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Grand-Slam-Turniere Bencic unterliegt einer verblüffenden Kumkhum

Völlig überraschend ist Belinda Bencic in der 2. Runde der Australian Open an der Thailänderin Luksika Kumkhum gescheitert. Die Qualifikantin spielte den Match ihres Lebens und gewann glatt mit 6:1, 6:3.

  • Kumkhum (WTA 124) spielt von A bis Z einen phantastischen Match und schlägt nicht weniger als 30 Winner.
  • Bencic will das Spiel diktieren, aber Kumkhum lässt sie nicht.
  • Nach Bencics 1:6, 3:6-Niederlage sind alle Schweizerinnen in Melbourne ausgeschieden.

Es war sinnbildlich: Im letzten Game schlug Belinda Bencic beim 1. Punkt den Ball ohne Not ins Netz. Der Frust musste raus und deshalb flog der Schläger. Zuerst knallte Bencic das Racket auf den Boden, danach auf die Spielerbank. Dafür kassierte sie vom Stuhlschiedsrichter eine Verwarnung.

Legende: Video Der Frust muss raus: Bencic wird verwarnt abspielen. Laufzeit 0:28 Minuten.
Aus sportlive vom 17.01.2018.

Die wundersame Wende wollte danach auch nicht mehr gelingen. Zwar wehrte Bencic 3 Matchbälle in Serie ab, beim 4. schlug sie einen einfachen Rückhandball aber ins Netz. Es war ihr 29. und letzter unerzwungener Fehler.

Kumkhum diktiert ...

Das Out von Bencic kam ohne Ansage. Sie, die in diesem Jahr so brillant aufgespielt und vor zwei Tagen Venus Williams geschlagen hatte, war als grosse Favoritin gegen Luksika Kumkhum ins Spiel gegangen. Und nach einem frühen Break zum 1:0 – begünstigt durch 4 Kumkhum-Fehler – schien die Partie einen normalen Verlauf zu nehmen.

Doch die thailändische Qualifikantin hatte etwas dagegen. Sie steckte den Fehlstart locker weg und dominierte Bencic fortan. Es war nicht die Schweizerin, die drückte und diktierte. Die 20-Jährige war vielmehr diejenige, die reagieren musste. Und das behagt Bencic nicht.

... und Kumkhum jubelt

Kumkhum punktete immer wieder mit ihrer starken, beidhändigen Rückhand und überzeugte auch am Netz. Die 24-Jährige gewann 6 Games in Serie zum Satzgewinn. Auch das epische 5. Game im 2. Satz beim Stand von 2:2, das 8 Mal über Einstand ging und über 10 Minuten dauerte, krallte sich die Aussenseiterin.

Es sollte die Vorentscheidung sein. Bencic verkürzte zwar noch einmal auf 3:4, doch nach 78 Minuten jubelte Kumkhum. Und zwar verdient. Ihr war wahrlich eine ausserordentliche Partie geglückt.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 17.1.18, 02:40 Uhr

23 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Sahli (sahliu)
    Wie hiess es gestern grossmaulig? "Frau Bencic gehört nun zu den Titelanwärterinnen!". So ein Quatsch. So werden CH-Sportler/Innen hochgejubelt und der tiefe Fall folgt umghend. Das man dabei unsere Sportler/Innen damit kaputt macht, an das denkt niemand. Frau Benicic ist leider eine von vielen Leidtragenden. Nach einem Sieg Respekt zollen - ja. Aber solche dofen Titel von Siegesanwärterin - nein. Leider sind solche marktschreierischen Titel gang und gäbe. Wo bleibt die Sachlichkeit?
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  • Kommentar von Seppli Moser (Moser)
    und nun sollen die Lober wieder schuld sein. Sehe Bencic weiterhin bald an der Spitze. Sie ist 20. RF war in diesem Alter zudem auch nicht 'gelassen und ruhig'.
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  • Kommentar von Held Tobias (kick_tt)
    Hat eine Verwarnung weitere Folgen?
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