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Initialzündung zur 2. Karriere Auf dem Gipfel kam Djokovic zur Einsicht

Novak Djokovic ist im Juni in den südfranzösischen Alpen ein neuer Mensch und wieder der alte Tennisspieler geworden. Die Geschichte dahinter.

Es klingt so simpel: Novak Djokovic geht zunächst auf Wanderschaft. Zusammen mit seiner Ehefrau Jelena erklimmt er im Süden Frankreichs das Kalksteingebirge Montagne Sainte-Victoire auf etwas mehr als 1000 Metern über Meer.

Fortan geht auch die ins Stocken geratene Karriere des 31-jährigen Serben wieder steil aufwärts. Bei den US Open feiert er seinen 2. Grand-Slam-Triumph in Folge, steht nun bei 14 Major-Siegen und somit auf gleicher Höhe wie Kindheitsidol Pete Sampras. «Als ich das erste Mal Tennis schaute im TV, sah ich Pete in Wimbledon gewinnen», erinnert er sich 24 Jahre später.

Vor mir lag die Welt, alles ganz wunderschön. Ich dachte ans Tennis, an all die Emotionen, die damit zusammenhängen.
Autor: Novak Djokovic

Nach seinem Coup bei den US Open blendete Djokovic zurück an den Wendepunkt zum Guten in seinem Leben als Tennisprofi. Im Anschluss an seine überraschende Viertelfinal-Niederlage gegen Marco Cecchinato bei Roland Garros nahm er sich diese Auszeit in den Bergen.

Der Tipp für Wunderdinge

«Auf dem Gipfel bewunderte ich zusammen mit meiner Frau die Aussicht. Vor mir lag die Welt, alles ganz wunderschön. Ich dachte ans Tennis, an all die Emotionen, die damit zusammenhängen. Dann habe ich neue Inspiration und Motivation eingeatmet.» So schildert die Weltnummer 3 die Szene. Von diesem Moment an konnte er eine lange Leidenszeit hinter sich lassen und liefert wieder die gewünschten Resultate.

Ehrlicherweise hätte er bei seinem Comeback Anfang Jahr nach mehrmonatiger Verletzungspause und Ellbogen-Operation mit einer schnelleren Rückkehr gerechnet. «Doch ich lernte, geduldig zu bleiben. Es brauchte seine Zeit, bis die Dinge wieder zusammenpassen.»

Nun darf Djokovic konstatieren: «Die letzten zwei Monate waren grossartig!» Und er schliesst mit folgender Erkenntnis: «Ich kann jedem nur empfehlen, in den Bergen zu wandern. Es kann hinterher Wunderbares geschehen.»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 09.09.2018 22:00 Uhr

9 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Er wird technisch nie an Roger herankommen - aber Respekt - seine mentale Stärke ist ähnlich der von Rafa - wenn Roger auch so verbissen wäre -meine Güte - das wäre ja dann überirdisch .
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    1. Antwort von Hans Hegetschweiler (hansicomment)
      Typisch unbedarfter Fankommentar. Wenn jemand Bälle erläuft, die kein anderer mehr erlaufen würde, dannist er technisch perfekt. Nur weil einer den Ball zwischen den Beinen durchschlägt, ist er deswegen nicht technisch besser. Das wäre etwa so, wenn man dem Siegerpferd in Ascot sagen würde, technisch werde es nie an ein Zirkuspferd von Knie herankommen. Und dass Djokovic verbissen und Federer locker ist, ist auch nur ein Stereotyp. Für mich sind beide exzellent, im Gegensatz zu gewissen Fans..
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  • Kommentar von Andreas Hug (AndiHug)
    es ist alt bekannt, dass man in der natur wieder kraft findet. stadtmenschen wissen das wohl nicht.
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  • Kommentar von Fred Savage (Fred(T/B))
    Novak soll net so viele Masters 1000er spielen...besonders die auf Sand...sollte er meiner meinung nach ....maximal nur bei einem Teilnehmen ....er verschwendet da viel zuviel kraft und er ist auch nicht mehr der Jüngste.....aber dieses Jahr sollte er noch mal vollgass geben, damit er am ende meister wird.....
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