Zum Inhalt springen

ATP-Tour Federer verliert Final gegen Hewitt

Roger Federer hat den Klassiker gegen Lleyton Hewitt im Final von Brisbane (Au) in 3 Sätzen mit 1:6, 6:4 und 3:6 verloren. Verantwortlich für die Niederlage war auch Federers fehlende Kaltschnäuzigkeit.

Legende: Video Federer unterliegt Hewitt abspielen. Laufzeit 04:02 Minuten.
Aus sportpanorama vom 05.01.2014.

Licht und Schatten bei Roger Federer zum Jahresauftakt: Wie schon im letzten Jahr liess der Basler sein Können im Final von Brisbane immer wieder aufblitzen, in den entscheidenden Momenten verhinderten aber mangelnde Effizienz und eine zu hohe Fehlerquote, dass dabei auch Zählbares herauskam.

Federer zu wenig konsequent

Symptomatisch dafür der Entscheidungssatz: Nachdem Federer den Startdurchgang gleich mit 1:6 hergeschenkt und den zweiten dank einem Break beim Stand von 4:4 gewonnen hatte, kam er in der Startphase des Entscheidungssatzes gleich zu 5 Breakbällen. Und nutzte keinen davon.

Besser machte es sein australischer Kontrahent: Hewitt (ATP 60) kam unvermittelt zu zwei Breakbällen, packte die Gelegenheit beim Schopf und zog auf 3:1 davon - es sollte die Vorentscheidung sein.

Hadern mit den verpassten Chancen

So überrascht es nicht, dass Federer im Anschluss an die Partie mit sich haderte: «Ich war im dritten Satz der bessere Spieler, aber ich nutzte meine Chancen nicht.» Tatsächlich geriet die Weltnummer 6 bei eigenem Aufschlag im dritten Durchgang kaum einmal in Bedrängnis - und vergab nach dem Verlust seines Aufschlags noch zwei weitere Breakmöglichkeiten. Trotzdem zollte Federer seinem alten Rivalen Respekt: «Lleyton retournierte gut und ich hatte Mühe, meinen Rhythmus zu finden.»

Für Hewitt, der von Federers früherem Coach Tony Roche betreut wird, ist es der erste Turniersieg seit Halle 2010, wo er ebenfalls gegen Federer reüssierte. Mit lediglich 2 Siegen aus den letzten 18 Partien gegen den Schweizer kam der Australier damit zu seinen letzten beiden Titeln. Federer muss demgegenüber weiter auf seinen ersten Turniersieg seit Juni 2013 warten, den er ebenfalls in Halle holte.

Trotz Niederlage: Fahrplan für Australien Open stimmt

Obwohl Federer der perfekte Abschluss einer gelungenen Woche nicht glückte, zeigte er sich mit dem Saisonauftakt an der australischen Ostküste zufrieden. «Die Woche war nicht schlecht. Ich konnte viele Spiele im Einzel und Doppel gewinnen. Ich habe im Dezember hart trainiert und konnte nun auch genügend Matchpraxis sammeln.» Trotz der Niederlage blickt der 17-fache Major-Sieger den nächste Woche beginnenden Australien Open also zuversichtlich entgegen.

54 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von king roger, basel
    @ schuller : sie haben völlig recht gehabt letzte woche. Bei der ersten niederlage von roger hat es wieder gewimmelt von kommentaren. Auch ich glaube in melbourne an roger. Das mit der kritik ist wohl typisch schweizerisch, ich kann mir nicht vorstellen das z.b djokovic, murray, nadal oder auch andere spieler in ihren ländern so behandelt werden. Diese sind bestimmt stolz auf das erreichte ihrer athleten. Was würde es dem schweizer tennis bringen wenn roger nicht mehr spielen würde ? Unglaublich
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Ulrich Schuller, Zürich
      Die Familie Federer wäre ja beinahe nach Australien ausgewandert und der kleine Roger hätte seine Kariere in Australien gemacht!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Ulrich Schuller, Zürich
    Federer gewann das Match gegen Tsonga! Und Tsonga ist ein Top-Tenn Spieler! Ich glaube an Roger. Er kann die AO gewinnen!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Günther Zehnder, Stüsslingen
    Warum kommen Sie bei Ihren Kommentaren zum Langlauf, bspw. an der Tour de Ski nicht auf die miserablen Resultate der Schweizer zu sprechen. Es müsste, bei einem professionellen Umfeld für die Athleten, doch möglich sein mehr zu erreichen. Im Vergleich schaffen es Deutsche oder Engländer zu besseren Resultaten. Es müsste doch möglich sein, auch öffentlich nachzudenken, warum die Resultate so schlecht sind.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von RS, SG
      Sie dürfen dabei nicht vergessen, dass die Schweiz nur rund 8 Mio. Einwohner zählt, was in Deutschland nur ca. 10% der Bevölkerung entspricht. Das bedeutet, dass die Schweiz über 10mal weniger Humankapital verfügt wie Deutschland. Folglich verfügt die Schweiz auch nicht über die gleichen finanziellen Möglichkeiten für einzelne Athleten. Rechnen Sie all jene Parameter mit ein, so fällt Ihnen evt. auf, dass die Schweiz im (relativen) internationalen Vergleich gar nicht so schlecht abschneidet.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von jean passant, thun
      Ich sehe, das anders. Norwegen, Finnland und Schweden haben auch nicht mehr Einwohner, Österreich dominiert die Alpinwettbewerbe und Skispringen seit sehr langer Zeit mit etwas gleich viel Einwohnern. Die Schweiz hat sehr wenig Nordisch-Tradition und Cologna ist eine absolute Einzelerscheinung, mit einem Bewegungsgefühl einer Grundausdauer ausgestattet, sagenhaft. LL auf Topniveau hat wirklich nur einen Namen in der Schweiz und daran wird sich nichts ändern.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von RS, SG
      Da gebe ich Ihnen Recht, deswegen bin ich auch auf das Beispiel Deutschland eingegangen. Ich denke jedoch, dass die fehlende Tradition im Nordischen Bereich auch daher kommt, dass es in der Schweiz schlicht und einfach nicht lukrativ ist. Viele Nordische Athleten, welche nicht gerade das (Top-)Niveau von Ammann oder Cologna haben, kämpfen mit finanziellen Problemen und bekunden Mühe bei der Sponsorensuche. Daher ist der Anreiz Noridsch-Spitzensport zu betreiben sicherlich geringer.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen