen Atle Skaardal unterwegs war, verweist auf eine kuriose Inspektions-«Bubble». So etwa begegnete er dem Flugpersonal in Schutzanzügen, als würden sie auf den Mond aufbrechen. Er schlussfolgert: «Aber man musste positiv bleiben und sich an die Vorschriften halten.»

Chinesen steigen in Schutzanzüge eingehüllt vom Skilift.
Legende: In Schutzanzügen auf die Piste In Peking herrschen rigorose Vorsichtsmassnahmen. imago images

Wie geht es weiter in dieser Mission? Am 7. Dezember werden der SRF-Regiewagen und tonnenweise Material nach China verschifft ...

Radio SRF 3, Morgenprogramm, 04.11.2021 08:15 Uhr;

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Karl Helpferer  (karlhelpferer)
    Geld regiert die Welt und jeder ist korrupt, und zwar wirklich jeder.
    Wenn jetzt die eine oder andere Schination Courage hätte, würden sie gar nicht dahin fahren.
  • Kommentar von Daniel Lopez  (Daniel Lopez)
    Wurde nicht mal gesagt, dass das meiste Material von Tokio nach Peking geht? Habe auch gemeint, das gewisse Dinge übers Land transportiert wird? Danke für die Rückmeldung.
  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Das "unnötigste zur Corona Zeit und erst noch in China", welche Null Ahnung haben vom Winter und Ski Sport"?