Zweimal war Matteo Berrettini (ATP 20) in diesem Jahr nur einen Sieg von einem Duell mit seinem Jugend-Idol Roger Federer (ATP 3) entfernt. Klappen wollte es damit nicht, zweimal scheiterte der junge Italiener kurz vor dem Ziel:
- Roland Garros, 2. Runde: In Paris bleibt Berrettini am 20-jährigen Norweger Casper Ruud in 3 Sätzen hängen.
- Halle, Halbfinal: Wenige Wochen später ist es David Goffin, der einem Match gegen Federer im Weg steht. Berrettini verliert in 2 Sätzen.
Ausgerechnet auf dem «heiligen Rasen» von Wimbledon hat sich Berrettini seinen Traum nun erfüllen können. Um ein Haar wäre es aber auch im 3. Anlauf schief gegangen. Gegen Diego Schwartzman musste der 23-Jährige im 4. Durchgang Matchbälle abwehren, ehe er die Partie noch für sich entscheiden konnte.
Jetzt, wo er sein Vorbild endlich herausfordern darf, will er dieses auch gleich schlagen. «Ich habe das Zeug dazu, Federer zu fordern. Ich werde versuchen, aggressiv zu spielen», gibt sich Berrettini kämpferisch.
Das nötige Selbstvertrauen, um gegen den achtfachen Wimbledon-Champion bestehen zu können, hat sich Berrettini im Laufe der Saison erarbeitet. In Budapest und zuletzt in Stuttgart feierte er seine Turniersiege Nummer 2 und 3.
Kommt dazu, dass Berrettini die grosse Ehrfurcht vor dem «Maestro» unlängst abgelegt hat: «Früher habe ich immer zu ihm aufgeschaut. Als ich aber zum ersten Mal meinen Namen neben seinem in einem Tableau sah, sagte ich mir: ‹Jetzt ist Schluss damit›.»
Resultate
Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 06.07.2019, 17:30 Uhr