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Federer: «Ich musste heute mehr kämpfen als er»
Aus Sport-Clip vom 11.10.2019.
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Interview zum Viertelfinal-Out Federer: «Dann wurde es richtig dramatisch»

Nach dem Aus im Schanghai-Viertelfinal fand Roger Federer, dass sein Bezwinger Alexander Zverev bärenstark aufgeschlagen habe.

Roger Federer kann den Fokus früh auf die Swiss Indoors richten, die ab dem 19. Oktober in der Stadt am Rhein in Szene gehen. Es wird für den 9-fachen Basel-Champion der 19. Auftritt vor Heimpublikum sein.

6 Siege aus den letzten 3 Turnieren (inklusive der US Open) müssen als Referenz genügen, um den Jubiläums-Triumph anzupeilen. Seinen letzten Match vor Basel im über 9000 km Luftlinie entfernten Schanghai resümierte der 38-Jährige wie folgt: «Ich konnte nicht genügend Chancen herausspielen.»

Harziger Start und schnelles Ende

Vor allem aber verdiente sich der Deutsche Alexander Zverev (ATP 6) den Erfolg im Viertelfinal (6:3, 6:7, 6:3) mit einer überzeugenden Leistung als Aufschläger. Das musste auch Federer anerkennen. «Im 1. Satz hat er unglaublich stark serviert, so dass ich praktisch gar nicht ins Spiel fand.»

Im Umgang 2 korrigierte der Hamburger einen Break-Rückstand und blieb in einer überaus zähen Begegnung fortan weiter am Drücker. «Dann wurde es richtig dramatisch», erinnert sich der Maestro. Er spricht den Spielstand von 6:5 und 40:0 an, als Zverev bei eigenem Aufschlag 3 Matchbälle hatte und folgerte daraus: «Ich dachte, ich könnte jetzt heimgehen.»

Ich freute mich riesig über einen 3. Satz, konnte dort aber nur noch kurz dranbleiben.
Autor: Roger Federer

Doch der 20-fache Grand-Slam-Sieger schaffte es, sich rauszukämpfen und «freute sich riesig darüber», dass die Partie in die Verlängerung ging. 23 Minuten später war Federer gleichwohl geschlagen. Da der 22-jährige Zverev beim Aufschlag wieder unantastbar blieb, «konnte ich nur kurz an ihm dranbleiben».

Zverevs unbeeindruckte Rückkehr

Und was sagte Zverev nach seinem «besonderen Coup» über den Schweizer? «Wenn man 5 Matchbälle gegen einen Spieler wie Federer vergibt, ist es immer schwierig, im 3. Satz zurückzukommen.».

Bleibt die Frage nach dem strittigen Entscheid des Schiedsrichters. Der Unparteiische hatte im 3. Durchgang ein Ballwegschlagen des Baselbieters mit einem gutgeschriebenen Punkt für Zverev quittiert. Im Video unten äussert sich Federer dazu und meinte: «Zverev hat mich heute bezwungen, nicht der Schiedsrichter.»

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Federer über den Strafpunkt-Entscheid
Aus Sport-Clip vom 11.10.2019.
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Sendbezug: SRF zwei, sportlive, 11.10.2019 12:30 Uhr

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Max Blatter  (maxblatter)
    O.k.: Aus meiner Sicht neigt sich die Ära Federer/Nadal/Djokovic definitiv dem Ende zu.
    1. Antwort von jean-claude albert heusser  (jeani)
      Herr Blätter, das wurde gerade bei Roger schon oft "prophezeit", spielt aber immer noch!
    2. Antwort von Johanna Thomas  (JoThomas)
      Das mag vielleicht in den nächsten 1-2 Jahren zutreffen, sicher bin ich mir aber noch nicht. Zudem kann man nicht gerade sagen, dass sich Rafa's Karriere dieses Jahr dem Ende zugeneigt hat, es war eines der besten seit er auf der Tour ist. Notta bene von einem, dem man ein Karrierenende vor 25 vorausgesagt hat.
    3. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      Wow. Immer noch unter den Top Ten und schon die Aera zu Ende? Was ist denn mit all diesen Top Hundert?
    4. Antwort von Xaver Meier  (MeierX)
      Ja, die Weltrangliste zeigt dies auch über deutlich. Zverev in 24 Turnieren knapp über 4000 Pkt.. Federer in 16 Turnieren knapp über 7000 Pkt. Um mal RF und ND aussen vor zu lassen.
    5. Antwort von Lars Hönighaus  (Ryder)
      Shanghai ist ein weiteres Anzeichen für eine Wachablösung im Tennis. Die NextGen wird immer besser. Erstmals wird ein Halbfinale eines Masters1000-Turniers nur von Spielern der NextGen bestritten und das Finale der US Open verliert Medvedev nach großem Kampf in 5 Sätzen gegen Nadal. Aber: Die letzten 12 Slams gewannen die Big3 und Shanghai ist eben nur ein 1000er-Turnier. Warten wir die Sieger bei den Slams 2020 ab, dann kann man immer noch vom Ende einer Ära reden, Ende 2019 ist das verfrüht!
    6. Antwort von Lars Hönighaus  (Ryder)
      Die ersten 3 Plätze in der Weltrangliste belegen Djokovic, Nadal und Federer. Ausgerechnet Nadal, dem viele ein Ende seiner Karriere vor seinem 30. Geburtstag prophezeiten, hat nun bereits 5 Slams als Ü30er gewonnen, also als Spieler jenseits der 30 Jahre. Das ist Rekord. Es folgen Djokovic, Federer, Laver und Rosewall mit je 4 gewonnen Slams jenseits der 30. Wenn die Sieger der Slams 2020 Spieler der NextGen sein sollten, dann würde ich auch vom Ende einer Ära reden. Das bleibt aber abzuwarten.
  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Zverev hat hervorragend aufgeschlagen und sein Ding ohne Nerven hänger durchgezogen und somit verdient gewonnen!
  • Kommentar von Guido Casellini  (CAS)
    Bravo an beiden ! Es schönes, spannedes Spiel ! Die NextGen scheint nun da zu sein !!