- Stan Wawrinka scheitert bei seiner letzten Teilnahme in Genf im Achtelfinal mit 6:7 (1:7), 6:7 (4:7) an Alex Michelsen.
- Der Romand vergibt dabei im 1. Durchgang einen Satzball und in beiden Sätzen eine Breakführung.
- Auch der topgesetzte Taylor Fritz und die Turniernummer 3 Cameron Norrie verpassen die Viertelfinals.
Stan Wawrinka schien im Startsatz eigentlich alles im Griff zu haben. Der 41-Jährige schaffte das Break zum 5:4, nachdem er bei 3:3 noch 2 Breakbälle hatte liegenlassen, und erspielte sich einen Satzball bei eigenem Aufschlag. Doch mit dem Satzgewinn vor Augen unterliefen dem Lausanner plötzlich Fehler und er musste Alex Michelsen (ATP 41) erstmals einen Breakball zugestehen. Diesen konnte der US-Amerikaner dann sogleich verwerten und sich im Satz halten.
Im Tiebreak kurz darauf war beim Routinier die Luft dann draussen. Er konnte bei eigenem Aufschlag keinen einzigen Punkt für sich entscheiden und ging mit 1:7 unter. Nach der Satzpause raffte sich der Lokalmatador im 2. Durchgang allerdings nochmals auf. Zur Freude des Publikums legte er mit Break zum 3:1 vor. Doch erneut musste die Weltnummer 119 gegen seinen 20 Jahre jüngeren Konkurrenten das direkte Rebreak hinnehmen.
Nervenstarker Michelsen
Im Anschluss kannten die beiden Spieler bei eigenem Aufschlag kaum Probleme, sodass es erneut zur Kurzentscheidung kam. Diesmal konnte «Stan the Man» zwar etwas besser mithalten, doch Michelsen behielt mit 7:4 die Oberhand und freute sich nach 1:44 Stunden über den Viertelfinal-Einzug. Dort trifft der 21-Jährige am Donnerstag auf seinen Landsmann Learner Tien (ATP 20), der sich in seinem Achtelfinal gegen Stefanos Tsitsipas (GRE/ATP 82) ebenfalls in 2 Tiebreaks durchsetzte.
Wawrinka auf der anderen Seite verpasste es, als ältester Spieler seit 1977 in einen Viertelfinal auf Sand einzuziehen und musste sich vom Westschweizer Publikum verabschieden. Im Oktober wird der Schweizer in Basel zum voraussichtlich letzten Mal vor heimischer Kulisse antreten.
Fritz und Norrie scheitern – Ruud und Bublik weiter
In den übrigen Partien vom Mittwoch mussten sich die Setznummern 1 und 3 aus dem ATP-250-Turnier verabschieden. Der topgesetzte Taylor Fritz (USA/ATP 8) kam gegen Alexei Popyrin (AUS/ATP 61) zu keiner einzigen Breakchance und unterlag 4:6, 4:6. Cameron Norrie (GBR/ATP 22) verlor gegen den argentinischen Sandplatzspezialisten Mariano Navone (ATP 42) mit demselben Resultat.
Der Topfavorit auf den Turniersieg blieb derweil auch in seinem 2. Spiel ohne Satzverlust. Der dreifache Genf-Champion Casper Ruud (NOR/ATP 17), der am Sonntag noch im Final von Rom gestanden hatte, steht dank einem 7:6 (7:2), 6:2 gegen Raphaël Collignon (BEL/ATP 64) unter den letzten 8. Auch Gstaad-Sieger Alexander Bublik (KAZ/ATP 10) hielt sich beim 6:4, 6:3 gegen Edas Butvilas (LTU/ATP 253) schadlos.