Nach seinem Zweisatz-Sieg gegen Alexander Zverev (ATP 3) und dem damit verbundenen Finaleinzug beim ATP-500-Turnier in München sind bei Fabio Cobolli alle Dämme gebrochen. Die italienische Weltnummer 16 konnte auf der Spielerbank ihre Tränen nicht zurückhalten, vergrub dabei das Gesicht hinter einem Handtuch.
Im Anschluss erklärte Cobolli, dass am Freitag ein guter Freund von ihm verstorben sei. «Ich widme ihm diesen Sieg. Ich habe das ganze Spiel über an ihn gedacht und an einem harten Tag einen Weg gefunden, zu kämpfen», so der 23-Jährige.
4. Turniersieg winkt
Tatsächlich hatte Cobolli gegen Zverev einen spielerischen Sahnetag erwischt. Der Davis-Cup-Champion zermürbte den Deutschen in seinem Heimspiel unter anderem mit 32 Gewinnschlägen – 20 davon allein im ersten Satz. Nach nur 69 Minuten hiess es 6:3, 6:3 aus Sicht des Italieners.
Nun bietet sich Cobolli die Chance auf seinen 4. Turniersieg auf ATP-Stufe – und damit die Krönung emotionaler Tage. Im Final wartet Ben Shelton (USA/ATP 6).