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Kyrgios: Plötzlich «Everybody's darling»
Aus sportpanorama vom 26.01.2020.
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Duell gegen Nadal in Melbourne Kyrgios hat ganz Australien hinter sich

Bad Boy? Derzeit nicht. Nick Kyrgios reisst die «Aussies» mit. Nun trifft er im Melbourne-Achtelfinal auf Rafael Nadal.

Die Auswahl der Musik hätte treffender nicht sein können. Aus den Boxen der Melbourne Arena schepperte «T.N.T.», ein Klassiker der australischen Rockband AC/DC, und auf dem Court stand Nick Kyrgios. Der «Bad Boy» des Tennis'. Der auf dem Platz schon so oft hochgegangen ist, dass er noch bis Ende März auf Bewährung spielt. «T.N.T – ich bin Dynamit, T.N.T – und ich werde den Kampf gewinnen», heisst es im Refrain. Passt.

Krimi gegen Chatschanow

Bisher hat Kyrgios bei den Australian Open gewonnen. Am Samstag rang der Australier Karen Chatschanow mit 6:2, 7:6, 6:7, 6:7, 7:6 nieder. Es war ein Match wie Dynamit. «Krank», nannte es Kyrgios.

Nick Kyrgios.
Legende: Seine Landsleute jubeln ihm zu Nick Kyrgios. imago images

Der 24-Jährige aus der Hauptstadt Canberra, derzeit die Nummer 26 der Weltrangliste, scheint gerade nicht so recht zu verstehen, wie ihm geschieht. Er bewegt sich wie in Trance durch das Turnier. Sein Spiel ist unorthodox und unberechenbar wie eh und je.

Live-Hinweis

Verfolgen Sie die Achtelfinal-Partie zwischen Rafael Nadal und Nick Kyrgios ab Montag ab 09:00 Uhr im Livestream in der SRF Sport App.

Kyrgios ist in seiner Karriere schon oft negativ aufgefallen. Doch in diesen Tagen ist ein Wandel zu beobachten – genau genommen wird Kyrgios' grosses Herz sichtbar. Als es in Australien zu brennen begann, hatte er die Idee für «Aces for Bushfire Relief»: Asse schlagen, Geld sammeln, helfen. Am Sonntagabend lagen auf dem Konto schon umgerechnet 3,5 Millionen Euro.

Kyrgios in Australien beliebt wie nie

Für Kyrgios war klar, dass er den Menschen helfen musste. «Ich versuche, bei den Buschbränden zu helfen. Ich denke nicht so sehr an die Resultate auf dem Platz. Ich will etwas Positives bewirken, das ist alles.» Für die Australier ist Kyrgios über Nacht zu einer Art Heiligem geworden.

Ich will etwas Positives bewirken, das ist alles.
Autor: Nick Kyrgios

Am Montag nun folgt der vorläufige Höhepunkt. Kyrgios trifft im Achtelfinal ausgerechnet auf Rafael Nadal. Mit dem Spanier hat er sich bislang nicht ganz so gut verstanden. Letztes Jahr in Wimbledon etwa schoss Kyrgios Nadal am Netz voll auf die Brust, worauf ihm Nadal fehlenden Respekt vorwarf.

Duell der Gegensätze

Nadal und Kyrgios könnten gegensätzlicher nicht sein. Hier der disziplinierte, ritualverliebte Spanier, dort der undisziplinierte, improvisierende Australier. Sticheleien verkniff sich Kyrgios diesmal. «Ich bin total aufgeregt, ganz ehrlich. Gegen einen der besten Tennisspieler auf dem Center Court bei deinem Grand Slam zu spielen, das ist schon verdammt cool.»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 25.1.2020, 09:00 Uhr

5 Kommentare

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  • Kommentar von Jeroen de Leur  (Jeronimo)
    Er war jedoch immer ehrlich und zeigt einfach sein wahres Ich, im Gegensatz zu Djokovic, der sich in den Medien künstlich positiv darstellen will. Bei Nadal passt ihm die ganze Verbissenheit meiner Meinung nach nicht.
    Zudem sagte er, dass jeder Büroangestellte auch nicht jeden Tag gleich motiviert ist, weshalb soll er dies denn auf dem Tennisplatz sein können? Ganz unrecht hat er damit nicht, jedoch sollte er beachten, dass es Tausende Personen gibt, die Geld für ihn bezahlen.
    Come on Kyrgios!
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  • Kommentar von Jeroen de Leur  (Jeronimo)
    Wer sich ein wenig mit Kyrgios befasst hat, weiss, dass er schon immer ein guter Mensch war. Als seine Grossmutter vor einigen Jahren gestorben ist, sagte er damals, er bereue es, so wenig Zeit mit ihr verbracht zu haben wegen des Tennis. Dies hat seine Sicht auf den Sport meiner Meinung nach geprägt. Obwohl ich grosser Tennisfan bin, ist es schlussendlich nur ein Sport und nichts Weltbewegendes, wenn er ein Grand Slam Turnier gewinnen würde. Genau so denkt er, deshalb auch seine Unkonstanz..
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  • Kommentar von Reto Meier  (auchwassagen)
    Dazu sage ich nur: lol
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    1. Antwort von Reto Meier  (auchwassagen)
      Eigentlich will ich mir nicht anmassen, etwas über Kyrgios zu wissen, weil mein Bild einfach nur mediengeprägt ist. Aber wenn er jetzt ein good-guy sein will, könnte er ja mal damit anfangen sich bei betreffenden Leuten zu entschuldigen, denen er bereits grundlos und respektlos an den Karren gefahren ist. Bei mir sind solche Leute untendurch und das für eine ganze Weile. Intressant und auch erschreckend aber zu sehen, wie schnell sich die Meinung der Masse wandeln kann.
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