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Davis Cup Federer/Wawrinka bringen Schweiz einen Schritt näher an Triumph

Die Schweiz ist im Davis-Cup-Final gegen Frankreich in Lille mit 2:1 in Führung gegangen. Roger Federer und Stan Wawrinka bezwangen im Doppel Richard Gasquet und Julien Benneteau in 3 Sätzen mit 6:3, 7:5 und 6:4.

Legende: Video «Federer/Wawrinka siegreich» abspielen. Laufzeit 7:55 Minuten.
Aus sportaktuell vom 22.11.2014.

Der überraschende Schachzug von Team-Captain Severin Lüthi mit der Nominierung von Roger Federer und Stan Wawrinka anstelle von Marco Chiudinelli und Michael Lammer brachte den gewünschten Erfolg. Je ein Break pro Satz reichte den Schweizern, um nach 2 Stunden und 12 Minuten den Sieg im Doppel einzufahren. Damit fehlt den Gästen noch ein Punkt zum erstmaligen Gewinn des Davis Cups.

Keine Anlaufschwierigkeiten

Federer/Wawrinka rechtfertigten das Vertrauen Lüthis von Beginn weg. Die Weltnummern 2 und 4 bekundeten keine Anlaufschwierigkeiten, harmonierten gut und kamen im 6. Game bei Aufschlag von Benneteau zu den ersten Breakbällen.

Die 2. Chance nutzten die Schweizer zum erstmaligen Servicedurchbruch, als Gasquet eine satte Vorhand von Wawrinka nicht retournieren konnte. Überhaupt bestätigte der Romand den starken Eindruck, den er bei seinem Sieg gegen Jo-Wilfried Tsonga am Vortag hinterlassen hatte. Den Vorsprung servierten die beiden Eidgenossen anschliessend problemlos nach Hause.

Legende: Video «Live-Highlights Doppel» abspielen. Laufzeit 4:32 Minuten.
Vom 22.11.2014.

Franzosen verpassen Breakchancen

Im 2. Satz bekundeten sowohl Federer als auch Wawrinka deutlich mehr Mühe, ihre Aufschläge durchzubringen. Allen voran Benneteau steigerte sich deutlich und spielte vor der lautstarken Kulisse zeitweise wie aufgedreht. Dennoch schafften erneut die Schweizer den einzigen Servicedurchbruch (zum 6:5), nachdem sie zuvor 5 Breakbälle abgewehrt hatten.

Diesmal gelang Federer der entscheidende Punkt mit einem Rückhand-Winner nach Aufschlag von Gasquet. Der Baselbieter scheint sich endgültig von seinen Rückenproblemen erholt zu haben und wirkte im Gegensatz zu seinem Einzel-Spiel am Freitag nicht mehr gehemmt.

Noch ein Punkt fehlt

Im 3. Durchgang übernahmen die Schweizer das Zepter gleich von Beginn weg und schafften im 5. Game das Break, nachdem sie zuvor bereits 4 Breakchancen vergeben hatten. Benneteau/Gasquet waren zu keiner Reaktion mehr fähig, worauf Federer/Wawrinka nicht mehr in Gefahr gerieten, das Spiel noch aus den Händen zu geben.

Bei den beiden abschliessenden Einzeln am Sonntag trifft Federer um 13:00 Uhr auf Tsonga, anschliessend fordert Wawrinka Gaël Monfils.

Sendebezug: SRF zwei, «sportlive», 22.11.2014, 15:10 Uhr.

54 Kommentare

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  • Kommentar von Küng Jan, St.Gallen
    Weltklasse Tennis oder Tennis von einem anderen Stern. Wir schreiben heute Tennisgeschichte zum ersten Mal überhaupt den Pot zu hollen wenn nicht jetzt wann dan ?
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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Bevor dieser Blog geschlossen wird, habe ich noch eine Frage an die Tennis-Fachleute: Da Chiudinelli und Lammer wieder übergangen worden sind - aber diesmal hat sich das als richtige Entscheidung herausgestellt -, sollte es für diese beiden doch möglich sein, sich auf das Doppel zu beschränken. Im Einzel werden sie es nicht mehr weit bringen, dafür sind beide schon zu alt. Wäre das nicht eine Option? Die Bryan-Zwillinge machen es uns vor, früher auch Peter Fleming, McEnroes Partner.
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Fortsetzung: Wieso war die aus falschem Respekt zurückhaltende Frau Sommaruga in Stadion und nicht der volkstümliche Sportminister Ueli Maurer? Auch dieser hätte bestimmt, ohne Rücksicht auf die Gastgeberin, seine helle Freude offensichtlich kundgetan und mit den CH Fans mitgejubelt.
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    1. Antwort von Aloisius Hundsleber, Oberburg
      Was kümmert Sie in diesem Fall die Reaktion von Frau Sommaruga? Jeder Mensch freut sich auf eine andere Art. Das spielt doch in diesem Falle keine Rolle. Freuen Sie sich lieber über den Sieg anstatt sich über Reaktionen von Politikern aufzuregen, da haben Sie mehr davon.
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    2. Antwort von Armin Thuerig, Udligenswil
      Frau Zelger ist wieder einmal bei Ihrem Lieblingsthema, Politiker anderer Parteien ,als die SVP, anzugreifen und schlecht zu machen. Dass Sie jetzt noch den Davis Cups dazu benuezt, zeugt von Ihrem Niveau und jeder Zuschauer kann selber beurteilen was er von solchen Machenschaften halten soll. Freuen wir uns ueber den Sieg der Schweizer und die guten Leistungen. Viel Glueck fuer den Sonntag.
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    3. Antwort von Daniel Straumann, Basel
      Frau Sommaruga wird sich nach einem allfälligen Sieg dann auch gleich bei den Franzosen entschuldigen, das sei nicht so gemeint und weil sie schon mal da ist auch gleich für das vermutliche Abstimmungsresultat vom kommenden Sonntag... C'est notre gouvernement...
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    4. Antwort von Amateur, Aarau
      Sportminister Maurer hat abgesagt. Keine Zeit. Frau Sommaruga spricht perfekt Französisch, im Gegensatz zu Herrn Maurer, der vielleicht befürchtete, Monsieur Hollande wolle sich mit ihm hiner den Kulissen treffen? Frau Sommaruga interessiert sich möglicherweise gar nicht für Tennis, wollte aber zeigen, dass der Bundesrat Anteil nimmt. Ich finde es sehr nett von ihr, dass sie gekommen ist. Über die "Volkstümlichkeit" Herrn Maurers lässt sich streiten. Aber das tun wir hier nicht.
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    5. Antwort von Markus Hofer, Baden
      Jetzt reicht's dann aber mal, Frau Zelger! Man kann von den Bundesräten halten, was man will. Aber hier geht es um den Davis-Cup-Final!! Versprühen sie ihr Gift bitte woanders!!!
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