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Billie Jean King Cup Schweiz verliert episches Duell gegen Tschechien

  • Die Schweiz unterliegt Tschechien in der Qualifikation des Billie Jean King Cups in Biel mit 2:3.
  • Belinda Bencic und Viktorija Golubic liefern den Tschechinnen einen grossen Kampf, das letzte Quäntchen Glück fehlt aber.
  • Damit verpasst die Equipe von Captain Heinz Günthardt den Einzug ins Finalturnier und muss in die Abstiegsbarrage.

Drei Matchbälle, einen davon bei eigenem Aufschlag, hatte Belinda Bencic (WTA 11) in ihrem 2. Einzel gegen Linda Noskova (WTA 14). Die 29-jährige Ostschweizerin konnte aber keinen davon verwerten. Es wäre der siegbringende 3. Punkt für das Schweizer Team gewesen.

Umgekehrt nutzte Noskova ihre erste Chance, glich die Begegnung zum 2:2 aus und eröffnete Teamkollegin Marie Bouzkova (WTA 24) die Gelegenheit, gegen Viktorija Golubic (WTA 79) den tschechischen Sieg einzufahren – und dies tat die 27-Jährige dann auch.

Grosse Wende im Doppel

Begonnen hatte Tag 2 aus Schweizer Sicht ideal: Bencic und Golubic fuhren im Doppel dank einem 6:7 (4:7), 7:6 (7:0) und 6:1 über Tereza Valentova/Marketa Vondrousova den 2. Punkt ein.

Im 2. Satz waren die Olympia-Silbergewinnerinnen von 2021 zwischenzeitlich nur zwei Punkte vor der Niederlage gestanden. Doch Bencic und Golubic bewiesen Nervenstärke, retteten sich ins Tiebreak und gewannen dieses gleich mit 7:0. Im Entscheidungssatz nahmen sie Valentova zweimal den Aufschlag ab.

Bencic fast 8 Stunden auf dem Court

Bencics Einzel gegen die starke Aufschlägerin Noskova schien einen ähnlichen Verlauf zu nehmen. Nach verlorenem Startsatz gewann die Schweizerin zahlreiche «Big Points». Sie schaffte den Satzausgleich und schlug im 3. Umgang zum Matchgewinn auf. Doch Noskova rettete sich ins Tiebreak, wehrte dort Bencics Matchbälle ab und gewann letztlich 6:3, 3:6, 7:6 (11:9).

Es war für Bencic der dritte Dreisätzer binnen 24 Stunden. Insgesamt stand sie an den beiden Tagen 7:43 Stunden auf dem Court. Zum Vergleich: Der legendäre Wimbledon-Match 2010 zwischen John Isner und Nicolas Mahut dauerte über drei Spieltage verteilt 11:05 Stunden.

Golubic kassiert zu viele Breaks

Im entscheidenden letzten Einzel musste sich Golubic der höher eingeschätzten Bouzkova mit 6:7 (4:7), 3:6 beugen. Einen Minibreak-Vorsprung im Tiebreak des 1. Satzes brachte die Zürcherin nicht über die Ziellinie.

Im 2. Satz zeigte sich Golubic hartnäckig, kam nach Rückstand immer wieder zurück – nur um wenig später erneut ein Break zu kassieren. Jenes zum 3:5 war eines zu viel.

So geht es weiter

Die Schweiz muss im November die Abstiegsplayoffs bestreiten. Tschechien hat sich als eines von 8 Teams für das Finalturnier im September in Shenzhen (CHN) qualifiziert.

Billie Jean King Cup

SRF zwei, Sportlive, 11.04.2026, 13:00 Uhr ; 

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