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2 Matchbälle abgewehrt Federer schlägt Coric in nervenaufreibendem Kampf

  • Roger Federer schlägt Borna Coric im Achtelfinal von Rom mit 2:6, 6:4, 7:6 (9:7).
  • Im entscheidenden Tiebreak kommt Coric zu 2 Matchbällen, die Federer abwehren kann.
  • Einige Stunden zuvor hatte Federer João Sousa mit 6:4, 6:3 bezwungen. Der Regen vom Vortag hatte für ein dichtes Programm gesorgt.

Es war ein Match auf Messers Schneide zwischen Roger Federer und dem um 15 Jahre jüngeren Borna Coric. Im Entscheidungssatz musste das Tiebreak entscheiden, in dem Federer zu Beginn 3 Vorhandfehler in den ersten 4 Punkten unterliefen. Dass Federer in der Folge 2 Matchbälle Corics abwehren konnte, zeugt von seiner Willensleistung und starken Nerven. Mit 9:7 holte er sich schlussendlich das Tiebreak und damit den Match.

Legende: Video Federer verwertet den Matchball – die Tifosi drehen durch abspielen. Laufzeit 00:47 Minuten.
Aus sportlive vom 16.05.2019.

Federers Start zum Vergessen

Keine 20 Minuten war der Match alt, als Coric schon mit 4:0 führte. Federer war mit einem Schwall von Fehlern in die Partie gestartet. Er hatte nach eigenem Bekunden Mühe, den Ball im Licht-Schatten-Spiel in der Arena richtig einzuschätzen.

Danach fand Federer den Tritt etwas besser. Mit herrlichen Stoppbällen tat er etwas fürs Selbstvertrauen. Doch Coric blieb bei eigenem Aufschlag unbedrängt und sicherte sich die Satzführung.

Legende: Video Federer: «Klar im Kopf trotz Rücken zur Wand» abspielen. Laufzeit 02:28 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 16.05.2019.

Umkämpfter 2. Satz geht an Federer

Erst nachdem sich der Schatten über den Grandstand von Rom gelegt hatte, hatte Federer zu seinem Spiel gefunden. Nach einem ausgeglichenen Beginn in den 2. Satz gelang dem Baselbieter beim Stand von 3:2 sein stärkstes Returngame. Mit geduldiger Defensivarbeit erarbeitete er sich das Break.

Doch Coric sicherte sich umgehend 3 Bälle zum Rebreak. Federer hielt sein Game trotzdem – dank seiner wiedererstarkten Grundschläge. Als er bei 5:3 zum Satzausgleich servierte, gelang Coric das Rebreak doch noch. Der Schweizer konnte aber umgehend reagieren und sicherte sich dank seinem 2. Servicedurchbruch in Folge den Satzausgleich.

Legende: Video Federers herrlicher Stoppball aus der Defensive abspielen. Laufzeit 00:40 Minuten.
Aus sportlive vom 16.05.2019.

Coric im 3. Satz der Bessere

Coric war ganz nah am 3. Sieg im 6. Duell gegen Federer. Im Entscheidungssatz war er lange der bessere Spieler. Bei 2:2 und 4:4 vergab der 22-Jährige möglicherweise vorentscheidende Breakchancen. Auch die Matchbälle im Tiebreak bei 6:4 für Coric blieben ungenutzt.

Live-Hinweis

Verfolgen Sie den Rom-Viertelfinal zwischen Roger Federer und Stefanos Tsitsipas am Freitag ab 16:00 Uhr auf SRF zwei oder im Stream.

In der Gesamtabrechnung wäre ein Sieg des Kroaten nicht unverdient gewesen. Total 11 Punkte mehr verbuchte der junge Herausforderer im gesamten Match. Vor allem mit seiner starken Rückhand longline erwischte er den Schweizer Mal für Mal.

Federer physisch gefordert

Mit dem Spiel vom Mittag gegen Sousa ist Federer am Donnerstag fast 4 Stunden auf dem Platz gestanden. Wie Federer diese Belastung verkraften kann, wird sich am Freitag weisen. Im Viertelfinal wird er auf Stefanos Tsitsipas treffen, der Fabio Fognini mit 6:4 und 6:3 bezwang.

Sendebezug: «sportlive», SRF zwei, 16.05.2019, 17:35 Uhr

16 Kommentare

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  • Kommentar von Silvia Schüpfer (Sschüpfer)
    Man kann die Marathonbelastung ja auch als super Vorbereitung für einen Fünfsätzer in Roland Garros sehen.
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  • Kommentar von Bruno Froehlich (Bruno Froehlich)
    Ungezaehlte Banausen, Neider, Dummkoepfe haben in den Jahren federer immer wieder schlecht gerdet, abgeschrieben, zum Ruecktritt aufgefordert. Wie eindruecklich hat der Senior heute in Rom ihnen allen geantwortet. Sicher im Gesamten nicht gut gespielt, doch mit welchem Kaempferherz und mit einem solchen auch etwas das Glueck gepachtet. Das verlangt Respekt, Rom wird in unsererer Erinnerung bleiben, auch wenn vielleicht die 4 Std. heute dann morgen fuer ein Weiterkommen zuviel gewesen sind.
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    1. Antwort von Josef Graf (Josef Graf)
      Herr Froehlich oder Fröhlich (?), ich meinerseits habe Federer nie zum Rücktritt aufgefordert oder so. Trotzdem stört es mich, dass Sie Andersdenkende als Banausen, Neider und Dummköpfe (mit ö, nicht oe) bezeichnen. Eine Meinung mag falsch sein, was nicht heisst, dass die Person, welche diese Meinung äussert als Mensch weniger Wert ist. Davon abgesehen: Sollte RF heute tatsächlich ausscheiden, was ich eigentlich nicht annehme, liegt es nicht daran, dass er gestern 4 Std. gespielt hat.
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  • Kommentar von Rinaldo Del-grande (Rinaldino)
    Mal schauen wie Federer morgen die 2 Matches von heute verkraftet hat
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    1. Antwort von Josef Graf (Josef Graf)
      Eine leichte Begegnung, welche RF statt eines Trainings "mit links" absolvierte, und dann ein "richtiges" Match mit psychologisch wertvollem Verlauf sollten RF nicht daran hindern, Tsitsipas in die Schranken zu weisen. RF wird also die Ausrede wegen der 2 Matches nicht nötig haben.
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