In seinem letzten Jahr als Profi beehrt Stan Wawrinka zum ersten Mal seit 2019 wieder die Geneva Open. Der Romand erhielt beim Sandplatzturnier eine Wildcard und nutzt dieses als Vorbereitung auf die French Open, wo er ebenfalls am Start stehen wird.
Beim Auftakt in Genf erhielt Wawrinka, in der Weltrangliste auf Rang 119 klassiert, mit dem italienischen Lucky Loser Raul Brancaccio (ATP 241) ein dankbares Los. Der favorisierte Wawrinka zeigte am Montagabend dann auch eine konzentrierte Partie und gewann in drei Sätzen mit 6:2, 4:6, 7:6 (7:5).
Sieg kurz in Gefahr
Im ersten Duell mit dem 12 Jahre jüngeren Brancaccio übernahm der 41-jährige Wawrinka von Beginn an das Zepter. Im 1. Satz nutzte er seine erste Breakmöglichkeit gleich zum Servicedurchbruch und zur 3:1-Führung. Der Italiener fand darauf keine Antwort, im Gegenteil. Mit einem weiteren Break zum 6:2 holte der Schweizer den 1. Durchgang in knapp einer halben Stunde. Sein eigener Aufschlag geriet nie in Gefahr, mit 6 Assen zeigte er auch seine Stärke beim Service.
Im 2. Durchgang spielte Brancaccio mutiger, was sich direkt bezahlt machte. Der Italiener realisierte bei erster Gelegenheit das Break zum 1:0. Diesen Vorsprung liess er sich nicht mehr nehmen – mit dem 6:4 glich er die Partie aus. Wawrinka liess sich davon aber nicht verunsichern. Der Romand steigerte sich im 3. Satz wieder. Entschieden wurde das Spiel aber erst im Tiebreak. Dort hatte der Schweizer die besseren Nerven, er gewann die Kurzentscheidung mit 7:5.
In der 2. Runde trifft Wawrinka auf den US-Amerikaner Alex Michelsen (ATP 41), der sich gegen Sebastian Baez (ATP 62) mit 7:5, 6:3 durchsetzte.