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Sieg gegen Simon in 3 Sätzen Federer steht nach Achterbahn-Fahrt im Halbfinal

  • Roger Federer schlägt Gilles Simon im Viertelfinal der Swiss Indoors in 3 Sätzen 7:6, 4:6, 6:4.
  • Auch weil der 1. Aufschlag nicht immer funktioniert, muss sich der Schweizer insgesamt 5 Mal breaken lassen.
  • Im Halbfinal trifft Federer am Samstag um ca. 16:00 Uhr auf Daniil Medwedew.

Im Entscheidungssatz hatte Federer endlich selber mit Break vorlegen können. Wer jetzt dachte, der Schweizer spiele mit einem 2:0-Vorsprung und dem Publikum im Rücken seine Frontrunner-Qualitäten aus, lag falsch.

Bei eigenem Aufschlag blieb Federer nämlich weiter extrem anfällig und musste wenig später den Ausgleich hinnehmen – mit einem Break zu Null.

Doch weil auch sein französisches Gegenüber fehleranfällig blieb, gelang der Weltnummer 3 postwendend das insgesamt 5. und entscheidende Break des Abends – begünstigt durch 3 Fehler in Folge von Simon.

Simon im Millimeter-Glück

In den beiden Sätzen zuvor hatte Federer frühen Rückständen hinterherrennen müssen. Im 2. Durchgang hatten die beiden gar ein für Männer-Verhältnisse regelrechtes Breakfestival gezündet: Gleich 4 der ersten 6 Games gingen an den Return-Spieler.

Weil Simon auch noch ein 3. Break gelang, kam er bei eigenem Aufschlag zu Satzbällen und verwandelte den ersten. Dabei hatte der Franzose ziemliches Glück: Federers Challenge offenbarte, dass Simons Vorhand die Linie nur um einen Hauch nicht verfehlte.

Ass im perfekten Moment

Im 1. Durchgang hatte Federer einmal mehr seine mentale Stärke bewiesen, als er sich beim Stand von 5:6 einem Satzball gegenüber sah – und diesen mit einem Ass wegservierte.

Wie so oft in dieser Woche zeigte sich Federer zu Beginn nicht auf der Höhe und wurde gleich in seinem 1. Aufschlagspiel gebreakt. Im insgesamt 5. Anlauf schaffte er wenig später den Servicedurchbruch und verkürzte auf 4:5. Im Tiebreak packte er dann sein bestes Tennis aus und gestand Simon nur einen einzigen Punkt zu.

Am Samstag steht Federer bereits wieder im Einsatz: Um ca. 16:00 Uhr trifft er im Halbfinal auf Daniil Medwedew, der sich gegen Stefanos Tsitsipas durchgesetzt hatte. Das Spiel können Sie live auf SRF zwei oder in der SRF Sport App mitverfolgen.

Legende: Video Federer im Platzinterview: «Für die Nerven sicher nicht das Beste» abspielen. Laufzeit 03:45 Minuten.
Aus sportlive vom 26.10.2018.

Hartes Los für Federer in Paris

Falls Roger Federer beim ATP-1000 in Paris-Bercy nächste Woche antritt, trifft er nach einem Freilos in der 1. Runde auf einen starken Aufschläger. Zweitrunden-Gegner des als Nummer 3 gesetzten Schweizers wäre der Sieger der Partie zwischen dem Kanadier Milos Raonic und dem Franzosen Jo-Wilfried Tsonga. In diesem Jahr wurden beide durch Verletzungen zurückgeworfen, spielen aber vor allem in der Halle jeweils stark.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 26.10.18, 19:30 Uhr

4 Kommentare

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  • Kommentar von André Nedwed (A.Nedwed)
    Ich kann mich nicht erinnern, RF je so diffus agierend & spielend gesehen zu haben. Ich weiß nicht woran es liegt, aber es ist offensichtlich dass Ihm die spielerische Leichtigkeit & Selbstverständlichkeit seit einiger Zeit abhanden gekommen ist. Damit ist auch wird auch das Selbstvertrauen leiden und den vor allem jungen Gegnern die eh nichts zu verlieren haben, bleibt dieser Umstand nicht unbemerkt. Er hat viel "Körner" liegen lassen, ob das zum Sieg reichen wird??
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  • Kommentar von Stephan Roos (SR)
    @Sägesser. Treffend formuliert. Viele von uns kämen alleine mit Jetlag, Ortswechsel kaum zurecht.
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  • Kommentar von Werner Meyer (HaWe)
    Das war ein harter Kampf. Ich weiss nicht, aber mir kam es vor wie, Herr Federer ist müde. Einfach müde. Ein bis anhin hartes Jahr, und es wird dementsprechend auch so weitergehen. Der heutige Abend hat dem "Maestro" alles abverlangt. Hoffentlich genügt die Erholungszeit bis morgen,um ihn wieder aufzufrischen. Ich möchte es ihm gönnen
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    1. Antwort von Werner Sägesser (WeSä)
      Ich teile Ihre Meinung. Es scheint mir da nicht nur eine physische, sondern auch eine mentale Komponente zu geben. Wenn man etwas so lange so intensiv und auf höchstem Niveau tut und nun merkt, dass dieses gewohnt höchste Niveau immer etwas seltener erreicht werden kann...das wäre absolut nachvollziehbar. RF will in den Final kommen, überall und immer. Sobald er spürt, dass dies nicht mehr realistisch ist, wird er sich verabschieden. Verständlich, aber natürlich ein grausiger Tag...
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