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«Lust verloren, mit der Schweizer Presse zu reden»
Aus Sport-Clip vom 23.10.2019.
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Von den Schweizer Medien Wawrinka wünscht sich mehr Anerkennung

Stan Wawrinka überzeugte in seiner Auftaktpartie in Basel – und hielt anschliessend ein flammendes Plädoyer.

Stan Wawrinkas Rückkehr an die Swiss Indoors nach 2 Jahren Pause brachte 2 erfreuliche Erkenntnisse:

  • Die Fans am Rheinknie lieben den 34-jährigen Waadtländer und bereiteten ihm einen äusserst warmen Empfang.
  • Wawrinka schaffte es für einmal, ohne grosse Nervosität ins Heimturnier zu steigen, das ihm in der Vergangenheit nur selten viel Erfolg beschert hatte (8 Mal scheiterte er in der Startrunde). Er brauchte für seinen Sieg gegen den Uruguayer Cuevas (ATP 45) nur gerade 68 Minuten.

Weniger Freude hatte Wawrinka an den Schweizer Medien, die seiner Meinung nach zu hohe Ansprüche haben. «Immer wieder muss ich die Frage beantworten, was fehlt, um wieder Grand Slams zu gewinnen», klagte die aktuelle Nummer 17 der Welt.

Wawrinka verweist auf seine Verletzung

Oft werde ihm der Eindruck vermittelt, als ob er ein schlechtes Jahr habe. «Aber ich bin die Nummer 15 des Jahresrankings. Das ist besser – und schwieriger zu erreichen, als ihr denkt. Ihr wurdet einfach zu sehr verwöhnt!»

Ist das nun ein schlechtes Jahr von Roger?
Autor: Stan Wawrinka

Wawrinka betonte, man dürfe nicht vergessen, von wo er komme: Von einer schweren Knieoperation, die ihn im Juni vor einem Jahr bis auf Platz 263 der Weltrangliste zurückfallen liess. Deshalb ist für ihn klar: Trotz des (noch) fehlenden Turniersieges (er verlor in Rotterdam und Antwerpen im Final) sei 2019 nicht einfach nur ein zufriedenstellendes Jahr. «Es ist ein sehr gutes Jahr. Mehr konnte ich nicht erwarten, ich bin zufrieden, wo ich bin.»

Stan Wawrinka.
Legende: Ihn stören die zu hohen Erwartungen Stan Wawrinka. Freshfocus

Wawrinka glaubt noch an sich

Und überhaupt: Grand-Slam-Turniere hätten in diesem Jahr ja sowieso nur Novak Djokovic und Rafael Nadal gewonnen. «Ist das nun ein schlechtes Jahr von Roger (Federer)?», fragte er rhetorisch.

Hohe Ziele setzt er sich aber schon noch. «Wenn ich nicht glauben würde, dass ich wieder Turniere gewinnen kann, hätte ich wahrscheinlich aufgehört.» Ein Grand-Slam-Titel sei für ihn aber in diesem Jahr nie auch nur denkbar gewesen. «Vielleicht, und ich sage vielleicht und wenn alles gut geht, bin ich ja nächstes Jahr nochmal in der Lage, um einen solchen Titel zu kämpfen.» Vorerst will Wawrinka zum 5. Mal an den Swiss Indoors die Viertelfinals erreichen.

Sendebezug: sportlive auf SRF zwei vom 23.10.2019 um 16:50 Uhr

24 Kommentare

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  • Kommentar von Pia Müller  (PiMu)
    Bestimmt hat Stan Wawrinka auch Recht. Doch Stan ist kaum je bei einem Platzinterview oder sonst bei Interviews offen, freundlich und aufgestellt. Er wirkt immer unfreundlich auf Fragen und irgendwo abwesend. Das ist nicht leicht für die Interviewer und die Presse. Wenn ich RF vergleiche, das sind Welten! Er hat tolle, aufgestellte Antworten bereit und macht auch mal einen Spass. Bei Stan/Laksoonen gibt es das NIE. Schade, beide sollten es sofort lernen mit der Presse zu kommunizieren.
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  • Kommentar von Lorenzo Ancona  (Lyrikliebhaber)
    Ich mag Wawrinka als Tennisspieler sehr. Aber er ist ein "Cry Baby" (O-Ton Mirka). Die Schweizer Presse hat ihn praktisch in Ruhe gelassen, als er seine Frau samt Kind für eine damals 20-Jährige sitzen liess (Vekic). Die Schweizer Presse hat ihn in Ruhe gelassen, als seine Beziehung zu Vekic endete. Die Schweizer Presse lässt ihn in Ruhe, obwohl er x-mal nacheinander mit teils fadenscheinigen Argumenten fürs Turnier von Gstaad kurzfristig absagte, obschon er einen langjährigen Vertrag hatte.
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    1. Antwort von Dorothee Meili  (DoX.98)
      Also ich bin Fan von Stan, gerade, weil er eben auch manchmal so dünnhäutig ist. Aber das "cry baby" war ein Lied-Zitat und hätte 180Grad anders verstanden werden sollen. Aber Stan hat das Lied nicht gekannt. Und: genau: ich würde mir wünschen, dass er wieder mit Erstfrau und Kind zusammen wäre statt diesem fast künstlichen Getue.
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    2. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Wer den verbalen Ausrutscher einer Sportler - Partnerin, dazu noch einem aktuellen Gegner seine für voll nimmt, hat sowieso einen tiefen Erklärungsnotstand. Damit meine ich aber nicht Wawrinka, der total OK ist, sondern den Kommentarschreiber.
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  • Kommentar von Lio Nel  (Lio81)
    Stan the man. Wo er Recht hat, hat er Recht. Immer nur die Anerkennung für Federer. On ne claque pas des doigts comme ça pour revenir!!! Ein Problem der Deutschschweizen Presse???
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    1. Antwort von jean-claude albert heusser  (jeani)
      Richtig, Stan ist auch ein grosser Spieler und hat mit Roger immerhin geholfen den Olympia Sieg im Doppel und den Davis Cup zu gewinnen!
      Und somit ist es doch klar "Ehre wem auch Ehre gebührt"!
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