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Hitze machte ihm zu schaffen Federer: «Ich hatte das Gefühl, keine Luft zu bekommen»

Der Schweizer zog im Achtelfinal einen schwarzen Abend ein. Die Gründe für die Niederlage waren schnell gefunden.

Legende: Video Federer an der Pressekonferenz abspielen. Laufzeit 03:27 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 04.09.2018.

«Es war eine dieser Nächte, in denen ich das Gefühl hatte, keine Luft zu bekommen», sagte Federer nach seiner Niederlage gegen John Millman. Der Schweizer bestätigte damit den Eindruck, den er auf dem Platz hinterlassen hatte.

Er habe extrem Mühe mit den Bedingungen gehabt, habe sich manchmal besser, manchmal schlechter gefühlt. «Diese Phasen haben nicht geholfen, einen Rhythmus zu finden. Es ist schade, habe ich mich so gefühlt», so der 37-Jährige.

Einfach nicht der Tag

Eine dieser Phasen, in denen sich Federer offensichtlich schlecht fühlte, ereignete sich zum Ende des 2. Satzes. Der Schweizer steuerte beim Stand von 5:4 und 40:15 auf eine 2-Satz-Führung zu, ehe plötzlich gar nichts mehr ging.

Manchmal kann der Körper damit einfach nicht umgehen.
Autor: Roger Federer

«Wenn du so mit der Hitze am kämpfen bist, dann ist alles schwierig. Du hast eine Müdigkeit im Körper und kannst nicht so explosiv spielen, wie ich das eigentlich gerne will», erklärte Federer. Wie unwohl sich der 20-fache Major-Sieger fühlte, widerspiegelte auch die Statistik: 77 unerzwungene Fehler und phasenweise eine Aufschlagquote vongerade einmal 30 Prozent.

Ohne Service wird es schwierig

Auch weit nach 22 Uhr Ortszeit betrug die Luftfeuchtigkeit in New York noch 80 Prozent. Manchmal könne der Körper damit einfach nicht umgehen. Zudem sprach Federer die Dachkonstruktion im Arthur-Ashe-Stadion an. «Seither gibt es noch viel weniger Zirkulation. Alles ist nass, der Griff, die Hand, die Kleider», so der Schweizer.

Für SRF-Experte Heinz Günthardt war die Ursache der Niederlage schnell gefunden. Normalerweise gewinne Federer seine Aufschlagspiele locker. «Wenn aber der Service nicht funktioniert, musst du jeden Punkt spielen. Und das ist sich Federer nicht gewohnt, gerade bei diesen Bedingungen», so Günthardt.

Legende: Video Günthardt: «In den langen Ballwechseln war Millman besser» abspielen. Laufzeit 03:15 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 04.09.2018.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 04.09.18, 02:45 Uhr

37 Kommentare

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  • Kommentar von Patrick Salonen (Patrick Salonen)
    lasst doch roger federer entscheiden wann er aufhören will und wann nicht! ich finde es schon anmassend von einigen hier, wenn sie das gefühl haben sie müssten federer tips geben. solange er noch spielt sollten wir dies geniessen und danach glücklich sein zeugen einer solchen karriere gewesen zu sein! es ist wohl klar, dass es ein paar jahre dauern wird bis wir wieder roger oder stan bestaunen dürfen.
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  • Kommentar von Marc Nager (Marc Nager)
    Alle reden nur über die Hitze, aber Tennis auf diesem hohen Niveau ist und bleibt hauptsächlich Kopfsache. Wenn sich bei 5:4 und 40:15 plötzlich Zweifel breit machen, dann verlierst du diesen Satz noch. Wenn nicht, gewinnst du den Satz und dann auch zu 95% das Match. Äußerst unglücklich gelaufen für Roger, der dieses Match m.E. nach dem unglücklichen Verlust des 2. Satzes auch bei 25 Grad und normaler Luftfeuchtigkeit verloren hätte. RF sollte lernen, wieder lange Ballwechsel zu gewinnen...
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  • Kommentar von Jerome Gerster (jgerster)
    Scheinbar kennen hier einige Roger Federer besser als er selbst... Nur ums klarzustellen: Federer ist und bleibt einer der besten auf der Tour, das ändert auch ein Achtelfinal am US Open nicht. Solange er spielen will wird er sich weiterentwickeln und weiter um Titel kämpfen und warum auch nicht? Liest man gewisse (immer gleichen) Kommentare hier liest könnte man meinen es sei eine Schande diesen Federer noch immer auf der Tour zu sehen...
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