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Williams mit erstickter Stimme: «Das war's» (engl.)
Aus Sport-Clip vom 18.02.2021.
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Gibt sie die Rekordjagd auf? Die Tränen der Queen Serena Williams

Serena Williams war nach verlorenem Halbfinal in Melbourne untröstlich. Sie zeigte Emotionen und lässt die Zukunft offen.

Nach dem klaren Halbfinal-Aus in Melbourne überstand Serena Williams den Kampf gegen die Enttäuschung an der Medienkonferenz gerade einmal drei Minuten. Dann musste sie den Tränen nachgeben. «Das war's», schluchzte die 39-Jährige mit brüchiger Stimme. Nach diesem abrupten Ende verliess sie den Saal weinend.

Wieder einmal ist die US-Powerfrau kurz vor dem ersehnten 24. Grand-Slam-Titel gescheitert. Und die Zweifel wachsen – je länger desto mehr – ob sie die von Margaret Court seit 1973 gehaltene Allzeit-Rekordmarke jemals noch erreichen wird.

Die letzte von total 23 Major-Trophäen in ihrer imposanten Kollektion eroberte Williams 2017 beim «Happy Slam». Bei ihren jüngsten 11 vergeblichen Anläufen war sie immerhin viermal noch näher am Ziel als nun bei den diesjährigen Australian Open: 2018 sowie 2019 stand sie in Wimbledon sowie bei den US Open je im Endspiel.

Wenn ich mich irgendwann mal verabschiede, würde ich es keinem verraten.
Autor: Serena Williamsauf ihr Karriereende angesprochen

Der Kampfgeist ist der Tennis-Queen keineswegs abzusprechen, den zeigte sie auch beim 3:6, 4:6 gegen die klar überlegene Japanerin Naomi Osaka. Als sich Williams nach dem verpassten Finaleinzug aber die Hand aufs Herz legte und sich emotional von den Fans in der Rod Laver Arena verabschiedete, warf diese Geste Fragen auf.

Serena Williams greift sich mit der linken Hand ans Herz.
Legende: Die linke Hand geht zum Herz Mit dieser Gebärde wirft Serena Williams Fragen auf. Reuters

Wie lange will die Mutter der gut dreijährigen Olympia dem Major-Rekord noch nachjagen? War das vielleicht schon ein Abschied für immer aus Melbourne?

Frustration über die Fehlerorgie

«Ich weiss es nicht», entgegnete Williams lächelnd. Die Kette mit der Aufschrift «Queen» funkelte dabei markant an ihrem Hals. «Wenn ich mich irgendwann mal verabschiede, würde ich es keinem verraten. Also ...» Das war schon eine der ausführlicheren Antworten, ansonsten gab sich Williams in der kurzen Fragerunde extrem schmallippig.

Einzig eine Erkenntnis führte die frustrierte Halbfinal-Verliererin vor der Journalistenschar noch aus – und zwar mehrfach: Ihre ungewohnt hohe Anzahl an Fehlern. «Ich hatte Gelegenheiten, ich hätte gewinnen können», ist sie überzeugt: «Aber ich habe einfach so viele Fehler gemacht, zu viele leicht verschlagene Bälle.» Lobende Worte für Osaka fand sie bis zum Schluss keine.

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Williams bleibt gegen Osaka ohne Chance – auch Brady im Final
Aus Sport-Clip vom 18.02.2021.
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srf.ch/sport, Web-only-Livestream, 16.02.2021 09:00 Uhr;

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Konrad Pfister  (Konrad Pfister)
    Sie ist athletisch nicht mehr genügend, aber da das Niveau im Frauentennis miserabel ist, kommt sie noch in den Halbfinal.
  • Kommentar von Paul Wagner  (päule)
    Serena war/ist zwar sehr erfolgreich, aber sie ist auch die am meisten überschätzte Spielerin auf der Tour. Sie hat sehr gute Hände, viel Kraft und ist relativ konstant, aber sie bewegt sich miserabel, kann nicht gut vollieren und hat vor allem wenig Anstand. Mit ihren Eskapaden, Ausrastern und dem ganzen Drama ist sie als Vorbild absolut ungeeignet.
    Und doch machen die Medien seit Jahren ein Riesen-Geschiss um sie. Ihr Erfolg beruht vor allem darauf, dass die Konkurrenz nicht konstant ist.
    1. Antwort von Roger Ebischer  (RO.Ebi)
      Genau. Gerade eine Frau wie Sie hätte um einiges weniger Erfolg, wäre der Frauensport ausgereifter und durch das auch ausgeglichener. Leider sieht Frau Williams nie das Privileg dass Sie hatte, mehr als gewisse männliche Kollegen zu verdienen, bei weniger Konkurrenz .
  • Kommentar von Stefan Gisler  (Stefan Gisler)
    Wird Zeit abzutreten, nur noch Theater Show, extravagantes Auftreten, Theater auf dem Platz, bewegts sich als wäre sie halbtot sterbender Schwan....2. Klassige Show...Serena time to say goodbye
    1. Antwort von Martin Müller  (Nonaeol)
      Keine Ahnung wie grosse die Zahl ist, aber sagen wir mal 75% der Spielerinnen auf der WTA-Tour können nur davon träumen, jemals einen Grandslam-Halbfinal zu erreichen. Wer dies schafft, gehört zu den besten der besten. Sie hat also immer noch das Niveau, Grandslams zu gewinnen. Deshalb ist es anmassend, ihr ein Abtreten nahezulegen.
    2. Antwort von Roger Ebischer  (RO.Ebi)
      @Martin Ich denke der Kommentar von Stefan bezieht sich auf das theatralische Sein der Frau Williams. Was die Frau im Moment besser kann als Tennisspielen, ist; ein schlechter Verlierer sein, Ihre Misserfolge auf Sexismus oder Rassismus abzuschieben und allem in allem Ausreden zu suchen. Schade, dabei wäre eine ehrliche Williams um einiges beliebter als sie ist.