Zum Inhalt springen
Inhalt

Durchhänger im 2. Satz Bencic kommt mit einem blauen Auge davon

Legende: Video Zusammenfassung Bencic - Siniakova abspielen. Laufzeit 00:58 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 14.01.2019.
  • Belinda Bencic gewinnt ihr Auftaktspiel an den Australian Open gegen Katerina Siniakova.
  • Die Schweizerin setzt sich nach zwischenzeitlichem Tief 6:4, 2:6, 6:3 durch.
  • In der nächsten Runde wartet überraschend nicht Barbora Strycova.

Am Ende des 2. Satzes musste man sich doch etwas Sorgen um Belinda Bencic (WTA 55) machen. Nach starkem Beginn hatte sie das Zepter aus der Hand gegeben. Nicht nur, dass die Schweizerin den 2. Umgang 2:6 abgeben musste. Sondern auch die Art und Weise, wie der Satz zu Katerina Siniakovas Beute wurde, gab zu denken.

Die Tschechin zeigte einerseits am Netz, weshalb sie die Nummer 1 im Doppel-Ranking ist. Andererseits konnte sie die zuvor noch recht hohe Fehlerquote minimieren. Bencic hingegen scheiterte häufig mit ihrem wirkungslosen Slice-Return. Dann aber, zu Beginn des 3. Satzes, kam der kapitale Wendepunkt:

  • Nachdem Bencic optimal in den Satz gestartet ist und den Service zu Null hält, folgt direkt das Break zum 2:0. Dabei erhält sie viel Unterstützung von Siniakova (Doppelfehler und unforced error) sowie der Netzkante.
Legende: Video Bencics kapitaler Punkt abspielen. Laufzeit 00:33 Minuten.
Aus sportlive vom 14.01.2019.

Diesem verlorenen Servicegame lief die Tschechin in der Folge bis zum Schluss erfolglos nach. Nach 1:52 Stunden nutzte Bencic ihren ersten Matchball – obwohl sie in der Endabrechnung 3 Punkte weniger auf dem Konto hatte als ihre Kontrahentin.

Schon im 1. Satz hatte Bencic bei Temperaturen über 31 Grad und Windböen Nehmerqualitäten bewiesen. Die 21-Jährige reagierte auf das Break zum 3:4 mit 4 gewonnenen Games in Serie.

Hoffentlich wird es besser.

Definitiv noch Verbesserungspotenzial besteht bei Bencics Service: Mit nur einem Ass bei 5 Doppelfehlern und Schwächen beim 2. Aufschlag bekundete die Flawilerin bei etlichen Aufschlagspielen Mühe. Auch in den Ballwechseln (18 Winner, 34 unerzwungene Fehler) ist eine Steigerung nötig, will Bencic die 2. Turnierwoche «down under» erreichen.

Dementsprechend gab sich die Schweizerin im Interview auch äusserst selbstkritisch: «Ich bin noch nicht im Timing drin. Auch beim Aufschlag hatte ich Mühe. Ich hoffe, es wird besser.» Sie habe einfach «möglichst das Richtige» machen wollen, so die erleichterte Bencic.

Legende: Video Bencic: «Hoffentlich wird es besser» abspielen. Laufzeit 01:10 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 14.01.2019.

Nun wartet Putinzewa

In der 2. Runde trifft Bencic auf Julija Putinzewa (WTA 44). Die Kasachin setzte sich etwas überraschend in 2 Sätzen gegen Barbora Strycova (WTA 32) durch.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 14.01.2019, 6 Uhr

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Armin Meile (MrMele)
    Die Sportredaktion hat wohl immer noch Bencics höchstes Level in Erinnerung, als sie im Jahr 2016 zwischenzeitlich die 7. Position der Weltrangliste erreichte. Obwohl sie in letzter Zeit Aufwärtstendenz zeigt, ist sie noch lange nicht auf ihrem höchsten Level. So gehe ich mit Lorenco Ancona einig: Siniakova war eine unbequeme, starke Gegnerin für eine 1. Runde und es ist erfreulich, dass Belinda Bencic schon wieder soviel Klasse hat, dass ein durchzogene Leistung zum Sieg gereicht hat.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Bruno Froehlich (Bruno Froehlich)
      Guter Kommentar und ich mag ergaenzen, der Verlauf der Karriere war wie der Start einer Rakete, Tochter und Vater eilten von Erfolg zu Erfolg und unvermittelt schlich der Wurm an. Trennung vom Vater als Trainer, Verletzungen, die Verunsicherungen wuchsen. Alles nicht so einfach, vom erfolgsverwoehnten Teenager der Uebergang zur reifen Frau. Keine Frage, das Talent ist gross und nun gilt es daran weiter hart zu arbeiten, der 37 jaehrige Federer kann ihr dabei Vorbild sein. Auch er muss schuften!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von René Ruf (RenéR)
      "..schlich der Wurm an". In dem Sinne war es in jener Zeit als Belinda Bencic bis anhin ihre beste Phase hatte. Der Druck stieg, die eigene Erwartungshaltung ebenso. Die (sehr) guten Ergebnisse wurden weniger. Sie spielte damals zu viele Turniere direkt hintereinander, ohne Pausen oder nur kurze. Die Erholung litt natürlich darunter, physisch und mental. "Kleinere Verletzungen" machten sich bemerkbar. Auch das "Neben dem Tennis" kam damals öfters zu kurz. Nun ist vieles, um einiges positiver.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Lorenzo Ancona (Lyrikliebhaber)
    "Bencic kommt mit einem blauen Auge davon." Geht es noch negativer? Katerina Siniakova ist im Ranking mehr als 20 Positionen vor Bencic platziert. Dieser Sieg ist ein Erfolg und durfte nicht einfach so erwartet werden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen