Resultate
Schönrednerei ist nicht die Sache von Stan Wawrinka. Im Rückblick auf die beiden letzten Turniere in Tokio und Schanghai, bei denen er keine einzige Partie gewinnen konnte, spricht er von «schlechten Auftritten».
Gute Trainings - gutes Gefühl
Selbstzweifel sind aber beim Waadtländer kurz vor seinem Turnierstart bei den Swiss Indoors in Basel keine auszumachen. «Jetzt fühle ich mich gut, in spielerischer und mentaler Hinsicht. Ich konnte mit Coach Magnus Norman sehr viel und sehr gut trainieren», so Wawrinka.
Er hoffe, das Turnier am Dienstagabend gut beginnen zu können - sprich mit einem Sieg gegen Michail Kukuschkin (ATP 84). «Doch die ersten Spiele sind nie einfach, vor allem auch für mich hier in Basel nicht», betont der 29-Jährige. Er weiss dies nur allzu gut: in den beiden letzten Jahren verliess er den Tennis-Event am Rheinknie ohne Erfolgserlebnis. 9:10 lautet seine negative Siegbilanz bei den Swiss Indoors insgesamt.
Kukuschkin mit Ausrufezeichen
Im Gegensatz zu Wawrinka kommt Kukuschkin aus einem Hoch. Der Kasache scheiterte in der letzten Woche in Moskau erst im Halbfinal am späteren Turniersieger Marin Cilic. Zuvor setzte er sich eher überraschend gegen Fabio Fognini (ATP 17) und Michail Juschni (ATP 27) durch. Und in Schanghai hatte der 26-Jährige sogar Novak Djokovic in einen dritten Satz gezwungen.
Im April dieses Jahres standen sich Kukuschkin und Wawrinka letztmals gegenüber. Im Davis-Cup-Viertelfinal setzte sich der Romand in 4 Sätzen durch. «Es scheint, dass er seit unserem Duell im Davis Cup immer besser spielt. Seine Form stimmt, das hat man in den letzten Wochen gesehen», so Wawrinka. Doch allzu viel will er sich mit seinem Kontrahenten nicht auseinandersetzten. «Es wird alles von mir abhängen. Und ich brauche jetzt Siege für mein Selbstvertrauen.»
Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 18.10.14, 22:20 Uhr / Radio SRF 4 News, Morgenbulletin, 21.10.14, 06:17 Uhr