Er hat es am United Cup gesagt und betont es auch vor den Australian Open wieder: «Mein Ziel ist es nicht, einfach nur ein Jahr zum Abschied zu spielen. Ich will mit Lust und dem Willen antreten, gut zu spielen», erklärt Stan Wawrinka. «Ich hoffe, hier ein paar Matches gewinnen zu können. Ich möchte zurück in die Top 100.»
Wenn man einen Grand Slam gewinnt, steigt man als Tennisspieler in eine andere Kategorie auf.
Obwohl Wawrinkas Ambitionen unverändert hoch sind, ein bisschen Abschieds-Wehmut schwingt doch auch mit. Gerade in Melbourne, wo er 2014 seinen 1. von 3 Major-Titeln gewann und sich in neue Sphären katapultierte.
«Wenn man einen Grand Slam gewinnt, steigt man als Tennisspieler in eine andere Kategorie auf – mit viel mehr Aufmerksamkeit, viel mehr Dingen rund um dich herum», blickt der 40-Jährige zurück. Es werde deshalb immer etwas Besonderes bleiben, an den Australian Open zu spielen.
Positive Bilanz gegen Djere
Deshalb sei er auch sehr froh, dass er eine Einladung erhalten habe, so Wawrinka weiter. «Ich habe hier so viele Erinnerungen, dass es mir wichtig war, diese Möglichkeit zu erhalten.»
Zum Auftakt trifft Wawrinka auf Laslo Djere (ATP 92). gegen den er 2 von 3 Duellen gewonnen hat, das letzte Aufeinandertreffen im November 2024 in Belgrad 4:6, 4:6 verlor. «Er ist ein Grundlinienspieler, der unglaublich kämpft», weiss Wawrinka, «es wird an mir sein, das Spiel zu machen, und ich hoffe, dass ich diese erste Runde überstehe».
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge
Und sollte es nicht gelingen? Dann ist für Wawrinka klar: «Wenn ich im Turnier einen Matchball gegen mich habe oder einen Match verliere, werden viele Emotionen hochkommen.»
Denn: «Ich weiss, dass es mein letztes Mal ist. Wenn ich also meinen Match verliere, werden all diese Erinnerungen zurückkommen», sagt Wawrinka, «und natürlich wird es ein bisschen traurig, aber auch mit viel Freude verbunden sein.»