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Legende: Video Federer: «Er hat traumhaft gespielt» abspielen. Laufzeit 01:52 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 16.08.2019.
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Nach frühem Out in Cincinnati Ein Blick in die Geschichtsbücher macht Federer Mut

Seit 11 Jahren schied Roger Federer beim ATP-1000-Turnier in Cincinnati nie mehr so früh aus. Doch das muss nichts heissen.

Eine Niederlage in nur 63 Minuten – das gab es für Roger Federer seit 16 Jahren nicht mehr. Und dennoch meinte der Schweizer nach dem 3:6, 4:6 gegen Andrej Rublew in Cincinnati: «Ich habe nicht einmal ein schlechtes Spiel gemacht.»

Lob für den Gegner

Zu stark hatte der Russe, dem seit Längerem eine grosse Karriere prophezeit wird, aufgetrumpft, wie auch Federer anerkennen musste: «Ich kann ihm nur gratulieren, er hat traumhaft gespielt. Ich war einfach nicht gut genug, vor allem mit meinem Aufschlag. Er war einfach besser.»

Trotz frühem Out, der 38-Jährige konnte der Niederlage auch gute Seiten abgewinnen: «Ich habe jetzt sehr viel Zeit, um mich auf die US Open vorzubereiten und mich an die Bedingungen dort zu gewöhnen. Ich werde körperlich zu 100 Prozent fit sein.»

Geschichte als gutes Omen

Natürlich hätte er in Cincinnati, wo er bereits 7 Mal gewinnen konnte, gerne mehr Spiele absolviert, «aber wichtig ist jetzt, vorwärts zu schauen. Ich bin im Fahrplan drin.»

Legende: Video Federer - Rublew: Zusammenfassung abspielen. Laufzeit 02:12 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 15.08.2019.

Worte, die der Konkurrenz Eindruck machen sollten, auch wenn der Schweizer im Bundesstaat Ohio so früh ausgeschieden ist, wie seit 2008 nicht mehr. Denn ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt: Ein frühes Out in Cincinnati muss für Federer im Hinblick auf die US Open nichts Schlechtes bedeuten.

  • Letztmals ist 2008 so früh wie heuer Schluss in Cincinnati. Federer scheitert in den Achtelfinals an Ivo Karlovic. An den US Open kann ihm dann keiner das Wasser reichen. Im Final schlägt er Andy Murray und holt sich Titel Nummer 5 in Flushing Meadows – seinen bislang letzten.
  • 2006 verliert der heute 38-Jährige in «Cincy» gegen Murray, damals nur die ATP-Nummer 21, schon in Runde 2. In den Wochen danach gibt er auf dem Weg zum Titel in New York nur 2 Sätze ab.
  • 2004 muss Federer in Cincinnati schon in der 1. Runde gegen Dominik Hrbaty die Segel streichen. Der Schweizer zieht die richtigen Lehren und marschiert danach zum 1. Titel an den US Open. Im Endspiel verpasst er Lleyton Hewitt in einer denkwürdigen Partie beim 6:0, 7:6, 6:0 gleich zwei «Bagels».

Sendebezug: sportlive auf SRF info vom 15.08. um 21:30 Uhr

12 Kommentare

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  • Kommentar von Miguel Garcia Lopez  (halloo)
    Zugegeben ich habe gedacht Djokovic sei 2010 22 geworden. Aber das ändert rein gar nichts an der ganzen Geschichte. 2009 war Nadal praktisch die ganze Saison verletzt. Zudem spricht allein die Tatsache, dass Nadal seit 19 bereits die Nummer 2 war nicht für diese Generation. Federer hat von 2009 bis jetzt weniger Gs gewonnen als in den 5 Jahren zuvor. Ein Blick auf die Statistik genügt. Federers Finalgegner hatten während dieser Zeit, als die Spiele stattfanden im Durchschnitt 1.3 Gs gewonnen...
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  • Kommentar von Lars Hönighaus  (Ryder)
    In NY sieht das wieder ganz anders aus. Topfavoriten bleiben Djokovic und Federer, dahinter reihen sich Spieler wie Nadal, Thiem, Wawrinka, Medwedew, Kachanov und Tsitsipas ein. Was mir übrigens imponiert: die Größe von Federer auch in der Niederlage. Die Plätze in NY sollen diesmal schneller sein als im letzten Jahr. Für Federer ist das besser. Es hat Beschwerden gegeben, daß sie im letzten Jahr für ein US Open-Turnier zu langsam waren. Wohl wahr! Auch Federer hat sich so geäußert!
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  • Kommentar von Roman Frey  (freydremarley)
    Federer spielt sehr wahrscheinlich mindestens noch 9 Grand Slam Turniere. Kann er seine Form halten, gewinnt er noch mehrere Grand Slam Turniere (ohne Limit nach oben).
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    1. Antwort von Lars Hönighaus  (Ryder)
      Das ist schon sehr optimistisch, aber zwischen 1 und maximal 3 traue ich ihm schon noch zu. Und jeder Grand Slam, den Federer gewinnt ist einer weniger für Djokovic. Denn beide sind die Titeljäger bei den Grand Slams außerhalb von Paris, also bei denen, die wirklich zählen. Meine Prognose: Bis AO 2021 machen die beiden die wichtigen Grand Slams, Wimbledon, US Open, Australian Open, in der Reihenfolge, vor allem unter sich aus. Überraschungen allerdings möglich und in NY am wahrscheinlichsten.
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    2. Antwort von Lars Hönighaus  (Ryder)
      Weitere Prognose: Für Nadal reicht es nur noch, wenn überhaupt, zu einem weiteren Grand Slam. Seine letzte Chance sind die FO 2020. Gut möglich aber auch, daß dann die großen Stunde von Dominic Thiem schlägt, wenn nicht schon bei diesen US Open, siehe oben. Letztlich kommt es eh vor allem auf die Titel in Wimbledon und den US Open an, das sind die beiden ältesten und wichtigsten Turniere überhaupt. Das ist der wahre Rolls Royce Federers und nicht die Rekordzahl an gewonnenen Grand Slams.
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