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ATP-Tour Wawrinka: «Es war nie ein Ziel von mir, Federer zu überholen»

Stanislas Wawrinka hat «ein unglaubliches Jahr» hinter sich. Dass es nicht zum «Sportler des Jahres» reichte, macht ihm nichts aus. Es scheint fast, dem Romand sei es abseits des Rampenlichts wohler als inmitten der Lichtkegel.

Legende: Video Stanislas Wawrinka über sein starkes Tennis-Jahr abspielen. Laufzeit 13:22 Minuten.
Aus sportlounge vom 16.12.2013.

Er versprüht nicht den Glamour wie Roger Federer. Bilder von Stanislas Wawrinka im Smoking gibt es keine und trägt er zumindest einmal einen Anzug, so wie am Sonntagabend bei den «Sports Awards», dann wirkt dieser eher wie ein Fremdkörper.

Dennoch hat der 28-Jährige in diesem Jahr den Weg in die Herzen der Fans gefunden. Der «Marathon Man», wie man ihn nicht zuletzt wegen epischen Duellen gegen Top-Spieler wie Novak Djokovic oder Andy Murray nennt, ist aus dem Schatten Federers getreten und hat den 17-fachen Grand-Slam-Sieger 2013 als Zweitplatzierter gar bei den «Sports Awards» überflügelt.

«Federer ist jeweils der Erste, der mir gratuliert»

Die Anerkennung der Leute sei etwas, das sich verändert habe in diesem Jahr, sagt Wawrinka. «Ich erhalte enormen Rückhalt in der ganzen Schweiz, nicht nur in der Romandie.» Dass das Scheinwerferlicht wohl stets auf Federer gerichtet sein wird, stört ihn nicht: «Es war nie ein Problem, Zweiter hinter ihm zu sein. Es war auch nie ein Ziel von mir, ihn zu überholen», sagt Wawrinka. Eine Rivalität sei nicht vorhanden. «Er ist jeweils der Erste, der mir gratuliert, wenn ich gut gespielt oder gewonnen habe.»

Grosse Duelle mit Djokovic und 4 Final-Teilnahmen

Gut gespielt hat Wawrinka in der abgelaufenen Saison oft. Bei den US Open erreichte er den Halbfinal - und scheiterte wie schon in Melbourne nach grossem Kampf am noch grösseren Djokovic. Dazu stand er bei 4 ATP-Turnieren im Final, in Estoril trug er gar den Turniersieg davon.

«Es war mein schönstes, ein unglaubliches Jahr», so der Vater der dreijährigen Alexia. «Aber ich hoffe, dass ich noch Potenzial habe, weiter hinauf zu kommen», leugnet er seine Ambitionen nicht.

Stanislas Wawrinkas Tattoo.
Legende: Lebensmotto auf dem Unterarm Stanislas Wawrinkas Tattoo. EQ Images

Das Scheitern wird seltener

«Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better.» Die Worte des irischen Autors Samuel Beckett, die sich Wawrinka in diesem Jahr unter seine Haut hat stechen lassen, sind das Motto der Weltnummer 8. «Immer versucht. Immer gescheitert. Einerlei. Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern.» Und irgendwann vielleicht sind es alle anderen, die an ihm scheitern werden.

14 Kommentare

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  • Kommentar von M.S., aus W.
    Die Tatsache, dass Herr Imhof trotz selbstproklamierter Allwissenheit seine Zeit immer noch mit Kommentare-Schreiben vertreibt, anstatt den Rest seines Lebens als Wett-Millionär auf dem eigenen Tennisplatz zu geniessen, beweist entweder einen mangelnden IQ seinerseits, oder aber eine extreme Unsicherheit seinen eigenen Prophezeihungen gegenüber. Oder könnte es sogar sein, dass er des Tennisspielens gar nicht wirklich fähig ist?
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  • Kommentar von M. Eine Güte, dahoam is dahoam
    Ououou da scheinen wir aber einen wahren Experten gefunden zu haben. Herr Imhof. Er weiss nicht nur jetzt schon, wie ALLE zukünftigen Spiele ausgehen, in welchen Nadal/ Djoker, ja sogar Ferrer und Wawrinka involviert sind, nein, er weiss sogar woran es liegt, dass diese Spiele so ausgehen. Wahnsinn. Stark. Sehr gut! Da er es so genau weiss, ist ihm sicher auch bewusst, wie knapp Stan's Niederlage z.B. in Melbourne war. Da hätte es genau so gut anders kommen können. Daher, alles ist möglich!
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  • Kommentar von Th.Weber, Lausanne
    @Hans Imhof, Sie mögen vielleicht Recht haben, dass Stan gegen Nadal auch weiterhin verlieren wird. Aber sicher nicht nur wegen dem starken Willen von Nadal, sondern auch wegen der einhändigen Rückhand von Stan und dem hohen Abspringen der Bälle von Nadal. RF kämpft mit dem gleichen Problem gegen Nadal. Aber wie Jojo, SO sagt, sag nie niemals! Wer hätte jemals gedacht, dass Söderling Nadal in Rolland Garros schlägt? Zu der Zeit war Norman Coach von Söderling. Die Zukunft ist Ungewissheit.
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    1. Antwort von Hans Imhof, Bern
      FALSCH Herr Weber! Damals war Nadal angeschlagen und nur deshalb hat Söderling gewonnen! Ganz sicher ist das, denn auch Federer besiegte im gleichen Jahr Nadal im Madrid-Final! Aber auch da war Nadal nicht 100% auf seinem Niveau!
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