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Viertelfinal-Vorstoss in Miami Federer spielt sich in einen Rausch

  • Roger Federer setzt sich im Miami-Achtelfinal gegen Daniil Medwedew (Russ/ATP 15) mit 6:4, 6:2 durch.
  • Der formstarke Moskowiter ist nur anfänglich ein Härtetest für einen glänzend aufgelegten Schweizer.
  • Nächster Gegner des 20-fachen Grand-Slam-Champions ist der südafrikanische 2,03-Meter-Mann Kevin Anderson.

Im am Mittwoch wieder sonnigen Florida zeigte Roger Federer eine abgeklärte Leistung – und auf dem Weg in seinen 11. Viertelfinal bei der 18. Miami-Teilnahme eine neue, ungewohnte Stärke: Geduld. Diese Tugend hatte er schon im Vorfeld beweisen müssen, war doch die Partie infolge Regens vertagt worden.

Es war wichtig, ruhig zu bleiben und auf den richtigen Moment zu warten.
Autor: Roger Federer

Geduldig agierte der sonst für seine Angriffslust bekannte Baselbieter aber auch während den 61 Minuten gegen Daniil Medwedew. «Ich wusste, mich würden längere und härtere Ballwechsel erwarten. Also war es für mich wichtig, ruhig zu bleiben und auf den richtigen Moment zu warten», führte er hinterher aus.

Legende: Video 2 Ballwechsel als Beispiel: Federer mit Geduld zum Erfolg abspielen. Laufzeit 01:41 Minuten.
Aus sportlive vom 27.03.2019.

Und der «Maestro» schob folgende Devise nach: «Wenn's zählt, wollte ich gut sein.» Sein taktisches Gespür, seine Spielfreude und sein Variantenreichtum waren die weiteren Ingredienzen für den Zwischensprint nach knapp einer halben Stunde, mit dem er sich den 1. Satz sicherte:

  • Beim Stand von 4:4 nutzt Federer den ersten Breakball, nachdem zuvor sein Gegenüber bei eigenem Aufschlag nur 3 Punkte abgab.
  • Auf der Ziellinie zum Gewinn des Startsatzes kontert Federer bei 0:40 eine Triple-Breakchance Medwedews mit 5 Punkten in Folge.

Im 2. Satz lässt Federer nicht mehr viel zu

Bei der Fortsetzung schaffte der 37-Jährige gleich im 1. Game den nächsten Service-Durchbruch. Von diesem Moment an hatte er die volle Kontrolle über die Partie, obschon er sein Top-Niveau nicht ganz bis zum Ende zu halten vermochte.

Der formstarke, allerdings zunehmend frustriert wirkende Medwedew konnte sich nicht mehr aus der Umklammerung des Schweizers lösen, der 22 Winner schlug. So musste er ein weiteres Break zum klaren Schlussverdikt von 4:6, 2:6 hinnehmen.

Nun gegen den Wimbledon-Bezwinger

Der an Nummer 4 gesetzte Federer misst sich im Viertelfinal mit Kevin Anderson (ATP 7), dem hinter ihm gemäss Papierform zweitstärksten im Tableau verbliebenen Spieler. Beim 32-jährigen Südafrikaner handelt es sich ebenfalls um einen Routinier, er liegt im Head-to-Head 1:5 im Hintertreffen.

Den einzigen (schmerzhaften) Ausrutscher im letztjährigen Wimbledon-Viertelfinal korrigierte der 20-fache Major-Sieger noch vor Ablauf der vergangenen Saison in der Round Robin der ATP-Finals.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 27.03.2019 20:10 Uhr

29 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Meier  (Retepmeier)
    Es war eine Augenweide, RF beim Spielen zuzuschauen gestern. Tennis vom Feinsten und diesmal ohne Strapazieren der Fan- Nerven. Was er macht - und das seit unglaublichen 20 Jahren - ist kaum zu glauben. Bitte noch möglichst lange spielen, damit wir noch viele Tennis-Sternstunden erleben und geniessen dürfen!
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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Übrigens ist es total egal welche Nr. Federer im Ranking ist, so lange er so fantastisch und konstant spielt muss sich "Jeder Gegner warm anziehen"!
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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Herr Wieder, wen interessieren schon Hobbykletterer und Extremsportler?
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    1. Antwort von Andreas Wiedler  (infonews)
      Sehr geehrte Herr Albert, Hobbykletterer sind kein Extremsportler, nur das nebenbei. Was die Hobbykletterer und Natursportler angeht, interessiert es wohl all diejenigen, die vom kommerzverseuchten Sport genug haben. Einverstanden sein mit 3' 800 000 US Dollar Preisgeld für ein Tennisspiel und gleichzeitig schockiert sein über die Armut und die Zustände in Krisenregionen? Diese Art von Wettkampf ist mit keiner sportlichen Leistung mehr vereinbar.
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