Temperaturen über 30 Grad haben den Spielerinnen und Spielern am 2. Tag der French Open arg zugesetzt. Am stärksten zu leiden schienen der Norweger Casper Ruud (ATP 16) und der russische Qualifikant Roman Safiullin (ATP 141).
Ruud erlitt einen Hitzeschock, nachdem er 6:2, 7:6 und 5:3 (40:0) geführt und insgesamt fünf Matchbälle vergeben hatte. Der 27-Jährige verlor danach elf Games in Folge und die Sätze 3 und 4. Im 4. Umgang machte er nur gerade 5 Punkte. Safiullin erging es nur scheinbar besser, beide Spieler mussten auf dem Court medizinisch behandelt werden.
Doch noch der Sieg für den Favoriten
Vor dem 5. Umgang durften beide für längere Zeit die Garderobe aufsuchen. Ruud – offenbar frisch und eiskalt geduscht – gewann den Entscheidungssatz nach 3:56 Stunden effektiver Spielzeit mit 6:2.
«Ende des 3. und im 4. Satz fühlte ich mich schrecklich und mir war schwindlig», bekannte Ruud nach den bizarren Szenen. «Ich konnte den Ball kaum sehen. Zum Glück konnte ich mir im 4. Satz etwas Erholungszeit leisten, damit die Krämpfe und die hohe Körpertemperatur nachliessen.»