Zum Inhalt springen

Header

Video
Djokovic trifft Linienrichterin – und wird disqualifiziert
Aus Sport-Clip vom 07.09.2020.
abspielen
Inhalt

Linienrichterin getroffen Djokovic wegen Unbeherrschtheit disqualifiziert

Novak Djokovic trifft an den US Open im Frust unbeabsichtigt eine Linienrichterin. Dafür wird der Serbe disqualifiziert.

Für Novak Djokovic sind die US Open schlagartig vorbei – und dies aus einem äusserst speziellen Grund: Weil er im Frust nach einem Aufschlagverlust eine Linienrichterin mit einem Ball trifft, wird er disqualifiziert.

Djokovic nützte beim Stand von 5:4, 40:0 im Achtelfinal gegen den Spanier Pablo Carreno Busta 3 Satzbälle nicht, verlor anschliessend zum 5:6 erstmals den Aufschlag und spedierte im Frust über das verlorene Servicegame einen Ball blind gegen hinten. Damit traf die Weltnummer 1 eine Linienrichterin.

Diese ging zu Boden und rang nach Luft. Djokovic – sichtlich erschrocken – eilte zu Hilfe. Die Linienrichterin erholte sich aber auch schnell wieder.

Der Linienrichterin blieb der Atem weg.
Legende: Djokovics Aussetzer mit Folgen Der Linienrichterin blieb der Atem weg. Keystone

Bereits zuvor unbeherrscht

Die Referees diskutierten erst eine Weile untereinander und mit Djokovic. Es blieb ihnen aber keine Wahl, als den Serben zu disqualifizieren. An allen Tennisturnieren der Welt werden Spieler für derartige Vergehen sofort ausgeschlossen. Es traf auf oberster Stufe auch schon andere Topspieler wie den Argentinier David Nalbandian oder den Kanadier Denis Shapovalov.

Djokovic forderte am Sonntag gegen Carreno Busta den Skandal regelrecht heraus. Schon wenige Minuten zuvor hatte er einen Tennisball wild in Richtung einer Bande geknallt, in deren Nähe Offizielle sassen. Dieses Geschoss traf niemanden, da hatte er noch Glück. Beim 2. Vergehen spedierte er den Ball bedeutend weniger rasant nach hinten, diesmal ging es nicht mehr gut.

Damit ist der klare Turnierfavorit nicht mehr dabei; Djokovic hat in diesem Jahr noch kein Spiel verloren. Nun verliert der Serbe nicht nur seine Achtelfinalpartie. Die US Open teilen mit, dass auch all seine 2020 in New York errungenen Weltranglistenpunkte annulliert werden und sein gesamtes Preisgeld in eine Geldstrafe umgewandelt wird. Der Serbe entschuldigte sich in der Nacht auf Montag in einem Statement in den sozialen Medien.

Klar ist auch, dass an den US Open ein neuer Grand-Slam-Turniersieger erkoren wird. Alle bisherigen Major-Sieger schieden aus oder fehlen in der New Yorker Bubble.

SRF zwei, sportlive, 5.9.2020, 20:00 Uhr;

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

119 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Peter P. Odermatt  (Peter P. Odermatt)
    Der hat sich doch überhaupt nicht unbeherrscht verhalten - im Gegenteil. Sehr souverän. Die Dame, die den Ball getroffen hat, war eben nur zur falschen Zeit am falschen Platz. Der Tennisspieler völlig korrekt.
    1. Antwort von Töbu Merz  (Saibot Zrem)
      Hätte er sich korrekt Verhalten, wäre er nicht disqualifiziert worden.. soviel dazu!
  • Kommentar von Paul Wagner  (päule)
    Bin definitiv kein Fan von Nole. Ja, er hat einen Fehler gemacht und bezahlt dafür einen hohen Preis. Es war unabsichtlich, unangebracht und nicht sein erster Fehler.
    ABER: Die ganze Häme und der Spott hier sind echt bedenklich. Und bitte hört endlich mit dem ganzen GOAT-Zeugs auf. Das nervt!
    Kleiner Tipp übrigens: Wenn ihr den gleichen Sachverhalt bei einer anderen Person total anders seht, dann seid ihr nicht sachlich.
  • Kommentar von Pierre Meyer  (PierreÄm)
    Ich bin kein Nole Fan, aber diese Bashing hier ist unsäglich. Dann am Thema vorbei sofort wieder die GOAT Diskussion.. gähn. Nole hat in der Hitze des Gefechts Mist gebaut und ist dafür disqualifiziert worden. Richtiger entscheid und regelkonform. Messt doch mit gleich langen Ellen. Fedi war früher auch nicht beherrscht und denkt mal daran wie McEnroe heute als ehemaliges Enfant terrible vergöttert wird. Das einzige was ich Nole ankreide ist, dass er sich nicht an der PR dazu geäussert hat.