Zum Inhalt springen

Header

Video
Bencic: «Es tut extrem weh»
Aus Sport-Clip vom 06.07.2019.
abspielen
Inhalt

Bencic macht sich Vorwürfe Der Stachel über die verpasste Chance sitzt tief

Der Wimbledon-Achtelfinal war für Belinda Bencic zum Greifen nah. Doch dann fiel die 22-Jährige in alte Muster zurück. «Das nervt», resümiert sie.

Belinda Bencic spielte in der 3. Runde an der Church Road gegen Rasenspezialistin Alison Riske (WTA 55) phasenweise sehr gut. «Mein Level wird immer besser», so stuft sich die Ostschweizerin selber ein.

Und doch ist diesem Eindruck ein grosses Aber beizufügen. Denn der 3-fachen Turniersiegerin gelang es abermals nicht, das Ding durchzuziehen. «Im 3. Satz beim Stand von 3:0 und 40:0 hatte ich es in den eigenen Händen», bedauert sie darum.

Aus zwei Bällen hätte sie im Minimum einen Winner machen müssen. Diesen Vorwurf lässt sie gelten. «Doch ich verpasste meine Chancen. Dabei war mir klar, dass mir die Gegnerin nicht endlos Chancen zugestehen würde. Erst recht nicht auf dieser Unterlage, wo alles schnell geht», analysiert die 22-Jährige.

Die Schweizerin war in dieser Begegnung gewillt, das grössere Risiko einzugehen und so mehr Fehler in Kauf zu nehmen. Am Ende führte diese Taktik nicht zum Erfolg.

Schmerzhaft und ärgerlich

Bencic wird eine Weile brauchen, um über die «bitterste Niederlage in dieser Saison» hinwegzukommen. Sie wünscht sich jetzt einfach ein paar Tage Ruhe, um auf andere Gedanken zu kommen.

Ich bin enttäuscht über mich selbst. Denn ich habe mir so fest vorgenommen, meine Emotionen in den Griff zu bekommen.
Autor: Belinda Bencic

Wohl gar nicht so einfach, denn gleichzeitig muss sie den Match, primär die verpatzte Schlussphase und den Ausgang der Partie aufarbeiten. Auch ihre Emotionen, die sie einmal mehr nicht kontrollieren konnte, werden sie beschäftigen. «Ich bin enttäuscht über mich selbst. Denn ich habe mir so fest vorgenommen, das Ganze jetzt endlich in den Griff zu bekommen.»

Auch in dieser Hinsicht war Bencic lange auf dem richtigen Weg. Doch nach ihrem Einbruch brauchte sie doch wieder ein Ventil.

Fortsetzung mit der US-Tournee

Die Ostschweizerin meldet sich nun ab in die Ferien. Diese hat sie sich zweifellos verdient, bestritt sie heuer doch bereits 50 Matches (Bilanz: 35:15). Ende Juli beim Turnier in Washington ist der nächste Einsatz vorgesehen.

Und schon übernächste Woche gibts eine kleine Aufmunterung: Trotz bitterem Out in Wimbledon wird sie sich in der Weltrangliste von Position 13 auf 11 verbessern.

Video
Zusammenfassung Bencic - Riske
Aus sportaktuell vom 06.07.2019.
abspielen

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 06.07.2019 12:05 Uhr

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von René Ruf  (RenéR)
    Belinda Bencic könnte übernächste Woche im Ranking bestenfalls die WTA 11 sein (Verbesserung um 2 Pos.). Einige Spielerinnen besitzen noch die theoretische Chance sie zu überholen. Realistisch, 1 oder 2 Spielerinnen könnten dies erreichen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Belinda Bencic muss unbedingt einen Mentaltrainer aufsuchen. Ihr gehen die Nerven zu stark durch. Schade, sie ist doch gut, aber so wird sie nie ganz zuvorderst anzutreffen sein.
    Hoffentlich findet man eine Lösung.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Reto Meier  (auchwassagen)
    Emotionen sind emotionen, es geht m E nicht darum diese in den Griff zu bekommen (was heissen würde, zu unterdrücken), sondern um die Einstellung zum Spiel. Die Fähigkeit, die Konzentration aufrecht erhalten zu können, auch wenns nicht rundläuft, den das Visavis kocht auch nur mit Wasser. Es braucht einen schnellen, flexibel denkenden Kopf und Mut. Deshalb...Racket zertrümmern wenns unbedingt sein muss, aber dann zurück in den Fokus anstatt in den "Das-leben-ist-so-ungerecht-Modus".
    Ablehnen den Kommentar ablehnen