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Riedi und Stricker – sind sie die Zukunft des Schweizer Tennis?
Aus sportpanorama vom 21.02.2021.
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Corona bremst Nachwuchs aus Stricker, Riedi und Co.: Profi werden mit Hindernissen

Der Weg zum Profi ist für ambitionierte Tennisspieler lang. Ein Schweizer Quartett kämpft mit zusätzlichen Problemen.

Es war ein historischer Moment, als sich im Oktober mit Dominic Stricker und Leandro Riedi zwei Schweizer im Juniorenfinal des Grand-Slam-Turniers von Roland Garros gegenüberstanden. Stricker holte sich an diesem Tag nicht nur den Einzeltitel, sondern auch den im Doppel.

Die zwei langjährigen Trainingspartner lassen die Schweizer Tennisfans auf den Durchmarsch an die Weltspitze wie bei Roger Federer und Stan Wawrinka hoffen.

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Archiv: Stricker gewinnt Schweizer Junioren-Final in Paris
Aus Sport-Clip vom 10.10.2020.
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Quartett wird besonders gefördert

Stricker (18), Riedi (19), Jeffrey von der Schulenburg (19) und Jérôme Kym (18) werden bei Swiss Tennis nach Kräften auf dem Weg ins Profigeschäft unterstützt.

Die Realität aber besagt: Nur 4 bis 5 Plätze pro Jahr werden frei für neue Gesichter unter den besten 100 der ATP-Weltrangliste. Und der Einstieg bei einem Ranking von um die 1000 ist schwer.

Leandro Riedi und Dominic Stricker
Legende: Erfolge bei den Junioren zählen bald nichts mehr Leandro Riedi und Dominic Stricker. Keystone

Turniere sind rar

Corona macht dem ambitionierten Vorhaben zusätzlich einen Strich durch die Rechnung. 2020 fand nur ein Drittel der Einsteigerturniere bei den Profis statt. Die wenigen Turniere waren entsprechend stärker gefragt und stärker besetzt.

Zu verdienen gibt es vorläufig kaum etwas für die Jungprofis. Zu niedrig dotiert sind die Turniere. Die Ausgaben werden noch eine Weile die Einnahmen übersteigen. Sponsoren, Familie und der Verband müssen helfen. Und die Erfolgsquote ist klein: Erst 11 Schweizer haben es bisher überhaupt unter die Top 100 geschafft.

5-Jahres-Plan

4 bis 5 Jahre dauert im Schnitt der Weg Richtung Top 100 für diejenigen, die nach der Juniorenzeit das Zeug dazu haben. Swiss Tennis unterstützt die vier Hoffnungsträger in den eigenen Reihen in den nächsten 5 Jahren unter anderem mit einem Budget von 600'000 Franken.

Sobald Normalität einkehrt, Turniere nicht kurzfristig abgesagt werden und Reisebeschränkungen entfallen, werden sie ihre Ziele mit Leidenschaft angehen.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Johan Tobel  (naturfründ)
    Was passiert mit den Nachwuchstalenten, wenn sie den Sprung in die Profikarriere nicht schaffen, um davon leben zu können? Swiss Tennis müsste den jungen Leuten einen Plan B ermöglichen. Genau hier liegt das Problem. Viele Nachwuchstalente wurden in der Vergangenheit von Swiss Tennis dazu gedrängt, alles auf eine Karte zu setzen, um Profi zu werden. Keine Matur, keine Lehre und später vielleicht kein Profi. Was bleibt dann? Hier fehlt Swiss Tennis Weitsicht und Rücksicht für die jungen Talente.
    1. Antwort von Andi Dinkelmann  (Andi_d)
      Viele "gescheiterte" Profis gehen in die USA und können wegen ihres Tennis-Könnens gratis am College studieren oder die meisten werden auch Trainer in der Schweiz und können gut davon leben. College-Vermittlung und Trainerausbildung durch Swiss Tennis. Tatsächlich können nur ganz wenige als Tennisspieler leben, aber alle haben eine gute Basis gelegt für das spätere Leben und können (auch dank der Hilfe des Verbands) trotzdem vom Tennis leben.